Deicide

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Deicide
Deicide live 2009
Deicide live 2009
Allgemeine Informationen
Genre(s) Death Metal
Gründung 1987 als Amon
Gründungsmitglieder
Glen Benton
Brian Hoffman (1987–2004)
Gitarre
Eric Hoffman (1987–2004)
Steve Asheim
Aktuelle Besetzung
Gesang, Bass
Glen Benton
Schlagzeug
Steve Asheim
Gitarre
Jack Owen (seit 2004)
Gitarre
Ralph Santolla (2005-2007, 2008, 2010-)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Brian Hoffman (1987–2004)
Gitarre
Eric Hoffman (1987–2004)
Gitarre
Dave Suzuki (2004–2005)
Gitarre
Kevin Quirion (2008-2010)

Deicide (engl. für ‚Gottesmord‘) ist eine Death-Metal-Band aus den USA. Die Band wurde 1987 unter dem Namen Amon in Florida gegründet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Zunächst veröffentlichte Deicide unter dem Namen Amon die beiden Demoaufnahmen Feasting the Beast (1987) und Sacrificial (1989). 1989 wurde die Band in Deicide umbenannt, 1990 veröffentlichte sie ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Der Nachfolger Legion wurde 1992 veröffentlicht, und die Band befand sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, galt als meistverkaufte Death metal-Band. Bis heute liefert sie sich in dieser Beziehung ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den benachbarten Cannibal Corpse. Die Originalbesetzung war: Glen Benton (E-Bass und Gesang), die Brüder Eric und Brian Hoffman an den E-Gitarren und Steve Asheim am Schlagzeug. Diese Besetzung hielt auch über die kommenden 12 Jahre und 4 weitere Alben, und das ist eine erwähnenswerte Seltenheit in der Death Metal-Szene, die gerade in Florida von einer regelrechten Inzucht beherrscht wurde: Musiker wurden innerhalb der Bands herum gereicht und getauscht wie Pokale. Deicide waren zu diesem Zeitpunkt noch weit entfernt von diesen Besetzungskarusells und daher ziemliche Exoten. Für die meisten Fans gelten das Debüt sowie "Legion" als Referenzalben der Band, deren Qualität sie nicht mehr erreichte.

Erst 2004 bröckelte das stabile Bandgefüge. Brian und Eric Hoffman verließen die Gruppe. Zunächst gab es eine Ankündigung durch Glen Benton, diese würden durch die Gitarristen der Band Vital Remains ersetzt. Dave Suzuki spielte allerdings nur sehr kurz bei Deicide. Stattdessen übernahm Glen Benton den Gesang bei besagter Gruppe.

Sänger Glen Benton

Die Texte von Deicide handeln beinahe ausschließlich von antichristlichen oder satanistischen Themen, die Band hat daher an vielen Orten ein Auftrittsverbot. Sänger Glen Benton hat auf seiner Stirn ein Branding in Form eines umgedrehten Kreuzes und ist Mitglied in der Organisation amerikanischer Antikatholiken.

Auf einem Konzert der Band im Jahre 1992 in Stockholm detonierte eine Bombe, wodurch jedoch keinerlei Personenschaden entstand. Als Täter werden entweder militante Tierschützer vermutet, die gegen die blutige Bühnenshow der Band und von Benton behauptete Neigungen zum Quälen und Töten von Tieren protestieren wollten, oder aber fanatische Black-Metal-Anhänger.[1]

Am 18. August 2006 erschien das Album The Stench of Redemption zum ersten Mal seit der Gründung der Band in veränderter Besetzung. Jack Owen, ehemaliger Cannibal-Corpse-Gitarrist, und Ralph Santolla sind nun die neuen Gitarristen bei Deicide.

Am 25. April 2008 erschien Till Death Do Us Part. Neben der normalen Edition gibt es noch eine Limited Edition mit einem Patch mit der Aufschrift Glen Benton for President. Zum ersten Mal ist auch Steve Asheim an der Lead-Gitarre zu hören.

Nachdem Ralph Santolla Ende 2007 die Band verlassen hatte, stieg 2008 der Gitarrist Kevin Quirion ein, der die Band 2010 jedoch wieder verließ. Für ihn kehrte 2010 Ralph Santolla wieder zur Band zurück.

Diskografie [Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Once Upon the Cross
  UK 66 13.05.1995 (1 Wo.) [2]
The Stench of Redemption
  DE 84 04.09.2006 (1 Wo.) [3]
  UK 14 04.09.2006 (1 Wo.) [3]
  US 21 04.09.2006 (1 Wo.) [3]
[2] [3]
  • 1990: Deicide
  • 1992: Legion
  • 1993: Amon: Feasting the Beast (Wiederveröffentlichung der beiden Demos)
  • 1995: Once Upon the Cross
  • 1997: Serpents of the Light
  • 1998: When Satan Lives (Live-Album, aufgenommen im House of Blues in Chicago)
  • 2000: Insineratehymn
  • 2001: In Torment, in Hell
  • 2003: The Best of (Best of)
  • 2004: Scars of the Crucifix
  • 2006: The Stench of Redemption
  • 2008: Till Death Do Us Part
  • 2011: To Hell with God

Videos [Bearbeiten]

  • Homage of Satan
  • When Heaven Burns
  • Scars of the Crucifix
  • Conviction

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Deicide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos, First Edition, Feral House 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 268f.
  2. a b Chart Stats – Deicide. chartstats.com, abgerufen am 20. April 2009 (HTML, englisch).
  3. a b c d Chartverfolgung / Deicide / Longplay. metalunderground.com, abgerufen am 20. April 2009 (HTML, english).