Doppelsamen

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Doppelsamen
Schmalblättriger Doppelsame (Diplotaxis tenuifolia)

Schmalblättriger Doppelsame (Diplotaxis tenuifolia)

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Tribus: Brassiceae
Gattung: Doppelsamen
Wissenschaftlicher Name
Diplotaxis
DC.

Die Pflanzengattung der Doppelsamen (Diplotaxis) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Diplotaxis-Arten wachsen als ein- bis zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Sie sind kahl oder mit einfachen Haaren. Ihre Laubblätter sind vorwiegend fiederlappig bis fiederteilig, seltener ungeteilt.

Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind vierzählig. Die Kelchblätter stehen aufrecht ab und sind nicht oder nur wenig gesackt. Die Kronblätter sind gelb, selten weiß; die Staubfäden einfach. Die Blüten haben vier Nektarien; je ein flaches, nierenförmiges innen an den kürzeren Staubblättern und ein zungenförmiges außen an den längeren Staubblättern. Die Frucht ist eine lineare, etwas zusammengedrückte Schote mit kurzem Schnabel; die Fruchtklappen haben einen deutlichen Mittelnerv. Samen werden reichlich gebildet, sie stehen zweireihig. Die Keimblätter sind rinnig und längs gefaltet.

Verbreitung[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den makaronesischen Inseln über das nördliche und östliche Afrika, das südliche Europa, West- und Mitteleuropa bis in das südöstliche Europa, von Westasien und der Arabischen Halbinsel über Pakistan und Afghanistan bis nach Nepal im Himalayagebiet. Die meisten der Diplotaxis-Arten sind im Mittelmeerraum und im nordafrikanischen Wüstengebiet verbreitet. In Mitteleuropa gibt es drei Arten: Mauer-Doppelsame (Diplotaxis muralis), Schmalblättriger Doppelsame (Diplotaxis tenuifolia) und Ruten-Doppelsame (Diplotaxis viminea).

Systematik[Bearbeiten]

1821 wurde durch Augustin Pyrame de Candolle die Gattung Diplotaxis in Systema Naturae, 2. Auflage, Band 2, Seite 628 aufgestellt. Der Gattungsname Diplotaxis leitet sich aus dem Griechischen ab: diplo- für doppelt and taxis für angeordnet, dies bezieht sich auf die Anzahl der Reihen in denen die Samen in jeder der Fruchtfächer angeordnet sind. Ein Synonym für Diplotaxis ist Pendulina Willk.[1]. Die Gattung Diplotaxis DC. gehört zur Tribus Brassiceae in der Familie der Brassicaceae.

Es gibt etwa 32 Diplotaxis-Arten [2] [3] [4][5]:

Quellen[Bearbeiten]

  • Juan B. Martínez-Laborde: Diplotaxis. In  Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 7: Magnoliophyta: Salicaceae to Brassicaceae, Oxford University Press, New York/Oxford u. a. 2010, ISBN 978-0-19-531822-7, S. 432 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche). (online). (Abschnitt Beschreibung und Systematik)
  • Tai-yien Cheo, Lianli Lu, Guang Yang, Ihsan Al-Shehbaz & Vladimir Dorofeev: Brassicaceae. In  Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 8: Brassicaceae through Saxifragaceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2001, ISBN 0-915279-93-2, S. 23. Diplotaxis - Online. (Abschnitt Beschreibung und Systematik)
  • S. M. H. Jafri: Flora of West Pakistan Vol. 55: Brassicacae, University of Karachi, Karachi 1973 (Diplotaxis - online).
  • G. Eschmann-Grupe, H. Hurka & B. Neuffer: Species relationships within Diplotaxis (Brassicaceae) and the phylogenetic origin of D. muralis, In: Plant Systematics and Evolution, Volume 243(1–2), 2003, S. 13–29. doi:10.1007/s00606-003-0047-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Details for: Diplotaxis. In: The Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin-Dahlem, Januar, abgerufen am 17. Februar 2012 (englisch, nach K.Marhold (2011): Brassicaceae).
  2. Diplotaxis - Eintrag bei GRIN = Germplasm Resources Information Network.
  3.  Werner Greuter, Hervé-Maurice Burdet, Guy Long (Hrsg.): Med-Checklist. A critical inventory of vascular plants of the circum-mediterranean countries. Vol. 3: Dicotyledones (Convolvulaceae – Labiatae), Conservatoire et Jardin Botanique, Genève 1986, ISBN 2-8277-0153-7. (online).
  4. African Plant Database: Diplotaxis in Suchmaske eintragen.
  5.  Warwick S.I., Francis A. and Gugel R.K. (2009), Multinational Brassica Genome Project (Hrsg.): Guide to Wild Germplasm of Brassica and Allied Crops (tribe Brassiceae, Brassicaceae). 3rd Edition. Ontario 2009 (Diplotaxis, Kapitel Taxonomic Checklist and Life History, Ecological, and Geographical Data PDF-Datei 427kB Online).
  6. S. M. H. Jafri: Flora of West Pakistan Vol. 55: Brassicacae, University of Karachi, Karachi 1973 (Diplotaxis - online).
  7. J. R. Press, K. K. Shrestha & D. A. Sutton: Annotated Checklist of the Flowering Plants of Nepal. The Natural History Museum, London, 2000. (Diplotaxis, aktualisierte Version online).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Doppelsamen (Diplotaxis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien