Alfred Döblin

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Alfred Bruno Döblin (* 10. August 1878 in Stettin; † 26. Juni 1957 in Emmendingen) war ein deutscher Arzt und Schriftsteller. 1933 musste der Jude und Sozialist Alfred Döblin aus Deutschland flüchten, kehrte über die Schweiz, Frankreich, Portugal und die Vereinigten Staaten nach Ende des Zweiten Weltkrieges zurück, um Deutschland erneut 1952 resigniert zu verlassen. Sein zweitältester Sohn Wolfgang Döblin erschoss sich 1940 auf der Flucht vor deutschen Truppen in Housseras. 1941 konvertierte Döblin zum katholischen Glauben, bereits 1936 hatte er die französische Staatsbürgerschaft angenommen.

Sein episches Werk umfasst mehrere Romane, Novellen und Erzählungen, daneben verfasste er unter dem Pseudonym Linke Poot satirische Essays und Polemiken. Als führender Expressionist und Wegbereiter der literarischen Moderne in Deutschland integrierte Döblin früh das Hörspiel und Drehbuch in seinem Werk. Weiterhin setzte er als avantgardistischer Romantheoretiker mit seinen Schriften An Romanautoren und ihre Kritiker. Berliner Programm, Bemerkungen zum Roman und Der Bau des epischen Werks zahlreiche Impulse in der erzählenden Prosa frei.[1] Sein weitaus am stärksten rezipierter Roman ist Berlin Alexanderplatz.

Alfred Döblin, ca. 1930

Leben[Bearbeiten]

Gedenktafel an der Stelle von Alfred Döblins Geburtshaus in Stettin

Werdegang als Arzt und Schriftsteller[Bearbeiten]

Alfred Döblin stammte aus einer bürgerlichen jüdischen Familie. Sein Vater war der Schneidermeister und Konfektionsfabrikant Max Döblin, seine Mutter dessen Frau Sophie, geborene Freudenheim. Nachdem der Vater mit einer wesentlich jüngeren Frau nach Amerika ausgewandert war, zog seine Mutter 1888 mit Alfred nach Berlin, wo er 1900 das Abitur bestand. Schon früh begeisterte den jungen Döblin der technische Fortschritt, der sich im Großstadtleben ausdrückte. Nach seinem Studium und der Promotion zum Dr. med. bei Alfred Hoche arbeitete Döblin von 1905 bis 1930 als Nervenarzt in Regensburg, Freiburg im Breisgau und Berlin. 1910 begann seine Mitarbeit an Herwarth Waldens neu gegründeter expressionistischer Zeitschrift Der Sturm. Heinrich von Kleist, Friedrich Hölderlin und Friedrich Nietzsche waren seine literarischen und philosophischen Vorbilder in dieser Schaffensphase. Er gehörte zu den ersten Schriftstellern, die den Rundfunk (Hörfunk) als Medium nutzten.

Bildnis Alfred Döblins von Ernst Ludwig Kirchner, 1912

Im Jahre 1911 brach Döblin die Beziehung zu Frieda Kunke ab, aus dieser Verbindung stammt der außereheliche Sohn Bodo Kunke. 1912 heiratete Döblin die Medizinstudentin Erna Reiss; aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Im Ersten Weltkrieg diente Döblin als Militärarzt vor allem in einem Seuchenlazarett in Saargemünd.[2] Während des Krieges begann er an seinem Wallenstein-Roman zu schreiben. Im Bezirk Lichtenberg niedergelassen, wurde er Augenzeuge der Berliner Märzkämpfe, die später zum Thema seines umfangreichsten Romans November 1918 wurden. 1921 lernte er Charlotte Niclas, von Döblin Yolla genannt, kennen. Erna Döblin unterband die Beziehung kurz vor der Flucht in die Vereinigten Staaten.

In seiner Berliner Zeit schrieb Döblin zahlreiche Artikel (beispielsweise über Theaterstücke und Filme, aber auch über das Leben in den Straßen der Hauptstadt) unter anderem für das deutschsprachige Prager Tagblatt. In der 1890 gegründeten Zeitschrift Neue Rundschau veröffentlichte Döblin in den Jahren 1919–1921 unter dem Pseudonym Linke Poot zahlreiche Essays. Viele dieser Arbeiten zeichnen ein Bild des Berliner Alltags in den Jahren der Weimarer Republik. Einige der so entstandenen Skizzen gingen in den Roman Berlin Alexanderplatz ein. In seinen politischen Texten dieser Zeit trat er als linker Kritiker der mit Paul von Hindenburg zusammenarbeitenden SPD auf. Seine Romane erschienen im S. Fischer Verlag. Sein politisches Engagement führte dazu, dass er die Gruppe 1925 linksgerichteter Schriftsteller mitbegründete.

