Dirk Rupnow

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Dirk Rupnow (* 1972 in Berlin) ist ein deutscher Historiker. Er forscht und lehrt seit 2009 als habilitierter Assistenzprofessor, seit 2013 als assoziierter Professor an der Universität Innsbruck und leitet seit 2010 das dortige Institut für Zeitgeschichte.

Leben[Bearbeiten]

Rupnow studierte Geschichte, Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin und der Universität Wien. Er schloss 1999 sein Studium an der Universität Wien ab, 2002 folgte die Promotion an der Universität Klagenfurt, 2009 die Habilitation wiederum in Wien. 1999/2000 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Historikerkommission der Republik Österreich. 2000/01 war er Junior Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften IFK, Wien, 2004-07 Postdoc-Stipendiat im Austrian Programme for Advanced Research and Technology APART der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 2007-09 Visiting Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen IWM, Wien. Seit 2007 war er Lehrbeauftragter, seit 2009 Privatdozent am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. 2008 wurde er zum Mitglied der Jungen Kurie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ernannt.

Rupnow absolvierte eine Vielzahl von Gastaufenthalten an verschiedenen Forschungseinrichtungen in Europa und den USA: beim Jewish Studies Program des Dartmouth College, am History Department der Duke University, am Simon Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig sowie am Center for Advanced Holocaust Studies des United States Holocaust Memorial Museums.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Seine Arbeiten wurden mit internationale Preisen ausgezeichnet: so 2009 mit dem Fraenkel Prize in Contemporary History der Wiener Library (London), 2010 mit dem Förderungspreis des Landes Tirol für Wissenschaft, 2011 mit „Geisteswissenschaften International“ des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Rupnow hat zahlreiche Publikationen zur Zeitgeschichte, zu Holocaust- und Jüdischen Studien, Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik, Migrations- und Wissenschaftsgeschichte vorgelegt.

  • Judenforschung im Dritten Reich: Wissenschaft zwischen Politik, Propaganda und Ideologie (Historische Grundlagen der Moderne, Autoritäre Regime und Diktaturen 4). Nomos, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-6421-4.
  • Zeitgeschichte ausstellen in Österreich. Museen – Gedenkstätten – Ausstellungen, Böhlau, Wien u.a. 2011, ISBN 978-3-205-78531-6 (hrsg. mit H. Uhl).
  • Pseudowissenschaft. Konzeptionen von Nichtwissenschaftlichkeit in der Wissenschaftsgeschichte (Suhrkamp Taschenbüch Wissenschaft 1897). Suhrkamp, Frankfurt a.M. 2008, ISBN 978-3-518-29497-0 (hrsg. mit V. Lipphardt/J. Thiel/Ch. Wessely).
  • Aporien des Gedenkens. Reflexionen über ‚Holocaust’ und Erinnerung (Edition Parabasen Bd. 5). Rombach Wissenschaften, Freiburg/Br.–Berlin 2006, ISBN 978-3-7930-9466-1.
  • Vernichten und Erinnern. Spuren nationalsozialistischer Gedächtnispolitik. Wallstein-Verlag, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-871-X.
  • Die „Zentralstelle für jüdische Auswanderung“ als Beraubungsinstitution. Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission. Vermögensentzug während der NS-Zeit sowie Rückstellungen und Entschädigungen seit 1945 in Österreich (Nationalsozialistische Institutionen des Vermögensentzuges Bd. 20. 1. T.). Oldenbourg, München u.a. 2004, ISBN 3-486-56784-5 (mit G. Anderl).
  • Täter-Gedächtnis-Opfer. Das „Jüdische Zentralmuseum“ in Prag 1942-1945. Picus Verlag, Wien 2000, ISBN 978-3-85452-444-1.

Weblinks[Bearbeiten]