Die Kartause von Parma

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Die Kartause von Parma (Begriffsklärung) aufgeführt.

Die Kartause von Parma ist ein Roman des französischen Schriftstellers Stendhal aus dem Jahr 1839.

Inhalt[Bearbeiten]

Der Roman beginnt im Mailand des Jahres 1796, nachdem Napoleon die Stadt erobert hatte. Während der Marchese del Dongo und sein älterer Sohn Ascanio als Nationalisten und Reaktionäre die Revolutionstruppen verabscheuen und sich aufs Land zurückziehen, begrüßt der jüngere Sohn Fabrizio die französische Armee als Befreier der Italiener von politischer Rückständigkeit. Fabrizios Mutter und seine Tante, die Contessa Pietranera, die heimlich in ihn verliebt ist, sympathisieren mit ihm und seinen Ansichten, ohne sich aber offen gegen den Marchese zu stellen.

Schließlich meldet sich Fabrizio als Freiwilliger in die Armee von Napoleon und kämpft in der Schlacht bei Waterloo. Allerdings werden seine Hoffnungen auf Ruhm enttäuscht. Fabrizio wird von seiner Tante an den Hof von Parma gerufen und beginnt mit der Unterstützung des Fürsten von Parma eine Karriere innerhalb der Kirche. Allerdings hat er auch einflussreiche Feinde am Hofe. Als er ein Verhältnis mit einer kleinen Schauspielerin anfängt, wird er von deren eifersüchtigem Liebhaber in eine Schlägerei verwickelt und tötet den Angreifer. Seine Gegner am Hofe klagen ihn des Mordes an und erreichen einen Prozess gegen ihn, in dessen Folge er zu zwölf Jahren Haft verurteilt wird. Er wird gefangen genommen und in einer Zitadelle in Parma inhaftiert.

Hier verliebt er sich in Clelia, die Tochter des Gefängnisgouverneurs, die ihm hilft zu entkommen. Bald darauf heiratet Clelia einen Marchese, und Fabrizio kehrt mithilfe seiner Tante nach Parma zurück, wird in seine alten Ämter und Würden wiedereingesetzt und steigt schließlich zum Erzbischof auf. Clelia bekommt ein Kind, das sie als eheliches ausgibt, von Fabrizio, mit dem sie sich heimlich trifft. Drei Jahre leben sie so insgeheim zusammen, dann stirbt das Kind und bald darauf auch Clelia. Fabrizio gibt daraufhin alle seine Ämter auf und zieht sich in eine Kartause zurück. Nach kaum einem Jahr stirbt auch er.

Verfilmungen[Bearbeiten]

Der Roman wurde 1948 unter dem gleichen Titel von Christian-Jaque und 1982 als gleichnamige Fernsehserie verfilmt.

Übersetzungen ins Deutsche[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]