Jahre der Emigration[Bearbeiten]

Im Februar 1933 floh Döblin vor den Nationalsozialisten zuerst nach Zürich, dann nach Paris. 1936 nahm er die französische Staatsbürgerschaft an. Bei Kriegsausbruch 1939 trat er als Mitarbeiter in das französische Propagandaministerium ein und verfasste gemeinsam mit anderen deutschen Emigranten Flugblätter. Im Juni 1940 floh Döblin mit den übrigen Mitarbeitern des Ministeriums und seiner Frau nach Südfrankreich. Wenig später im Jahr ging er zunächst nach Lissabon und emigrierte schließlich in die USA nach Hollywood. Dort wurde er bei der MGM gemeinsam mit Alfred Polgar und Walter Mehring, die gleichzeitig ankamen, unter der Beaufsichtigung von George Froeschel ein Jahr auf Probe – bei einer Bezahlung von 100 Dollar pro Woche – angestellt. Auf Anfrage Froeschels lieferte Döblin sowohl zum mit dem Drehbuch-Oscar prämierten Film Mrs. Miniver (1942) als auch zum oscarnominierten Random Harvest (1942) Vorschläge für die Ausgestaltung von je einer Szene ab. Beide Male wurden die gelungenen Skripte ins Englische übersetzt und in die Drehbücher übernommen – Döblins Szenenentwürfe sind erhalten. Dennoch lief sein Probejahr bei MGM ohne weitere Beschäftigung aus.[3]

Wie viele andere Emigranten taten er und seine Familie sich in der fremden Umgebung schwer und fühlten sich kulturell isoliert. Auch mit der Rolle als Zuarbeiter Froeschels bei der MGM kam er nicht zurecht. Er fühlte sich degradiert und die literarische Rangordnung auf den Kopf gestellt.[4] Am 30. November 1941 trat Döblin mit seiner Familie in die Katholische Kirche ein, was in der Exilgemeinde vorwiegend auf Ablehnung stieß. Bertolt Brecht reagierte auf Döblins Konversion mit einem eigenen Gedicht. Es trägt den Titel Peinlicher Vorfall (1943).

Rückkehr nach Europa[Bearbeiten]

Döblin war einer der ersten Exilautoren, die nach Europa zurückkehrten. Am 15. Oktober 1945 erreichte er Paris, im November begann er seinen Dienst als Literaturinspekteur der französischen Militärverwaltung – im Rang eines Obersten – zunächst in Baden-Baden und später in Mainz. Dort gehörte er mit zu den Gründern einer Literaturklasse der Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Seine Aufgabe umfasste die Zensur von Manuskripten und die Vorbereitung einer literarischen Monatszeitschrift, die schließlich unter dem Namen Das goldene Tor erschien. Außerdem schrieb er für die Neue Zeitung und für den Südwestfunk. Des Weiteren sammelte sich eine Gruppe junger Schriftsteller um ihn.

Döblin-Denkmal im Park des Zentrums für Psychiatrie (damals Psychiatrisches Landeskrankenhaus) in Emmendingen

Schnell machte sich bei Döblin Enttäuschung über die politische Restauration der Nachkriegszeit bemerkbar, vor allem angesichts des Misserfolges seines Revolutionsromans November 1918. Auch Annäherungsversuche Johannes R. Bechers im Dienst der Akademie der Künste der DDR lehnte er wegen des „sozialistischen Dogmatismus'“ ab. Andererseits schrieb er Beiträge für DDR-Zeitschriften, und sein Hamlet-Roman konnte anfangs nur in der DDR erscheinen. 1953 ging Döblin wieder nach Frankreich, wo er bis 1956 blieb.

Wegen fortschreitender Parkinson-Krankheit musste er sich immer häufiger in Kliniken und Sanatorien, unter anderem in Höchenschwand und Buchenbach im Südschwarzwald sowie in Freiburg im Breisgau behandeln lassen. Während seines letzten Klinik-Aufenthaltes in Emmendingen starb er am 26. Juni 1957. Er wurde neben seinem Sohn Wolfgang auf dem Friedhof von Housseras in den Vogesen begraben. Seine Frau Erna nahm sich am 14. September 1957 in Paris das Leben und wurde neben ihrem Mann und ihrem Sohn beigesetzt.

Döblins zweiter Sohn Wolfgang (Vincent) war Mathematiker und hatte sich im Juni 1940 in Housseras als französischer Soldat vor der unmittelbar bevorstehenden Gefangennahme durch deutsche Truppen das Leben genommen.

