Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit Logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1. Januar 2011
Sitz Bonn und Eschborn, Deutschland
Leitung Tanja Gönner (Vorstandssprecherin), Friedrich Fitschelt (Aufsichtsratsvorsitzender)
Mitarbeiter 16.229 (2012)
Umsatz ca. 2,1 Mrd. € (2012)
Branche Entwicklungszusammenarbeit
Website www.giz.de
Sitz der GIZ in Bonn
Denkmalgeschütztes GIZ-Haus in Berlin

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist eine staatliche Entwicklungszusammenarbeitsorganisation der Bundesrepublik Deutschland.

Sie ist am 1. Januar 2011 aus der Verschmelzung der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), der Internationalen Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWEnt) und dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) hervorgegangen.

Das Unternehmen ist in Bonn und in Frankfurt am Main im Handelsregister als GmbH eingetragen und hat seinen Sitz sowohl in Bonn als auch in Eschborn.[1]

Aufgaben

Der GIZ kommt die Aufgabe der Ausführung der durch den Auftraggeber vereinbarten Technischen Zusammenarbeit zu. Die Technische Zusammenarbeit besteht vor allem aus Beratung, Finanzierungsbeiträgen, Entwicklungsleistungen, Aufbau und Förderung von Projektträgern, Bereitstellung von Ausrüstung und Material und der Erstellung von Studien und Gutachten.[2] Darüber hinaus ist die GIZ in der internationalen Bildungsarbeit tätig.

Entwicklungshelfer aus dem ehemaligen Deutschen Entwicklungsdienst kritisieren die Zusammenlegung und die Ausrichtung der GIZ entschieden. Nach ihrer Ansicht verschob sich der Schwerpunkt auf die Wirtschaftsförderung. Die Armutsbekämpfung und die Hilfe zur Selbsthilfe werden vernachlässigt.[3]

Auftraggeber

Die wichtigsten Auftraggeber der GIZ sind in erster Linie das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie weitere Ministerien wie das Auswärtige Amt, das Bundesumweltministerium und das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Hinzu kommen Bundesländer, Kommunen und weitere öffentliche sowie private Auftraggeber wie etwa Regierungen anderer Länder, Europäische Kommission, Vereinte Nationen und Weltbank.

Die Vorstandssprecherin Tanja Gönner (im Amt seit 2012) hat sich zum Ziel gesetzt, neue Auftraggeber jenseits der öffentlichen Hand zu gewinnen; zugleich soll die GIZ eine „Fusionsrendite“ durch Zusammenführung der drei zuvor bestehenden staatlichen Entwicklungshilfe-Organisationen und den Abbau von Doppelstrukturen erzielen.[4]

Mitarbeiter

Die GIZ beschäftigt in über 130 Ländern etwa 17.000 Mitarbeiter, von denen über 60 Prozent einheimische Kräfte sind. Dazu kommen 994 Entwicklungshelfer, 599 integrierte und 453 rückkehrende Fachkräfte, 700 einheimische Fachkräfte in Partnerorganisationen und 493 weltwärts-Freiwillige.[5]

Weblinks

 Commons: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Impressum der GIZ abgerufen am 9. Januar 2011
  2. BMZ Was wir machen: Technische Zusammenarbeit abgerufen am 21. Januar 2011
  3. Deutschlandfunk: Lernen und Helfen in Übersee, 24. Juni 2013
  4. Uta Rasche: Nur noch kurz die Welt retten, FAZ 28. Mai 2013, online: [1]
  5. Unternehmensbericht 2011 (PDF; 7,0 MB) abgerufen am 19. Juli 2012