Deutsche Schule Moskau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Deutsche Schule Moskau
Schulform Deutsche Auslandsschule
Ort Moskau
Stadt mit Subjektstatus Moskau
Staat Russland
Koordinaten 55° 39′ 51,8″ N, 37° 29′ 43,3″ O55.664437.49535Koordinaten: 55° 39′ 51,8″ N, 37° 29′ 43,3″ O
Träger Deutscher Schul- und Kindergartenverein Moskau (DSKGV)
Leitung Karin von Berg
Website www.deutscheschulemoskau.de

Die Deutsche Schule Moskau (russisch Немецкая школа в Москве) ist eine Deutsche Auslandsschule in Moskau. Sie trägt seit Mitte der 1990er Jahre[1] den Namen des deutsch-russischen Mediziners Friedrich Joseph Haass. Träger der Schule ist der Deutsche Schul- und Kindergartenverein Moskau. Die Schule umfasst die Grundschule sowie Sekundarstufe I und Sekundarstufe II. Die Schulleiterin ist Karin von Berg. Unterrichtet wird seit 2009 nach dem Lehrplan des Landes Thüringen, zuvor wurde nach dem Lehrplan Baden-Württembergs unterrichtet. Die Schule hat das Zertifikat Exzellente Deutsche Auslandsschule im Jahr 2010 erhalten.[2]

Neben der Schule gibt es einen deutschen Kindergarten. Die Schule besuchen über 500 Schüler.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfang des 18. Jahrhunderts wurde als erste deutsche Schule in Russland in Moskau durch den evangelischen Pastor Glück ein Gymnasium gegründet.[3] Im Laufe der folgenden zwei Jahrhunderte gab es sowohl evangelische als auch eine katholische deutsche Schule in Moskau.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges und mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland sowie der Deutschen Demokratischen Republik etablierten sich zwei deutsche Schulen in Moskau, die den jeweiligen Botschaften zugeordnet waren: Anfang der 1960er Jahren eine kleine Schule der BRD-Botschaft mit deutlich weniger als 100 Schülern, die sich zuletzt gegenüber der US-amerikanischen Botschaft befand, und eine große Schule der Botschaft der DDR mit Aula, Sportsaal und Sportplätzen sowie einem Kindergarten, die seit den 1970er Jahren im sogenannten Nemgorodok (Deutsches Städtchen)im Südwesten Moskaus am Prospekt Wernadskowo im gleichnamigen Wohngebiet gelegen war und auf die bis zu 550 Schülerinnen und Schüler gingen.

Mit dem Ende der DDR übernahm die Botschaft der BRD nicht nur die Wohn- und Verwaltungsgebäude im "Nemgorodok", sondern auch die Schule.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fridtjof Amling: Der Religions- und Ethikunterricht an der Deutschen Schule Moskau und die Jugendarbeit der Ev. Gemeindegruppe im deutschen Wohngebiet Vernadskogo 103
  2. Sophia Heyland: Gütesiegel für die Schule In: Moskauer Deutsche Zeitung online vom 14. April 2010
  3. Fridtjof Amling: Der Religions- und Ethikunterricht an der Deutschen Schule Moskau und die Jugendarbeit der Ev. Gemeindegruppe im deutschen Wohngebiet Vernadskogo 103
  4. Große Bereicherung In: Der Spiegel 05/1991, online vom 25. April 2014