Döblin und der Expressionismus[Bearbeiten]

Trotz seines Bekenntnisses zum Naturalismus von 1920 hat Döblin seine Wurzeln im Berliner Expressionismus. Um 1912 gehörte er zum Kreis der von Herwarth Walden alias Georg Levin 1911 gegründeten Zeitschrift Der Sturm und publizierte dort seine Gespräche mit Kalypso über die Liebe und die Musik. 1913 setzte er sich im Essay Futuristische Worttechnik kritisch mit dem italienischen Futurismus Marinettis auseinander und hielt diesem seinen „Döblinismus“ entgegen.[5] Eine ähnliche Absage formulierte Döblin unmittelbar nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in seinem in der Neuen Rundschau veröffentlichten Essay Von der Freiheit des Dichtermenschen gegenüber dem Expressionismus. Er unterscheide sich von den sogenannten „Märtyrern der Bewegung“, die von dieser aufgebraucht würden und nachher „krüppelhaft“ und „invalide“ zurückblieben, wie es mit bösartiger Anspielung auf das Schicksal des expressionistischen Lyrikers Hans Davidsohn heißt, besser bekannt unter dem anagrammatisch entstandenen Pseudonym Jakob van Hoddis. Sein Begriff des „Kinostils“ und die Kritik am klassischen Erzählen lässt sich aber dennoch auf die expressionistische Theorie der Montage zurückführen. Im Roman ginge es um „schichten, häufen, wälzen, schieben“, um „Gedrängtheit und Präzision“: „man erzählt nicht, sondern baut“ , wie es im Berliner Programm heißt. Die Montage spielte nämlich schon im Berliner Expressionismus eine wichtige Rolle. „Ich schneide die Zeit aus“, so war während des Ersten Weltkriegs eine Rubrik in der expressionistischen Zeitschrift Die Aktion überschrieben. Ihr Herausgeber, Franz Pfemfert, verzichtete wegen der Zensur auf eigene Meinungsäußerung und druckte stattdessen in satirischer Absicht auszugsweise Leitartikel, Reportagen und Glossen der einschlägigen Presse nach, in denen sich der Chauvinismus der Zeit austobte und gedanklich selbst entlarvte. Dieses Verfahren erinnert stark an das dokumentarische Credo, welches später auch Karl Kraus in Die letzten Tage der Menschheit und dann Döblin in Berlin Alexanderplatz verfolgte.

Döblins Roman Berlin Alexanderplatz[Bearbeiten]

Am bekanntesten wurde Döblins Roman Berlin Alexanderplatz von 1929, der als erster und bedeutendster deutscher Großstadtroman in die Literaturgeschichte einging und einen Meilenstein in der Geschichte des modernen Romans darstellt. Zu den dabei verwendeten Techniken der Montage und der Simultanität wurde Döblin durch die in Italien um 1910 entstandene Kunstrichtung des Futurismus um den Schriftsteller Filippo Tommaso Marinetti und die Maler Umberto Boccioni, Luigi Russolo und Carlo Carrà angeregt. Er wandte sie als Mitarbeiter der Zeitschrift Der Sturm sowie in seinen Erzählungen im Band Die Ermordung einer Butterblume (1913) an und perfektionierte sie in Berlin Alexanderplatz. Mal ist es das Kinderlied „Mit den Händchen klapp, klapp, klapp...“, mal das NS-Hetzlied gegen die Judenrepublik („Blut muss fließen, knüppelhageldick!“, eine antisemitische Abwandlung des Heckerlieds), mal das Trinklied „Meide den Kummer, meide den Schmerz, dann ist das Leben ein Scherz“, mal das leitmotivische Ein schönes Mayenlied von 1637 („Es ist ein Schnitter, der heißt Tod...“), mal sind es Schlagerzitate wie „Schwör mir keine Treue“ aus der Operette Eine Frau von Format. Franz Straßmanns „Wer hat den Käse zum Bahnhof gerollt?“ oder Marlene Dietrichs „Wenn du einmal eine Braut hast“, mal sind es Soldatenlieder wie „O welche Lust, Soldat zu sein“ oder „Wenn die Soldaten“. Alle diese Zitate erscheinen im Roman zum Teil wie die Bewusstseinsströme des Helden Franz Biberkopf, die seinen freien Willen stetig zu übersteigen, zu überfordern scheinen. Ähnlich tönt an vielen Stellen das „Rumm, rumm“ der Dampframmen am Alex, die Hämmer im Schlachthof oder der Wind in den Bäumen, unter denen Mieze erschlagen wird. Das Grundprinzip des Alexanderromans liegt also in dessen grotesk-sarkastischer Sprachgewalt, die sich immer wieder und immer stärker gegen den Helden wendet.[6]

Berlin Alexanderplatz wurde mehrfach verfilmt, zuerst 1931 von Piel Jutzi mit Heinrich George in der Rolle des Franz Biberkopf, 1980 von Rainer Werner Fassbinder als Mehrteiler für das Fernsehen, mit Günter Lamprecht als Franz Biberkopf.

