Dhrontalsperre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dhrontalsperre
Dhrontalsperre
Dhrontalsperre
Zuflüsse: Kleine Dhron
Abflüsse: Kleine Dhron
Größere Städte in der Nähe: Heidenburg, Leiwen
Dhrontalsperre (Rheinland-Pfalz)
Dhrontalsperre
Koordinaten 49° 47′ 38″ N, 6° 54′ 0″ O49.7939388888896.9000666666667Koordinaten: 49° 47′ 38″ N, 6° 54′ 0″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1911–1913
Höhe über Talsohle: 16 m
Höhe über Gründungssohle: 22 m
Höhe der Bauwerkskrone: 216,16 m
Bauwerksvolumen: 9000 m³
Kronenlänge: 85 m
Kronenbreite: 4 m
Krümmungsradius: ca. 94 m
Kraftwerksleistung: 6,18 (oder 8,1) MW
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 214,15 m ü. NN
Speicherraum 0,53 Mio. m³
Gesamtstauraum: 0,71 Mio. m³ [1]
Einzugsgebiet 127,3 km²

Die Dhrontalsperre im Tal der Kleinen Dhron bei Heidenburg und Leiwen in Rheinland-Pfalz wurde 1911 bis 1913 zur Gewinnung elektrischen Stroms von den Stadtwerken Trier errichtet. Das Wasser wurde zur Mosel bei Leiwen geleitet und dort wurde in Turbinen Strom aus Wasserkraft erzeugt. 1954/1956 erfolgte eine Erweiterung zum Pumpspeicherwerk (Dhronkraftwerk Leiwen), das nachts Wasser hochpumpt und tagsüber Strom erzeugt. Die Pumpe wurde 1995 demontiert, seitdem wird ausschließlich der natürliche Zulauf der Kleinen Dhron als Triebwasser genutzt. Der Betreiber ist die RWE Power AG.

Absperrbauwerk[Bearbeiten]

Das Absperrbauwerk der Dhrontalsperre ist eine Gewichtsstaumauer aus Bruchstein mit gekrümmtem Grundriss. Sie ist eine Talsperre nach dem Intze-Prinzip und besitzt auch einen Intze-Keil. Die Staumauer ist von 2005 bis 2006 saniert worden und hat einen Dränagestollen (Kontrollgang) mit dazugehörigen Drainagen und eine Untergrundabdichtung (Dichtungsschleier) erhalten.

Hochwasserentlastung[Bearbeiten]

Für die Hochwasserentlastung ist die Mauerkrone überströmbar ausgebildet. Der Überfallrücken auf der Mauerkrone ist durch Zwischenpfeiler in zwölf Felder unterteilt. Hierbei sind die Überfallkanten der beiden äußeren Felder niedriger angeordnet als die übrigen acht mittleren Felder. Das überströmende Wasser wird über die an den Hängen angeordneten Kaskaden in das Tosbecken geleitet. Auf den Zwischenpfeilern ist eine etwa 5 m breite Brücke angeordnet.

Bilder[Bearbeiten]

Maschinenhaus mit Rohren am Moselufer
Maschinenhaus


Siehe auch[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Sanierung der Dhrontalsperre