Dürrenstein (Österreich)

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Dürrenstein
Blick von der Durnhöhe am Königsberg zum Dürrenstein und seinem Hochplateau

Blick von der Durnhöhe am Königsberg zum Dürrenstein und seinem Hochplateau

Höhe 1878 m ü. A.
Lage Niederösterreich
Gebirge Ybbstaler Alpen
Geographische Lage 47° 47′ 8″ N, 15° 3′ 34″ O47.78555555555615.0594444444441878Koordinaten: 47° 47′ 8″ N, 15° 3′ 34″ O
Dürrenstein (Niederösterreich)
DEC
Dürrenstein
Typ Plateauberg
Gestein Dachsteinkalk
Alter des Gesteins Obere Trias

Der Dürrenstein ist ein 1.878 m hoher Berg der Ybbstaler Alpen in Niederösterreich. Der Kalksteingipfel liegt südlich von Lunz am See im niederösterreich-steirischen Grenzgebiet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Umgebung

Lunzer See, Mittersee und Obersee: drei unterschiedliche eiszeitliche Seen. Der Mittersee weist eine extreme Durchflussrate und viele Quellen auf und hat das ganze Jahr nur um die 7° C. Am Obersee findet man schöne Niedermoore und Schwingrasen.

In einigen Dolinen (siehe Kältepol) am Dürrensteinplateau wurden in der Vergangenheit extrem tiefe Nachttemperaturen gemessen. In der Doline Grünloch, die als Kältepol Österreichs oder gar Mitteleuropas gilt, befand sich aus diesem Grund während des zweiten Weltkriegs auch eine Versuchsstation der Wehrmacht, in der Fahrzeugmotoren hinsichtlich ihrer Eignung für die Kriegführung in Sibirien getestet wurden. Einige stark verrostete Relikte aus dieser Zeit sind dort auch heute noch zu sehen. In dieser Doline wurde am 19. Februar 1932 eine Temperatur von -52,6 Grad Celsius gemessen.[1]


Der Rothwald südöstlich des Dürrenstein gilt als der letzte Urwald in Österreich, ist jedoch nicht zugänglich. Er ist Teil des Wildnisgebiets Dürrenstein, dem größten erhaltenen Urwaldgebiet Mitteleuropas.

[Bearbeiten] Routen

  • Aufstiege zum Gipfel via Ybbstaler Hütte von Steinbach, Stiegengraben bzw. Lechnergraben
  • Tagles oder Seetal via Herrenalm zum Gipfel

[Bearbeiten] Geologie

Der Dürrenstein gehört geologisch zu den Nördlichen Kalkalpen. Tektonisch gehören der Dürrensteingipfel und das Dürrensteinplateau zur Ötscher Decke. Der größte Teil des Dürrensteinplateaus wie auch der Gipfel werden aus Dachsteinkalk und Dachsteindolomit der oberen Trias aufgebaut. An den nordwestlichen und südwestlichen Hängen finden sich Ramsaudolomit und Lunzer Schichten der mittleren Trias. Im nördlichen Bereich des Massivs gibt es zwei kleine Vorkommen kreidezeitlicher Gosausedimente, in diesem Bereich ist es fossilreicher Sandstein. Im Gebiet um den Obersee sind Sedimente aus dem Jura abgelagert worden: Das sind die Oberseebrekzie und Hierlatzkalke. Am Dürrensteinplateau sind zahlreiche Karsterscheinungen wie Dolinen oder Karstschüsseln zu beobachten. Außerdem finden sich am Dürrensteinplateau an vielen Orten Augensteinschotter.[2]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Quellen

  1. Manfred Dorninger: Das Grünloch. Institut für Meteorologie und Geophysik, Universität Wien, Vortrag 29. November 2003 (pdf; 1,89 Mb)
  2. Geologische Karte der Republik Österreich 1:50.000, Herausgegeben von der Geologischen Bundesanstalt, Wien 1988, Blatt 71 Ybbsitz

[Bearbeiten] Weblinks

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