Döblin als politischer Schriftsteller[Bearbeiten]

Döblin charakterisierte seine eigene politische Einstellung als Sozialist 1928:[7]

„Manchmal scheint es, er steht bestimmt links, sogar sehr links, etwa links hoch zwei, dann wieder spricht er Sätze, die entweder unbedacht sind, was bei einem Mann seines Alters durchaus unzulässig ist, oder tut so, als stünde er über den Parteien, lächle in poetischer Arroganz.“

Der deutsche Maskenball, gesammelte Glossen und Satiren die unter dem Pseudonym Linke Poot 1922 erschienen, kritisierten die politischen Verhältnisse der Weimarer Republik. "Die Republik war von einem weisen Mann aus dem Auslande ins Heilige Römische Reich gebracht; was man mit ihr machen sollte, hatte er nicht gesagt: es war eine Republik ohne Gebrauchsanweisung." Nach 1945 forderte Döblin eine uneingeschränkte Bejahung zur Demokratie. Die 1946 veröffentlichte Schrift Der Nürnberger Lehrprozeß, eine Reaktion auf die Nürnberger Prozesse, enthält scharfe Beobachtungen über die historische Dimension der Gerichtsverhandlungen: "Man kann es nicht oft genug und nicht freudig genug wiederholen: Es geht bei dem Prozess in Nürnberg um die Wiederherstellung der Menschheit". Neben der Aufklärung verfolgte Döblin eine Katharsis der Deutschen:[8] "Sie haben uns unterworfen und uns zu üblen Dingen getrieben, dass die Schande noch lange über uns liegen wird. Wir wissen es. Wir leugnen es nicht. [...] Wir büßen. Wir müssen noch mehr büßen. Treten wir endlich auf unseren Platz. Stellen wir Männer heraus, die der Welt verkünden, daß Moral und Vernunft bei uns so gut wie bei anderen Völkern aufgehoben seien."

Döblin und der Antisemitismus[Bearbeiten]

Döblins Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus und dem eigenen Judentum intensivierte sich nach dem Pogrom im Scheunenviertel (Berlin) von 1923. Sehr schnell erkannte er hinter diesen Ausschreitungen die Renaissance der längst überwunden geglaubten Exilproblematik: Schon im März 1924 zog er im Vortrag Zionismus und westliche Kultur die zionistische Antwort auf die „Judenfrage“ in Erwägung und ergänzte diese durch sein „Ideal einer jüdischen Ostrepublik“[9] in den Territorien Galiziens und Polens. Bereits vier Jahre zuvor hatte er sich unter dem Pseudonym Linke Poot zu den Gefahren des Antisemitismus geäußert. In einer der Glossen für Samuel Fischers Neue Rundschau, die 1921 als Sammlung unter dem Titel Der deutsche Maskenball erschien, stellte er den Antisemitismus als Form einer „kulturhistorischen Dämonopathie“ mit Gespensterfurcht und Hexenglauben auf eine Stufe und begründete dessen Aktualität mit der „semitischen Überlegenheit in Ökonomie und Intellekt“.[10] Diese angebliche Überlegenheit sei jedoch nur ein „Druck- und Verdrängungssymptom“ und werde mit der Aufhebung des Drucks auf die Juden von selbst verschwinden. Aufkommenden Rassentheorien erteilte er daher eine klare Absage, natürliche und soziale Umweltbedingungen seien weit prägender als „das sogenannte Blut“. Der sozialistischen Utopie einer politischen Mobilisierung der linken Arbeiterschaft, welcher große Teile der Autoren um die Weltbühne anhingen, stand er hingegen skeptisch gegenüber. Trotz einer gewissen Nähe zu Autoren wie Kurt Tucholsky und Siegfried Jacobsohn, die 1921 in seinen mit dem Pseudonym Linke Poot unterschriebenen Essays Der deutsche Maskenball erkennbar ist, war ihm deren politischer Aktivismus gerade angesichts der Novemberpogrome von 1923 eher fremd. Seine Konversion zum Katholizismus, die zurückgeht auf ein Erweckungserlebnis im Dom von Mende während seiner Flucht 1940 durch Frankreich,[11] lässt sich mit derjenigen von Karl Kraus vergleichen, da sie in beiden Fällen als Absage an die assimilierten „Dreitagejuden“ Wiens oder Berlins zu verstehen war. Diese im religiösen Sinne dekadente Gemeinschaft konnte dem ethischen Absolutismus von Karl Kraus wohl ebenso wenig genügen wie der zunehmend religiös motivierten Sinnsuche Döblins, die ihn schließlich im November 1941 zum Katholizismus übertreten ließ. Zwar war Döblin von der staatlich unterdrückten Religiosität des orthodoxen Ostjudentums fasziniert.[12] Allerdings hat er die Frage: „Könnte ich, könnte jemand sonst zurück auf diese Stufe?“[13] letztlich mit „Nein“ beantwortet.[14]

