Czarnowanz

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Czarnowanz
Czarnowąsy
CzarnowanzCzarnowąsy führt kein Wappen
CzarnowanzCzarnowąsy (Polen)
CzarnowanzCzarnowąsy
Czarnowanz
Czarnowąsy
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Oppeln
Landkreis: Oppeln
Gmina: Groß Döbern
Geographische Lage: 50° 44′ N, 17° 54′ O50.72583333333317.901111111111Koordinaten: 50° 43′ 33″ N, 17° 54′ 4″ O
Einwohner: 2600
Postleitzahl: 46-020
Telefonvorwahl: (+48) 77
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 454
Nächster int. Flughafen: Breslau
Katowice

Czarnowanz, polnisch Czarnowąsy, ist ein oberschlesisches Dorf im Powiat Opolski der polnischen Woiwodschaft Oppeln, das der Landgemeinde Groß Döbern (Dobrzeń Wielki) angehört.

Geografie[Bearbeiten]

Klosterkirche
Die (abgebrannte) Schrotholzkirche, inzw. wiederaufgebaut.
Czarnowanz im 18. Jahrhundert

Czarnowanz liegt sieben Kilometer südöstlich vom Gemeindesitz Groß Döbern und sieben Kilometer nordwestlich von der Kreisstadt und Woiwodschaftshauptstadt Opole.

Nachbarorte von Czarnowanz sind im Nordwesten Borrek (Borki), im Norden Horst (Świerkle), im Osten Biadacz und im Süden der Oppelner Stadtteil Wróblin (Frauendorf).

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Dobren (Groß Döbern) und Charnovanz fällt in das Jahr 1228[1], im Zusammenhang mit der Verlegung des Norbertinerinnenklosters von Rybnik nach Czarnowanz durch den Oppelner Herzog Kasimir I. Während Kasimir die Orte Klein Döbern und Czarnowanz dem Kloster übergab, blieb Groß Döbern herzoglicher Besitz.

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 779 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 376 für Polen, im Gutsbezirk Czarnowanz stimmten 58 Personen für Deutschland und vier für Polen[2]. Czarnowanz verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 2676 Einwohner. Am 10. August 1936 wurde der Ort in Klosterbrück umbenannt. 1939 hatte der Ort 3528 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Oppeln.

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Czarnowąsy umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln. 1999 kam der Ort zum wiedergegründeten Powiat Opolski. Am 22. April 2009 wurde in der Gemeinde Groß Döbern, der Czarnowanz angehört, Deutsch als zweite Amtssprache eingeführt und am 1. Dezember 2009 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Czarnowanz.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Neben dem im Barock in der heutigen Form erbauten Kloster mit Kirche, befand sich im Ort die Schrotholzkirche St. Anna aus dem 17. Jahrhundert, die 2005 abbrannte und bis 2007 wiederaufgebaut wurde – jedoch vereinfacht als verschindelter Steinbau.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Czarnowanz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Vgl. www.dobrzenwielki.pl/cms/php/strona.php3?cms=cms_dobrz&lad=a&id_dzi=2&id_men=4 Internetseite der Gemeinde Groß Döbern (nicht mehr erreichbar)
  2. Vgl. Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921