Darn That Dream

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Darn That Dream ist eine Komposition von Jimmy Van Heusen, mit dem Text von Eddie DeLange aus dem Jahr 1939.

Darn That Dream ist eine Swing-Ballade mit 32 Takten in der Form AABA. Der Song folgt zwar der einfachen AABA-Form, baut jedoch auf einer schwierig zu singenden Melodie und einer chromatischen Harmonie auf.

Geschichte des Songs[Bearbeiten]

Die Ballade wurde für das Broadway-Musical Swingin' The Dream geschrieben, das eine musikalische, „swingende“ Fassung von William Shakespeares Komödie A Midsummer Night´s Dream (Sommernachtstraum) ist. Dort taucht der Song mehrfach auf. In der Uraufführung wurde er von Louis Armstrong (als Bottom), Maxine Sullivan (als Tatiana, der Elfenkönigin), Bill Bailey und den drei Elfen, Dorothy Dandridge, Vivian Dandridge und Etta Jones, begleitet vom Benny Goodman Orchestra, gesungen. Die Show war aufgrund des Staraufgebot sehr teuer und verschwand nach nur 13 Aufführungen, weil sie sich ökonomisch nicht trug. Goodman nahm aber den Titel ins Repertoire und spielte ihn als Platte ein. Binnen kurzem zeigte sich das Potenzial des Stücks, das 1940 dreimal in die Hitparade kam:

Weitere Aufnahmen folgten durch Doris Day und durch Billie Holiday (1940), bald auch durch Dinah Washington

Karriere im Jazz[Bearbeiten]

Zu einem Jazzstandard wurde das Lied spätestens 1950 durch die Aufnahme mit Kenny Hagood und den Metronome All Stars, besser bekannt als Miles Davis Nonet (wieder veröffentlicht auf dem Album Birth of the Cool). Weniger der Gesang von Hagood, der den Song nach Ansicht von Hans-Jürgen Schaal nicht viel anders interpretiert als Billy Eckstine dies getan hätte, hebt das Potenzial des Songs, sondern das Arrangement von Gerry Mulligan. Danach spielte ihn auch Dave Amram und - in einem Arrangement von Jimmy Heath - Chet Baker. Weiterhin wurde er auch von Pianisten wie George Shearing, Erroll Garner, Thelonious Monk, Ahmad Jamal, Red Richards, Bill Evans oder Rein de Graaff aufgenommen wurde. Nach einer Einspielung des Quintetts von Clifford Brown und Max Roach 1954 wurde das Stück zum „Muss“ für Musiker wie Kenny Dorham, Hank Mobley oder Dexter Gordon. 1992 spielte ihn Paul Motian mit seiner Electric Bebop Band ein.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Jürgen Schaal (Herausgeber): Jazz-Standards. Das Lexikon. 320 Songs und ihre Interpretationen, Bärenreiter, Kassel, 2002. ISBN 3-7618-1414-3

Weblinks[Bearbeiten]