Wirkung[Bearbeiten]

Trotz der Popularität von Berlin, Alexanderplatz wird Döblin wenig rezipiert, er wird gar als vergessener Autor bezeichnet.[15] Obwohl Berlin, Alexanderplatz zum Kanon der Schullektüre gehört, erschien erst 2007 eine Döblin-Biografie. Ein Grund für diesen Umstand liegt vielleicht im „Skandal“ seiner Konversion, der zumindest zum Zeitpunkt seines Publikwerdens in der religionskritisch geprägten Literaturszene[16] zu einer gewissen Diskreditierung seiner Person führte. Wesentlicher ist sicherlich seine erneute Emigration, da er sich nicht in den Literaturbetrieb, weder der Bundesrepublik noch der DDR, integrieren konnte.

Bereits zu Lebzeiten musste Döblin sich damit abfinden, dass ihm der große Erfolg verwehrt blieb. So erhielt er zum Beispiel nie den Literaturnobelpreis, obwohl er mehrmals dafür vorgeschlagen wurde. Döblin kommentierte diesen Umstand mit den Worten „So viel wie die langweilige Limonade Hermann Hesse bin ich schon lange.“[17] (Hesse hatte 1946 den Nobelpreis für Literatur erhalten).

Der Einfluss Döblins auf die deutsche Literatur nach 1945 ist nahezu beispiellos.[18] W. G. Sebald promovierte mit der Arbeit Der Mythus der Zerstörung im Werk Döblins, Günter Grass, Wolfgang Koeppen, Arno Schmidt und Peter Rühmkorf erhielten wichtige Anregungen für ihre Literaturerneuerung im Nachkriegsdeutschland durch die Lektüre Döblins. „Döblin lag nicht richtig. Er kam nicht an. Der progressiven Linken war er zu katholisch, den Katholiken zu anarchisch, den Moralisten versagte er handfeste Thesen, fürs Nachtprogramm zu unelegant, war er dem Schulfunk zu vulgär; weder der ‚Wallenstein‘ noch der ‚Giganten‘-Roman ließen sich konsumieren; und der Emigrant Döblin wagte 1945 in ein Deutschland heimzukehren, das sich bald darauf dem Konsum verschrieb. Soweit die Marktlage: der Wert Döblin wurde und wird nicht notiert.“ (Günter Grass: Mein Lehrer Döblin 1968, zit. n. Walter Killy (Hrsg.): Literatur-Lexikon. 1989. Band 3, S. 79)

Werke[Bearbeiten]

  • 1905 – Dissertation: Gedächtnisstörungen bei der Korsakoffschen Psychose. Tropen Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-932170-86-5.
  • 1911 – Der Ritter Blaubart. Erzählung.
  • 1913 – Die Ermordung einer Butterblume und andere Erzählungen. Erzählungen.
  • 1915 – Die drei Sprünge des Wang-lun. Roman.
  • 1917 – Die Lobensteiner reisen nach Böhmen. Erzählungen.
  • 1918 – Wadzeks Kampf mit der Dampfturbine. Roman.
  • 1914–1918 – Alfred Döblin – Meine Adresse ist: Saargemünd, Spurensuche in einer Grenzregion. Zusammengetragen und kommentiert von Ralph Schock, Goldensstein Verlag, Merzig 2010, ISBN 978-3-938823-55-2.
  • 1920 – Wallenstein. expressionistischer historischer Roman.
  • 1924 – Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord. Erzählung.
  • 1924 – Berge, Meere und Giganten. Roman (1932 gekürzt u. d. T.: Giganten).
  • 1925 – Reise in Polen. Bericht.
  • 1927 – Manas. Versepos (Ausarbeitung eines Motivs aus der altindischen Mythologie, insbesondere der Geschichte von Savitri und Satyavan).
  • 1927 – Der Feldzeugmeister Cratz. Der Kaplan. Erzählungen Weltgeist, Berlin 1927 (die 1. Erz. wieder in: Neue deutsche Erzähler Bd. 1 (Max Brod u. a.) Paul Franke, Berlin o. J. (1930)).
  • 1929 – Berlin Alexanderplatz. Roman.
  • 1930 – Das Wasser. Kantate. Musik: Ernst Toch. UA 18. Juni 1930 Berlin.
  • 1933 – Unser Dasein. „Zwischentexte“.
  • 1934 – Babylonische Wanderung. Roman.
  • 1935 – Pardon wird nicht gegeben. Roman.
  • 1939 – Bürger und Soldaten 1918. Roman (später umgearbeitet zu Bd. 1 von November 1918).
  • 1946 – Der unsterbliche Mensch, Ein Religionsgespräch.
  • 1949/1950 – November 1918. Eine deutsche Revolution. Roman in vier Bänden.
  • 1956 – Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende. Roman.

