Municipio Cuevo

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Municipio Cuevo
Basisdaten
Einwohner (Stand)
- Bevölkerungsdichte
3587 Einw. (Fortschreibung 2010)[1]
5 Einw./km²
Telefonvorwahl (+591)
Fläche 744 km²
Höhe 1250 m
Koordinaten 20° 20′ S, 63° 35′ W-20.333333333333-63.5833333333331250Koordinaten: 20° 20′ S, 63° 35′ W
Municipio Cuevo (Bolivien)
Municipio Cuevo
Municipio Cuevo
Politik
Departamento Santa Cruz
Provinz Provinz Cordillera
Zentraler Ort Cuevo
Klima
Klimadiagramm Camiri
Klimadiagramm Camiri

Das Municipio Cuevo ist ein Landkreis im Departamento Santa Cruz im südamerikanischen Anden-Staat Bolivien.

Lage im Nahraum[Bearbeiten]

Das Municipio Cuevo ist eines von sieben Municipios der Provinz Cordillera und umfasst deren südwestlichsten Bereich. Es grenzt im Westen und Süden an das Departamento Chuquisaca, im Osten an das Municipio Boyuibe, und im Norden an das Municipio Camiri.

Das Municipio erstreckt sich zwischen etwa 20° 07' und 20° 29' südlicher Breite und 63° 20' und 63° 44' westlicher Länge, seine Ausdehnung von Westen nach Osten und von Norden nach Süden beträgt jeweils bis zu 40 Kilometer.

Das Municipio umfasst 14 Gemeinden (localidades), zentraler Ort des Municipio ist die Landstadt Cuevo mit 2.475 Einwohnern (Volkszählung 2012) am Südrand des Landkreises.

Geographie[Bearbeiten]

Das Municipio Cuevo liegt am Westrand des bolivianischen Tieflands zwischen den Vorgebirgsketten der südöstlichen Cordillera Central. Das Klima ist subtropisch und semihumid, die Temperaturen schwanken im Tagesverlauf und im Jahresverlauf nur begrenzt.

Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 23 °C, mit monatlichen Durchschnittstemperaturen zwischen 17 bis 18 °C von Juni bis Juli und über 26 °C von November bis Dezember (siehe Klimadiagramm Camiri). Der Jahresniederschlag beträgt knapp 900 mm, der Trockenzeit von Mai bis Oktober steht eine ausgeprägte Feuchtezeit von November bis April gegenüber, in der die durchschnittlichen Monatswerte 175 mm erreichen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl des Municipio Cuevo ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten um etwa 15 Prozent angestiegen:

  • 1992: 3.135 Einwohner (Volkszählung)[2]
  • 2001: 3.406 Einwohner (Volkszählung)[3]
  • 2005: 3.512 Einwohner (Fortschreibung)[4]
  • 2010: 3.587 Einwohner (Fortschreibung)[5]

Die Bevölkerungsdichte bei der letzten Volkszählung von 2001 betrug 4,6 Einwohner/km², der Alphabetisierungsgrad bei den über 15-jährigen war von 81,1 Prozent (1992) auf 84,2 Prozent angestiegen. Die Lebenserwartung der Neugeborenen betrug 65,6 Jahre, die Säuglingssterblichkeit war von 11,8 Prozent (1992) auf 5,6 Prozent im Jahr 2001 zurückgegangen.

95,8 Prozent der Bevölkerung sprechen Spanisch, 33,1 Prozent sprechen Guaraní, 3,8 Prozent sprechen Aymara, und 2,3 Prozent Quechua. (2001)

63,7 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang zu Elektrizität, 42,9 Prozent leben ohne sanitäre Einrichtung (2001).

72,8 Prozent der 673 Haushalte besitzen ein Radio, 34,5 Prozent einen Fernseher, 27,8 Prozent ein Fahrrad, 2,5 Prozent ein Motorrad, 9,7 Prozent ein Auto, 16,3 Prozent einen Kühlschrank, und 0,4 Prozent ein Telefon. (2001)

Politik[Bearbeiten]

Ergebnisse der Wahlen zum Gemeinderat (concejales del municipio) bei den Regionalwahlen vom 4. April 2010:[6]

Wahlberechtigte   Stimmen gültig   VERDES MAS-IPSP
1.727   1.521 1.420   767 653
  100 % 93,4 %   54,0 % 46,0 %

Gliederung[Bearbeiten]

Das Municipio Cuevo untergliedert sich nicht weiter in Kantone (cantones), es besteht aus den folgenden Subkantonen (vicecantones):

  • Vicecantón Comunidad El Arenal - 4 Gemeinden - 483 Einwohner (2001)
  • Vicecantón Comunidad Ibicuati - 2 Gemeinden - 332 Einwohner
  • Vicecantón Comunidad Mandiyuti - 1 Gemeinde - 139 Einwohner
  • Vicecantón Comunidad Salinas - 2 Gemeinden - 336 Einwohner
  • Vicecantón Comunidad Tartagalito - 3 Gemeinden - 356 Einwohner
  • Vicecantón Cuevo - 1 Gemeinde - 1.637 Einwohner
  • Vicecantón Comunidad Itakise - 1 Gemeinde - 123 Einwohner

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Instituto Nacional de Estadística - Proyecciones (PDF; 1,59 MB)
  2. Instituto Nacional de Estadística (INE) 1992
  3. Instituto Nacional de Estadística (INE) 2001
  4. Instituto Nacional de Estadística 2005 - Boletin No. 75 (PDF; 196 kB)
  5. Instituto Nacional de Estadística - Proyecciones (PDF; 1,59 MB)
  6. Acta de Cómputo Nacional Elecciones Departamentales, Municipales y Regional 2010

Weblinks[Bearbeiten]