Dieter Kurrat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche



Dieter Kurrat
Spielerinformationen
Geburtstag 15. Mai 1942
Geburtsort DortmundDeutschland
Größe 1,62 m
Position Mittelfeldspieler
Vereine in der Jugend

1956–1960
FC Merkur 07 Dortmund
Borussia Dortmund
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1960–1974
1974–1976
Borussia Dortmund
SV Holzwickede
312 (17)
Nationalmannschaft
1960
1965
Deutschland U-18
Deutschland U-23
6 (0)
1 (0)
Stationen als Trainer
1974
1973
1973–1976
1976–1978
1982–1984
Borussia Dortmund (Interimstrainer)
SV Holzwickede (Co-Trainer)
SV Holzwickede (Spielertrainer)
SV Holzwickede
SV Holzwickede
SV Holzwickede
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Dieter „Hoppy“ Kurrat (* 15. Mai 1942 in Dortmund) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Leben[Bearbeiten]

Kurrat ist gebürtiger Dortmunder; sein Vater hatte in der Nordstadt in der Nähe des Borsigplatzes eine kleine Spedition. Vor seiner Profikarriere lernte Kurrat den Beruf des Drahtziehers bei der Hoesch AG. Während der ersten Jahre seiner Fußballerkarriere arbeitete er bei der Dortmunder Hansa-Brauerei.[1]

Karriere[Bearbeiten]

Im Alter von 15 Jahren wurde sein Talent vom damaligen Trainer des BVB, Max Merkel, entdeckt und er ging vom Dortmunder Club FC Merkur zu Borussia Dortmund. Er wechselte mit 18 Jahren zu den Profis des BVB, nachdem seine Mutter den Profivertrag unterschrieben hatte.[2] Kurrat spielte von 1956 bis 1974 durchgehend bei Borussia Dortmund und wurde im Mittelfeld und in der Abwehr eingesetzt. Er spielte 612-mal für die Borussia, davon 247 Erstligaspiele und erzielte dort neun Tore. In der deutschen Fußballnationalmannschaft kam er am 25. Juni 1965 auf einen Einsatz in der U-23 Juniorenauswahl des DFB. Er wurde auch sechsmal in der DFB-Jugendauswahl eingesetzt.

Populär war er in Dortmund sowohl wegen seines großen Kämpferherzens als auch wegen seiner geringen Körpergröße: Mit 1,62 m war er einer der kleinsten Bundesligaspieler. Bundestrainer Helmut Schön soll über ihn gesagt haben, wenn er einen Kopf größer wäre, hätte er einen Stammplatz in der Nationalelf erreichen können.

Bei allen großen Erfolgen des BVB von 1960 bis 1966 war Kurrat als Stammspieler dabei. 1963 schoss er im Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen den 1. FC Köln das 1:0. Zwischen 1971 und 1974 war Kurrat auch der Mannschaftskapitän. Gut dotierte Profiverträge bei Hertha BSC und Atalanta Bergamo lehnte Kurrat aus Vereinstreue ab.[2]

Als die Borussia 1972 abstieg, war „Hoppy“ der letzte für Borussia aktive Europapokalsieger. 1974 übernahm er auch kurzfristig die Borussia als Trainer und wechselte nach der Saison als Spielertrainer zum SV Holzwickede, mit dem er 1976 deutscher Amateurmeister wurde.[3] Er trainierte Holzwickede zwischen März 1973 und Juni 1978 und noch einmal zwischen November 1982 und März 1984.

Kurrat bekam als erster BVB-Aktiver ein Abschiedsspiel im Westfalenstadion. Im Juli 1974 trat der BVB gegen eine Auswahl von Bundesligaspielern an. Noch heute behaupten Kurrat und Kenner der Szene, dass diese Veranstaltung mindestens 20.000 Zuschauer verfolgten. In der Abrechnung steht für Kurrat aber zu lesen, dass nur 12.000 Besucher das Spiel besuchen. Deshalb erhielt Kurrat nur relativ enttäuschende 40.000 Mark, obwohl er nur wenige Monate zuvor wegen der verheerenden Lage des Vereins auf 25.000 Mark Treueprämie verzichtet hatte.[4]

Nach der Karriere[Bearbeiten]

Bis zum Jahr 2012 betrieb Hoppy Kurrat eine Gaststätte („Hoppys Treff“) in Holzwickede. Ferner gehört er dem Ältestenrat von Borussia Dortmund an.

Privates[Bearbeiten]

„Hoppy“ Kurrat ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein jüngerer Bruder Hans-Jürgen war ebenfalls als Fußballer für die Borussia aktiv und absolvierte 1963/64 ein Bundesligaspiel und eines im Europapokal der Landesmeister.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hinweis in: RevierSport 37/2011, S. 32
  2. a b Aussage in: RevierSport 51/2013, S. 46 f.
  3. http://sv-holzwickede.de/index.php?option=com_content&view=article&id=454&Itemid=3
  4. Verlinktes pdf-Dokument in der Spielerdatenbank bei schwatzgelb.de abgerufen am 26. September 2012