Domaszkowice

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Domaszkowice
Domaszkowice führt kein Wappen
Domaszkowice (Polen)
Domaszkowice
Domaszkowice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Oppeln
Landkreis: Nysa
Gmina: Nysa
Geographische Lage: 50° 27′ N, 17° 26′ O50.45055555555617.439444444444Koordinaten: 50° 27′ 2″ N, 17° 26′ 22″ O
Höhe: 200–240 m n.p.m
Einwohner: 637 (31. Dez. 2007[1])
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: ONY
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau

Domaszkowice (deutsch Ritterswalde) ist eine Ortschaft der Landgemeinde Nysa in Polen. Sie liegt im Powiat Nyski (Kreis Neisse) in der Woiwodschaft Oppeln.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt 10 km östlich von Neisse, 200–240 m über NN. Das Ober- und das Niederdorf werden vom Dorfbach durchflossen, der aus dem Oppersdorfer Grund kommt und hinter Kaundorf in die Neiße fließt.

Geschichte[Bearbeiten]

Funde aus der Alt-, Mittel- und Jungsteinzeit weisen auf die frühe Besiedlung dieser Gegend hin. Das Dorf wurde sicherlich schon vor 1249 als rein deutsche Siedlung "auf grüner Wiese" angelegt; 1253 wird es als "Ruckerswalde" erstmals urkundlich genannt. 1284 ist es unter den bekannten 65 Dörfern (siehe bei Biała Nyska).

Die katholische Kirche (Patrozinium St. Georg) war bis 1919 eine Filiale von Oppersdorf und ist seit 1921 Pfarrkirche. Der Bau war nach 1250 auf dem Kirchberg in der Mitte des Ortes errichtet worden. Für 1651 wird ein Kirchschreiber genannt, der sicherlich auch Kinder unterrichtete. 1784 wird ein Schulmeisterhaus erwähnt, 1816/17 ein Neubau und 1836 eine Erweiterung. Das zweistöckige Gebäude stammt von 1910; es wurde 1927 von 123 Kindern in drei Klassen besucht. Früher bestand eine rittermäßige Scholtisei. Das Rittergut, 1918 im Besitz von Geistl. Rat Skowronek, Bogutschütz, sollte die finanzielle Basis für eine Ursulinenkloster in Neisse werden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1784: 083 Stellen
  • 1845: 846 Einwohner, 146 Häuser
  • 1895: 894 Einwohner, 150 Häuser, 210 Haushalte
  • 1939: 854 Einwohner, 232 Haushalte;
  • 2007: 851 Einwohner[1]

1937 gab es zwei Bäcker, ein Baugeschäft, einen Böttcher, einen Fleischer, einen Friseur, einen Gasthof, fünf Gemischtwarenläden, einen Klempner. einen Kürschner, einen Sattler, einen Schlosser, drei Schmiede, drei Schneider, drei Schuhmacher, zwei Stellmacher, zwei Tischler, eine Viehhandlung, eine Spar- und Darlehenskasse, eine Elektrizitäts-Genossenschaft, eine Försterei.[2]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Stand am 31. Dezember 2007, Website der Gemeinde Nysa (BIP), Miasto i Gmina, abgerufen am 19. März 2011
  2. Franz-Christian Jarczyk: Die Dörfer des Kreises Neisse. Hildesheim: Selbstverlag des Neisser Kultur- und Heimatbundes. 1982. S. 234.