Dichterarzt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Begriff Dichterarzt oder Schriftstellerarzt bezeichnet einen (belletristischen) Schriftsteller mit medizinischer Ausbildung.

Beispiele bekannter Schriftstellerärzte sind Anton Pawlowitsch Tschechow, William Somerset Maugham, António Lobo Antunes, Stanisław Lem oder João Guimarães Rosa. Bekannte deutschsprachige Dichterärzte sind bzw. waren unter anderem Paul Fleming, Friedrich Schiller, Arthur Schnitzler, Oskar Panizza, Gottfried Benn, Alfred Döblin und Uwe Tellkamp.

1965 wurde die „Union Mondiale des Écrivains Médecins“ (UMEM) als Weltorganisation der Schriftstellerärzte gegründet. Seit 1970 sind die deutschsprachigen Dichterärzte im „Bundesverband Deutscher Schriftsteller-Ärzte“ organisiert.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Theopold: Doktor und Poet dazu. Dichterärzte aus sechs Jahrhunderten, Kirchheim, Mainz 21987
  • Volker Klimpel: Schriftsteller-Ärzte. Biographisch-bibliographisches Lexikon von den Anfängen bis zur Gegenwart, Pressler, Hürtgenwald 1999
  • Volker Klimpel: Lexikon fremdsprachiger Schriftsteller-Ärzte, Lang, Frankfurt am Main u.a. 2006
  • Jürgen Schwalm (Hrsg.): Almanach deutschsprachiger Schriftstellerärzte, 24. Jahrgang, Marquardtstein, Manstedt 2001
  • Daniel Matthias Ketteler: Gottfried Benns Sozialisation als Dichterarzt im Spannungsfeld zeitgenössischer neurowissenschaftlicher und sinnesphysiologischer Diskurse, Shaker-Verlag, Aachen 2008
  • Theodor Nasemann: Deutschsprachige Dichterärzte. Ihr Wirken zwischen zwei Polen,Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1993
  • Theodor Nasemann: Deutsche Dichterärzte. Glanz und Elend einer Doppelbegabung, Steiner, Stuttgart 1992

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Silke Albrecht, Florian Steger: Bundesverband Deutscher SchriftstellerÄrzte: Freundschaft und Gedankenaustausch. In: Deutsches Ärzteblatt. 2011; 108(4): A-177 / B-139 / C-139.