Deutsche Liga für Volk und Heimat

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Die Deutsche Liga für Volk und Heimat (Kurzbezeichnung: DLVH) ist eine rechtsextreme[1] politische Organisation in Deutschland, die vereinzelt zu Landtags- und Kommunalwahlen antritt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Die Partei-Ära

Die DLVH wurde 1991 als Partei gegründet. Prominentestes Gründungsmitglied war der frühere NPD-Bundesvorsitzende Martin Mußgnug. Als drei gleichberechtigte Bundesvorsitzende fungierten Rudolf Kendzia, Harald Neubauer und Jürgen Schützinger.

Ende 1991 gewann die Partei ihr erstes Landtagsmandat durch den Übertritt eines DVU-Abgeordneten aus Bremen, der knapp anderthalb Jahre später jedoch auch der DLVH wieder den Rücken kehrte.

Mitte 1993 traten dann drei ehemalige DVU-Abgeordnete aus Schleswig-Holstein (Ingo Schachtschneider, Ingo Stawitz und Karin Voß) der DLVH bei, ein halbes Jahr später auch Benvenuto-Paul Friese, ebenfalls ein ehemaliger DVU-Abgeordneter, wodurch sie mit vier Abgeordneten (dem Minimum für eine Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein) eine eigenständige Fraktion bilden konnte. Mitte des Jahres 1995 kehrte Friese jedoch zur DVU zurück und somit verlor die DLVH ihren Fraktionsstatus wieder.

Bei der schleswig-holsteinischen Landtagswahl von 1996 erreichte sie lediglich 0,2 % und verschwand somit in der politischen Bedeutungslosigkeit.

[Bearbeiten] Die Vereins-Ära

1997 gab sie ihren Parteistatus auf und ist seitdem ein Verein. 2004 erreichte sie bei der Kommunalwahl in Villingen-Schwenningen 6,2 % und somit 2 Sitze im dortigen Gemeinderat, im Kreistag des Schwarzwald-Baar-Kreises erreichte sie im selben Jahr einen Sitz.

[Bearbeiten] Aktionsformen

Im März 1993 setzten drei Parteimitglieder ein Kopfgeld von 5.000 Mark auf eine von Abschiebung bedrohte Roma-Frau aus, die versteckt in Köln lebte; dies führte zu Geldstrafen für die Verantwortlichen.[2]

[Bearbeiten] Quellen

  1. Erklärung der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns, 1997, Seite 2
  2. Schmalenber, Detlef. Hetzjagd gegen Roma-Frau. die tageszeitung 2. Februar 1994, S. 5.
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