Werkausgabe[Bearbeiten]

Ausgewählte Werke in Einzelbänden / Begründet von Walter Muschg. In Verbindung mit den Söhnen des Dichters hrsg. von Anthony W. Riley und Christina Althen, Olten u. a. : Walter, 1960–2007

  1. Jagende Rosse, Der schwarze Vorhang und andere frühe Erzählwerke. 1981, ISBN 3-530-16678-2.
  2. Die drei Sprünge des Wang-Lun. chinesischer Roman/hrsg. von Gabriele Sander und Andreas Solbach. 2007, ISBN 978-3-530-16717-7.
  3. Wadzeks Kampf mit der Dampfturbine. Roman. 1982, ISBN 3-530-16681-2.
  4. Wallenstein : Roman/[Hrsg. dieses Bandes: Erwin Kobel]. 2001, ISBN 3-530-16714-2.
  5. Berge, Meere und Giganten : Roman/hrsg. von Gabriele Sander. 2006, ISBN 3-530-16718-5.
  6. Berlin Alexanderplatz: die Geschichte vom Franz Biberkopf/(Hrsg. dieses Bandes: Werner Stauffacher), 1996, ISBN 3-530-16711-8.
  7. Babylonische Wanderung oder Hochmut kommt vor dem Fall : Roman, 1962, ISBN 3-530-16613-8.
  8. Pardon wird nicht gegeben : Roman, 1960, ISBN 3-530-16604-9.
  9. Amazonas, 1. Das Land ohne Tod/(Hrsg. des Bandes: Werner Stauffacher), 1988, ISBN 3-530-16620-0 (Gesamt-ISBN für Bd. 1–3).
  10. Amazonas, 2. Der blaue Tiger/(Hrsg. des Bandes: Werner Stauffacher), 1988.
  11. Amazonas, 3. Der neue Urwald/(Hrsg. des Bandes: Werner Stauffacher), 1988.
  12. November 1918: eine deutsche Revolution; Erzählwerk in drei Teilen/(Hrsg. Werner Stauffacher).
    • 1. Bürger und Soldaten 1918: mit einer Einführung zum Erzählwerk, 1991, ISBN 3-530-16700-2. (Gesamt-ISBN für Bd. 1–3).
  13. November 1918: eine deutsche Revolution; Erzählwerk in drei Teilen/(Hrsg. Werner Stauffacher).
    • 2.1 Verratenes Volk: nach dem Text der Erstausgabe (1949); mit einem „Vorspiel“ aus „Bürger und Soldaten 1918“, 1991.
  14. November 1918: eine deutsche Revolution; Erzählwerk in drei Teilen/(Hrsg. Werner Stauffacher).
    • 2.2 Heimkehr der Fronttruppen : nach dem Text der Erstausgabe (1949), 1991.
  15. November 1918: eine deutsche Revolution; Erzählwerk in drei Teilen/(Hrsg. Werner Stauffacher).
    • 3. Karl und Rosa: nach dem Text der Erstausgabe (1950), 1991.
  16. Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende : Roman, 1966, ISBN 3-530-16631-6.
  17. Manas: epische Dichtung, 1961, ISBN 3-530-16610-3.
  18. Der Oberst und der Dichter oder das menschliche Herz. Die Pilgerin Aetheria, 1978, ISBN 3-530-16660-X.
  19. Die Ermordung einer Butterblume : sämtliche Erzählungen/hrsg. von Christina Althen, 2001, ISBN 3-530-16716-9.
  20. Drama, Hörspiel, Film, 1983, ISBN 3-530-16684-7.
  21. Schriften zu Ästhetik, Poetik und Literatur/(Hrsg. dieses Bandes: Erich Kleinschmidt), 1989, ISBN 3-530-16697-9.
  22. Schriften zu Leben und Werk/[Hrsg. dieses Bandes: Erich Kleinschmidt], 1986, ISBN 3-530-16695-2.
  23. Schriften zur Politik und Gesellschaft, 1972, ISBN 3-530-16640-5.
  24. Schriften zu jüdischen Fragen (Hrsg. dieses Bandes: Hans Otto Horch …), 1995, ISBN 3-530-16709-6.
  25. Kleine Schriften, 1. 1902–1921, 1985, ISBN 3-530-16687-1.
  26. Kleine Schriften, 2. 1922–1924, 1990, ISBN 3-530-16689-8.
  27. Kleine Schriften, 3. 1925–1933, 1999, ISBN 3-530-16691-X.
  28. Kleine Schriften, 4. 1933–1953/hrsg. von Anthony W. Riley …, 2005, ISBN 3-530-16692-8.
  29. Der deutsche Maskenball/von Linke Poot. Wissen und Verändern!, 1972, ISBN 3-530-16643-X.
  30. Unser Dasein, 1964, ISBN 3-530-16625-1.
  31. Kritik der Zeit : Rundfunkbeiträge 1946–1952 ; im Anhang: Beiträge 1928–1931, 1992, ISBN 3-530-16708-8.
  32. Der unsterbliche Mensch: ein Religionsgespräch. Der Kampf mit dem Engel: Religionsgespräch (ein Gang durch die Bibel), 1980, ISBN 3-530-16669-3.
  33. Reise in Polen, 1968, ISBN 3-530-16634-0.
  34. Schicksalsreise: Bericht und Bekenntnis, 1993, ISBN 3-530-16651-0.
  35. Briefe 1, 1970, ISBN 3-530-16637-5.
  36. Briefe 2/[Hrsg. dieses Bandes: Helmut F. Pfanner], 2001, ISBN 3-530-16715-0.

