Dortmund-Somborn

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51.4917.34690Koordinaten: 51° 29′ 28″ N, 7° 20′ 46″ O

Dortmund-Somborn
Stadt Dortmund
Höhe: ca. 90 m
Einwohner: 567 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 1. August 1929
Postleitzahl: 44388
Vorwahl: 0231
S-Bahnhaltepunkt

Dortmund-Somborn ist ein Stadtteil im Stadtbezirk Lütgendortmund im Westen der Stadt Dortmund. Seine Besonderheit in der Region liegt in seiner Zweiteilung, denn der westlich gelegene Teil Somborns gehört zum Bochumer Stadtteil Langendreer. Der Dortmunder Ortsteil Somborn ist bis heute ländlich geprägt und beherbergt keine Industrieansiedlungen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Somborn erfolgt 1217 im Beisein des Kölner Erzbischofs Engelbert I.: Vor Engelbert, electus et confirmatus, trägt der Edle Jonathas de Ardeia dem Grafen Hermann v. Ravensberg statt des Hofes zu Alstede den Hof in Somborn bei Dortmund zu Lehen auf. (Knipping, Die Regesten der EB von Köln im Mittelalter; Wilmann, Westf. UB III 59 Nr. 115). 1384 erfolgte eine weitere Erwähnung Somborns: Pastor Ernst von Westhausen beurkundet, einen Hof in Somborn gekauft zu haben. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden die Bauernhöfe in Somborn mehrfach in Brand gesetzt. Im Zeitalter der Industrialisierung siedelten sich zwar in den umliegenden Dörfern wie Düren Zechen an, das benachbarte Lütgendortmund wuchs zu einer Kleinstadt heran, Somborn blieb allerdings landwirtschaftlich geprägt, lediglich Teile der Zeche Siebenplaneten befanden sich auf Somborner Gemeindegebiet.

Zweiteilung[Bearbeiten]

Somborn bildete ab 1850 zusammen mit den Dörfern Stockum, Düren, Werne sowie der Gemeinde Langendreer das Amt Langendreer. Dieses wurde im Zuge der Gemeindereform, die am 1. August 1929 in Kraft trat, aufgelöst. Düren und Stockum kamen daraufhin zu Witten, Langendreer und Werne zu Bochum, während Somborn auf die Städte Dortmund und Bochum aufgeteilt wurde. Dabei erhielt Dortmund 129 ha der aufgelösten Gemeinde. 78 ha kamen zu Bochum.[1] Der Grund für diese Zweiteilung geht aus den überlieferten Akten nicht zweifelsfrei hervor.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 283.

Weblinks[Bearbeiten]