Cannibal Corpse

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Cannibal Corpse
Cannibalcorpse logo.svg
Bei einem Auftritt in Innsbruck 9. Februar 2009
Bei einem Auftritt in Innsbruck 9. Februar 2009
Allgemeine Informationen
Genre(s) Death Metal
Gründung 1988
Website http://www.cannibalcorpse.net
Gründungsmitglieder
Chris Barnes (bis 1995)
Jack Owen (bis 2004)
Gitarre
Bob Rusay (bis 1993)
Alex Webster
Paul Mazurkiewicz
Aktuelle Besetzung
Gesang
George „Corpsegrinder“ Fisher (seit 1995)
Gitarre
Pat O´Brien (seit 1997)
Gitarre
Rob Barrett (1993-1997, seit 2005)
Bass
Alex Webster
Schlagzeug
Paul Mazurkiewicz
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Chris Barnes (bis 1995)
Gitarre
Bob Rusay (bis 1993)
Gitarre
Jack Owen (bis 2004)
Live-Unterstützung
Gitarre
Jeremy Turner (Live: 2004)
Alex Webster
Rob Barrett (links) und Alex Webster (rechts)
George „Corpsegrinder“ Fisher

Cannibal Corpse ist eine US-amerikanische Death-Metal-Band.

Geschichte[Bearbeiten]

Cannibal Corpse wurde 1988 von Paul Mazurkiewicz (Schlagzeug), Alex Webster (Bass), Chris Barnes (Gesang), Bob Rusay (E-Gitarre) und Jack Owen (E-Gitarre) in Buffalo im US-Bundesstaat New York gegründet. Seit 1989 stehen Cannibal Corpse bei Metal Blade Records unter Vertrag.

Seit dem Debütalbum Eaten Back to Life versuchten US-Politiker wie Tipper Gore, Joseph Lieberman oder Bob Dole, die Musik und Konzerte zu verbieten. In Australien, Neuseeland und Korea waren Cannibal Corpse lange Zeit komplett verboten. In Deutschland sind die ersten drei Alben, die Alben Evisceration Plague und Torture sowie die EPs Hammer Smashed Face und Worm Infested indiziert. Gegen Butchered at Birth besteht ein Beschlagnahmebeschluss[1] nach § 131 StGB des AG Stuttgart vom 3. März 1994 Tonträger, Cover und Werbematerial betreffend. Die Initiative des Indizierungsverfahrens ging dabei von der Lehrerin Christa Jenal aus. Nachdem Bassist Alex Webster in Interviews zugab, dass indizierte Titel live gespielt, aber nicht angesagt werden, erstattete die Saarländerin Strafanzeige gegen ihn.

Auch infolgedessen wurden alle Alben ab Vile (1996) mit zwei unterschiedlichen Covern veröffentlicht, um einer Indizierung in Deutschland, beziehungsweise einem Verbot in anderen Ländern, zu entgehen. Der Zeichner heißt Vincent Locke, von ihm stammen Albumcover, T-Shirt-Motive und ein Comic zu dem Lied Unleashing the Bloodthirsty, welcher der limitierten Edition des Albums The Wretched Spawn beigelegt ist.

Im Jahr 1993 traten sie für den Film Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv mit Jim Carrey auf.

Nach dem Album The Bleeding verließ Chris Barnes Cannibal Corpse und widmete sich nun vollkommen seinem Nebenprojekt Six Feet Under. Seinen Platz übernahm George Fisher, der vorher bei der Band Monstrosity für den Gesang zuständig war. Mit ihm wurde unter anderem das Album Vile aufgenommen, das sich als erstes Death-Metal-Album in den Billboard-Album-Charts platzieren konnte.[2] [3]

Im Jahr 1997 verließ Rob Barett die Band und wurde von Pat O´Brien ersetzt, der zuvor bei der Band Nevermore gespielt hatte. Nach The Wretched Spawn verließ Jack Owen überraschend die Band, um bei der Death-Metal-Band Deicide einzusteigen. Erst am 11. Dezember 2005 gab die Band offiziell den Namen seines Nachfolgers bekannt: Gitarrist Rob Barrett, der schon von 1993 bis 1997 auf den Alben The Bleeding und Vile zu hören war.

Kill ist der Name des zehnten Studioalbums, das am 31. März 2006, zwei Wochen nach dem internationalen Veröffentlichungsdatum, in Deutschland erschien. Es ist das erste Cannibal Corpse-Album mit weltweit einheitlichem Artwork.

Im Jahr 2007 spielten Cannibal Corpse auf dem Wacken Open Air in Deutschland. Zum ersten Mal konnten Cannibal Corpse seit ihrer Gründung alle Lieder frei in Deutschland vortragen, unter anderem auch Vomit the Soul und Hammer Smashed Face.