Darüber hinaus sind folgende Bände erschienen, die durch die oben stehenden ersetzt worden sind:

  1. Die drei Sprünge des Wang-Lun, 1960. Ersetzt durch Bd. 2.
  2. Berlin Alexanderplatz, 1961. Ersetzt durch Bd. 6.
  3. Die Ermordung einer Butterblume, 1962. Ersetzt durch Bd. 19.
  4. Amazonas, 1963 Ersetzt durch Bd. 9–11.
  5. Aufsätze zur Literatur, 1963. Ersetzt durch Bd. 21, 22, 26–28, 35, 36.
  6. Wallenstein, 1965. Ersetzt durch Bd. 4.
  7. Berge, Meere und Giganten, 1978. Ersetzt durch Bd. 5.
  8. Erzählungen aus fünf Jahrzehnten, 1979. Ersetzt durch Bd. 19.
  9. Autobiographische Schriften und letzte Aufzeichnungen, 1980. Ersetzt durch Bd. 22 und 34.

Folgende Bände waren noch geplant, sind aber durch den Verlagswechsel zu S. Fischer 2008 nicht mehr in der Ausgabe erschienen:

  1. Das Ich über der Natur. Unsere Sorge.
  2. Zensurgutachten nach dem 2. Weltkrieg.
Berliner Gedenktafel am Haus Kaiserdamm 28 in Berlin-Charlottenburg

Ehrungen[Bearbeiten]

1915 Verleihung des Fontane-Preises
1954 Literaturpreis der Mainzer Akademie der Wissenschaft und Literatur

An seinem Wohnhaus in Berlin-Charlottenburg wurde vom Senat von Berlin eine Berliner Gedenktafel angebracht.

In der DDR hatte der Bildhauer Siegfried Wehrmeister eine Bronzebüste geschaffen, die 1992 in der Karl-Marx-Allee vor dem Kino Kosmos aufgestellt worden war. Im Jahr 2010 berichtete eine Tageszeitung, dass diese Büste abgesägt wurde und nun spurlos verschwunden ist.[19] Am 27. Juli 2011 wurde ein Neuguss im Foyer der Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee 14 A aufgestellt.

Gut einen Monat nach seinem 100. Geburtstag erhielt am 11. September 1978 das von der Luckauer, Dresdener und Sebastianstraße gebildete Straßendreieck seinen Namen.

Literatur[Bearbeiten]

Monografien[Bearbeiten]

Aufsätze[Bearbeiten]

