Dagny Servaes

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Dagny Servaes auf einer Fotografie von Alexander Binder

Dagny Servaes (* 10. März 1894 in Berlin; † 10. Juli 1961 in Wien) war eine deutsch-österreichische Theater- und Filmschauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Die Tochter des Schriftstellers Franz Servaes (1862–1947) nahm Schauspielunterricht an der Wiener Akademie für Musik und Darstellende Kunst. 1912 erhielt sie ein Engagement am Hoftheater in Meiningen. Ab 1913 spielte Dagny Servaes an den renommierten Berliner Bühnen wie dem Deutschen Theater, Lessingtheater und Staatstheater.

1916 wurde sie erstmals im Stummfilm eingesetzt, wo sie sich rasch nach vorne spielte. Mehrmals war Emil Jannings ihr Partner, insbesondere in dem Monumentalfilm Das Weib des Pharao im Jahr 1921. Obwohl bereits als neuer Star gefeiert, wurden ihre Filmaufgaben in den Jahren danach etwas kleiner. Sie wandte sich wieder mehr dem Theater zu und unternahm mit Max Reinhardts Ensemble von 1926 bis 1928 eine Gastspielreise durch die Vereinigten Staaten. In New York stand sie mit den Stücken Jedermann, Ein Sommernachtstraum, Dantons Tod und Carlo Goldonis Diener zweier Herren auf der Bühne.

Der Tonfilm bot Dagny Servaes, die sich 1936 in Wien niederließ, nur noch Nebenrollen. Von 1938 bis 1948 spielte sie am Theater in der Josefstadt und 1950 vorübergehend am Volkstheater. Seit 1952 gehörte sie zum Ensemble des Burgtheaters. Ihr Grab befindet sich am Grinzinger Friedhof in Wien Gr.36/ Reihe 2 Nr.1A. Ihre Tochter Evi Servaes schlug ebenfalls eine schauspielerische Laufbahn ein.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1916: Die Last
  • 1916: Stein unter Steinen
  • 1917: Gold
  • 1917: John Riew
  • 1918: Das Tagebuch des Dr. Hart
  • 1918: Aranka und Arauka
  • 1918: Das Gürtelschloß der Senahja
  • 1919: Das Geheimnis des Irren
  • 1920: Die Nacht der Prüfung
  • 1920: Wildes Blut
  • 1921: Das Weib des Pharao
  • 1922: Peter der Große
  • 1923: Hoffmanns Erzählungen
  • 1923: Alles für Geld
  • 1923: Im Namen des Königs
  • 1923: Adam und Eva
  • 1923: Der Menschenfeind
  • 1924: Carlos und Elisabeth
  • 1924: Moderne Ehen
  • 1924: Jiskor
  • 1925: Oberst Redl
  • 1926: Die lachende Grille
  • 1927: Die Beichte des Feldkuraten
  • 1927: Die Weber
  • 1927: Grand Hotel
  • 1934: Die Töchter ihrer Exzellenz
  • 1936: Die Puppenfee
  • 1937: Die unentschuldigte Stunde
  • 1937: Florentine

Weblinks[Bearbeiten]