Am 30. Januar 2009 veröffentlichte die Band ihr elftes Studioalbum Evisceration Plague in Deutschland.[4]

Nach drei Jahren Pause veröffentlichte die Band am 9. März 2012 ihr neues und mittlerweile zwölftes Studioalbum Torture. In Deutschland gab es ein entschärftes Coverartwork, da das Original zensiert wurde. Außerdem sind in der deutschen Version des Booklets aus Jugendschutzgründen keine Songtexte enthalten.

Das dreizehnte Studioalbum der Band mit dem Titel A Skeletal Domain soll am zwölften September in Deutschland erscheinen.[5]

Stil[Bearbeiten]

Stilistische Merkmale der Band sind komplexe Liedstrukturen, unvermittelte Tempo- und Taktwechsel und mehrstimmige, meist dissonante Gitarrenläufe. Der Gesang besteht meistens aus dem tiefen Growling, manchmal werden aber auch hohe Schreie eingesetzt. Die Thematik ihrer Lieder beschäftigt sich mit Horror, Mord und Gore. Aufgrund ihrer aggressiven Texte sind Auftritte und Alben der Band in mehreren Ländern zum Teil oder komplett verboten.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[6]
Vile
  US 151 1996 (1 Wo.)
Gore Obsessed
  DE 71 11.03.2002 (1 Wo.)
The Wretched Spawn
  DE 74 22.03.2004 (1 Wo.)
Kill
  DE 59 10.04.2006 (1 Wo.)
  US 170 2006 (1 Wo.)
Evisceration Plague
  DE 42 16.02.2009 (1 Wo.)
  AT 41 13.02.2009 (2 Wo.)
  US 66 21.02.2009 (2 Wo.)
Torture
  DE 40 26.03.2012 (1 Wo.)
  AT 40 23.03.2012 (1 Wo.)
  CH 72 25.03.2012 (1 Wo.)
  US 38 03.2012 (2 Wo.)
  UK 126 24.03.2012 (1 Wo.)

Studioalben[Bearbeiten]

EPs[Bearbeiten]

Livealben[Bearbeiten]

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1997: Deadly Tracks - Best of Cannibal Corpse

Demos[Bearbeiten]

  • 1995: Created to Kill (Demoversion von Vile, indiziert,Beschlagnahmt)[13]

DVDs[Bearbeiten]

  • 1997: Monolith of Death Tour 1996/97 (VHS 1997, DVD 2002)
  • 2000: Live Cannibalism (VHS/DVD)
  • 2003: 15 Years Killing Spree (CD-DVD Box)
  • 2008: Centuries of Torment: The First 20 Years (3 DVDs)
  • 2011: Global Evisceration

Videos[Bearbeiten]

  • Staring Through the Eyes of the Dead
  • The Pick Axe Murders
  • Devoured By Vermin
  • Sentenced To Burn
  • Decency Defied
  • Make Them Suffer
  • Death Walking Terror
  • Evisceration Plague
  • Priests of Sodom
  • Encased In Concrete

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cannibal Corpse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b AG Stuttgart, BB vom 3. März 1994, Az. 21 Js 58315/93
  2. Prof. Dr. Dr. Uwe Scheffler, Materialien zu den Ausstellungstafeln Kunst und Strafrecht: Kunst und Gewaltverherrlichung; Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie; Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), 22. Oktober 2013, S. 21.
  3. Terrorizer #148: Death Metal Special (Beilage, Teil 1/4); September 2006, S. 45.
  4. powermetal.de: „CANNIBAL CORPSE: „Evisceration Plague“ in Reichweite“, zugegriffen am 6. April 2009.
  5. metalblade.com: „CANNIBAL CORPSE: „A Skeletal Domain“, zugegriffen am 29. August 2014.
  6. Quellen Chartplatzierungen Alben: DE / AT / CH / US / UK, abgerufen am 29. Dezember 2013.
  7. BAnz. Nr. 164 vom 31. August 1995
  8. BAnz. Nr. 204 vom 31. Oktober 1991 (Cover der CD und Schallplatteninnenhülle)/BAnz. Nr. 243 vom 21. Dezember 2003 (Album)
  9. a b BAnz. Nr. 225 vom 30. November 1995
  10. BAnz. Nr. 66 vom 30. April 2010
  11. Bekanntmachung Nr. 12/2012 über jugendgefährdende Trägermedien. Vom 17. Dezember 2012. Teil B, Nr. 17 (BAnz AT 31.12.2012 B9)
  12. BAnz. Nr. 20 vom 29. Januar 2005
  13. BAnz. Nr. 131 vom 31. August 2011