  • Christian Hörburger: Rotstift und Wiedergutmachung – Die lange Geschichte eines Hörspiels: Alfred Döblins "Franz Biberkopf". Funk-Korrespondenz, 54. Jahrgang, Nr. 26/2007 (Online-Version).
  • Heinrich Eduard Jacob: Alfred Döblin. Essay in Das Schönste. Nr. 4, VII. Jg, München, April 1961, S. 61–65.[22]
  • Robert McFarland: Elective Divinities. Exile and Religious Conversion in Alfred Döblin’s "Schicksalsreise," Karl Jakob Hirsch’s "Heimkehr zu Gott" and Karl Stern’s "The Pillar of Fire". In: Christianity and Literature. 57, H. 1, 2007, S. 35–61.
  • Dirk Kemper: Nullpunkt, Traditionswahl und Religion. Alfred Döblin und Hans Egon Holthusen zu deutschen Literatur nach 1945. In: Mitteilungen aus dem Brenner-Archiv. 29, 2010, S. 113–126.
  • Gabriel Richter: Dr. med. Alfred Döblin – Arzt, Schriftsteller, Patient und das Psychiatrische Landeskrankenhaus Emmendingen 1957. In: Volker Watzka (Hrsg.): Jahrbuch des Landkreises Emmendingen für Kultur und Geschichte 15/2001. Landkreis Emmendingen, 2000, ISBN 3-926556-16-1, S. 39–86.
  • Klaus Schlagmann: Alfred Döblin. In: Ödipus – komplex betrachtet. Männliche Unterdrückung und ihre Vergeltung durch weibliche Intrige als zentraler Menschheitskonflikt. Verlag Der Stammbaum und die 7 Zweige, Saarbrücken 2005, ISBN 3-9805272-3-9, S. 383–418.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Helmuth Kiesel: Geschichte der literarischen Moderne. Sprache, Ästhetik, Dichtung im Zwanzigsten Jahrhundert. C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-51145-7. (online auf books.google.de)
  2. Christoph Schreiner: Schicksalsregion Lothringen. Saarbrücker Zeitung, 12. November 2009.
  3. Helmut G. Asper: Etwas besseres als den Tod – Filmexil in Hollywood. Schüren Verlag, Marburg 2002, S. 430–433.
  4. Asper, S. 437.
  5. Sabina Becker: Zwischen Frühexpressionismus, Berliner Futurismus, „Döblinismus“ und „neuem Naturalismus“: Alfred Döblin und die expressionistische Bewegung. In: Walter Fähnders (Hrsg.): Expressionistische Prosa. Bielefeld 2001, S. 21–44.
  6. Burkhard Meyer-Sickendiek: Was ist literarischer Sarkasmus? Ein Beitrag zur deutsch-jüdischen Moderne. Fink Verlag, Paderborn/München 2009, S. 413–483.
  7. Alfred Döblin: Döblin über Döblin. Der Nervenazt Döblin über den Dichter Döblin. In: Walter Muschg in Verbindung mit den Söhnen des Dichters (Hrsg.): Aufsätze zur Literatur. Ausgewählte Werke in Einzelbänden. Band 8, Walter Verlag, Breisgau 1963.
  8. Anette Weinke: Die Nürnberger Prozesse. Verlag C. H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-53604-2, S. 44–45.
  9. Döblin: Zionismus und westliche Kultur. In: Ders.: Schriften zu jüdischen Fragen. Solothurn und Düsseldorf 1995, S. 267.
  10. Alfred Döblin: Der deutsche Maskenball von Linke Poot. In: Ders.: Wissen und Verändern. Olten und Freiburg im Breisgau 1972, S. 74–84.
  11. Vgl. dazu: Ursula Homann: Hiobs Kinder. Wie sich Alfred Döblin für das Christentum entschied auf www.literaturkritik.de
  12. Vgl.: Alfred Döblin: Reise in Polen. Olten/ Freiburg im Breisgau 1968, S. 96f. u. 166.
  13. Alfred Döblin: Reise in Polen. 1968, S. 258.
  14. Hans-Peter Bayerdörfer: ’Ghettokunst’. Meinetwegen, aber hundertprozentig echt: Alfred Döblins Begegnung mit dem Ostjudentum. In: Gunter E. Grimm, Hans-Peter Bayerdörfer (Hrsg.): Im Zeichen Hiobs. Jüdische Schriftsteller und deutsche Literatur im 20. Jahrhundert. Königstein/Ts. 1985, S. 161–177.
  15. Oliver Bernhardt: Alfred Döblin. Deutscher Taschenbuchverlag, München 2007, S. 167ff.
  16. Eine Ausnahme ist hier der linkskatholische Nobelpreisträger François Mauriac, der in seiner Wirkung jedoch schwerpunktmäßig auf Frankreich beschränkt ist.
  17. Oliver Bernhardt: Alfred Döblin. Deutscher Taschenbuchverlag, München 2007, S. 158.
  18. Der Literaturkritiker Marcel Reich Ranicki konstatierte: Der stilprägende Einfluß, den Döblin auf die Erzählweise deutscher Romanciers nach 1945 ausgeübt hat, läßt sich nur mit dem Kafkas vergleichen.
  19. Alfred Döblin in Bronze ist verschwunden. In: Berliner Zeitung. Juli 2010.
  20. Michael Fischer: Die Metamorphosen eines schillernden Schriftstellers. In: tagesanzeiger.ch, IPAD. 13. Dezember 2011
  21. Katrin Hillgruber: Der Tatsachenphantast. In: badische-zeitung.de, Nachrichten, Literatur. 24. Dezember 2011
  22. Dieser Essay erschien erneut unter dem Titel Stationen dazwischen. mit einem Epilog von Alfred Döblin und sechs Zeichnungen von Dieter Goltzsche als bibliophile Ausgabe (999 Stück) in der Katzengraben-Presse, Berlin-Köpenick 1993, ISBN 3-910178-09-7 (formal falsche ISBN).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alfred Döblin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien