Dr.-Johanna-Decker-Schulen

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Dr.-Johanna-Decker-Schulen
Schulform Gymnasium und Realschule
Gründung 1839
Adresse

Deutsche Schulgasse 2

Ort Amberg
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 26′ 44,1″ N, 11° 51′ 20″ O49.44558888888911.855561111111Koordinaten: 49° 26′ 44,1″ N, 11° 51′ 20″ O
Träger Diözese Regensburg
Schüler knapp 1.300
Lehrkräfte 68
Leitung Renate Gammel
Website www.djds.de

Die Dr.-Johanna-Decker-Schulen (kurz: DJDS) sind ein privates, staatlich anerkanntes Gymnasium und eine Realschule in Amberg in der Oberpfalz. Die Schule wurde 1839 von den Armen Schulschwestern v.U.l.F. in dem ehemaligen Kloster Sankt Augustinus der Salesianerinnen gegründet. Es handelt sich um die erste höhere Mädchenschule in der Oberpfalz.

Die beiden Schulen sind auch heute noch reine Mädchenschulen und werden von knapp 1.300 Schülerinnen besucht. Die Schulen arbeiten unter einer gemeinsamen Schulleitung zusammen, was den Übergang zwischen den Schulen für die Schülerinnen erleichtert.

Die Schule trägt heute den Namen ihrer ehemaligen Schülerin Johanna Decker (1918–1977), die als Missionsärztin in Rhodesien, dem heutigen Simbabwe, arbeitete und dort ermordet wurde.

Am 1. Januar 2005 hat die Schulstiftung der Diözese Regensburg die Trägerschaft der Schulen übernommen. Zusätzlich wird ein monatliches Schulgeld verlangt.

Gründung der Schule[Bearbeiten]

Mutter Maria Theresia von Jesu Gerhardinger (1797–1879) hat die Kongregation der Armen Schulschwestern 1833 gegründet. Der Orden wuchs innerhalb von zehn Jahren sehr stark an und es wurden mehrere Filialen gegründet. 1843 wurde im Angerkloster in München das Mutterhaus der Kongregation eingerichtet. Von hier aus verbreitete sich der Orden weltweit. Mutter Maria Theresia eröffnete zur Ausbildung ihrer ordenseigenen Lehrerinnen das erste Lehrerinnenseminar in Bayern. 1985 wurde Maria Theresia Gerhardinger seliggesprochen. 1998 wurde ihre Büste in die Walhalla aufgenommen.

Im Jahr 1839, nur sechs Jahre nach der Ordensgründung, eröffnete Mutter Maria Theresia in Amberg eine höhere Mädchenschule. Dabei hatte sie mit dem Widerstand vieler Bürger zu kämpfen. Mit der Leitung wurde die erst 24-jährige M. Margarita von Cortona Wiedemann beauftragt. Die Schule erwarb sich schnell einen ausgezeichneten Ruf.

Fächer und besondere Aktivitäten[Bearbeiten]

Das Gymnasium führt innerhalb von acht Jahren zum Abitur (→ verkürzter Bildungsgang – G8).

Die Schülerinnen können am Gymnasium zwischen einem sprachlichen, einem wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen, und einem naturwissenschaftlich-technologischen Schwerpunkt wählen. An der Realschule gibt es einen wirtschaftskundlichen, einen sprachlichen und einen hauswirtschaftlichen Zweig.

Seit 1994 besteht eine Partnerschaft mit dem Lycée Technique Privé Sainte Anne in Ettelbruck (Luxemburg), einer katholischen Mädchenschule.

Berühmte Schülerinnen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]