DragonFly BSD

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DragonFly BSD
Logo
Basisdaten
Entwickler Matt Dillon u.v.m.
Aktuelle Version 3.4.1
(29. April 2013)
Abstammung BSD
FreeBSD
   ↳ DragonFly BSD
Kernel Hybridkernel
Architekturen x86, x86-64
Lizenz BSD-Lizenz
Website www.dragonflybsd.org

DragonFly BSD ist ein freies Unix-Derivat. Das Betriebssystem basiert auf den Quelltexten von FreeBSD-STABLE 4.8 vom 16. Juni 2003 und gehört somit zu der Familie der BSD-Betriebssysteme. Es läuft auf PCs mit I386-basiertem Prozessor sowie auf der x86-64-Architektur.

Initiiert wurde das Projekt vom ehemaligen FreeBSD-Entwickler Matt Dillon, der mit den Designentscheidungen für die Architektur des FreeBSD-5.x-Kernels, insbesondere bezüglich Kernel-Threading und SMP, nicht zufrieden war und sich deshalb mit den anderen FreeBSD-Entwicklern überworfen hatte. Das Projekt sieht sich als Fortsetzung des FreeBSD-STABLE-Zweigs. Matt Dillon, der Vollzeit am Projekt entwickelt, wird mittlerweile von einem guten Dutzend weiterer Entwickler unterstützt.

Da DragonFly BSD zu Beginn keine Benutzerbasis hatte, musste die Codebasis nicht abwärtskompatibel sein, so dass eine Reihe von APIs modernisiert und einige experimentelle Änderungen vorgenommen werden konnten.

Ein weiteres Merkmal der Entwicklung von DragonFly BSD ist, dass neue Sicherheitskonzepte und Innovationen auf diesem Gebiet, beispielsweise eine – verglichen mit klassischen Ansätzen als sicherer geltende – malloc-Implementierung des OpenBSD-Projektes sehr schnell in den Entwicklungszweig aufgenommen werden.

Inhaltsverzeichnis

Ziele [Bearbeiten]

Ziele von DragonFly BSD, die teilweise bereits implementiert wurden, sind

Außerdem ist geplant, einige Entwicklungen von FreeBSD 5.x/6.x zu portieren, unter anderem:

  • ACPI-Unterstützung
  • Newcard, Unterstützung von 32bit-Cardbus-Karten

Mit Version 2.0 wurde HAMMER als 64-Bit-Cluster-Dateisystem in DragonFly BSD vorgestellt. HAMMER unterstützt unter anderem unbegrenzt viele dynamische Snapshots einzelner Dateisysteme, Spiegelung, Partitionsgrößen von bis zu 1 Exbibyte und so genannte Slave-Dateisysteme (PFS). Die Verzeichnisstruktur wird mittels B-Trees gebildet.

Nach der Umstellung der Quelltexte auf durchgehende SMP-Unterstützung (MP-safe) in den einzelnen Kernel-Subsystemen wollen sich die Entwickler auf die zweite große Zielsetzung konzentrieren: Implementierung von Clustering. Dafür sind große Mengen an Änderungen notwendig, da viele Annahmen aus dem Ein-Prozessor-Bereich nicht mehr zutreffen und der verteilte Aspekt neue Algorithmen erforderlich macht.

Als Softwarepaketmanager wird das von NetBSD stammende pkgsrc verwendet. Der Release-Zyklus beträgt sechs Monate.

Versionen [Bearbeiten]

Siehe auch [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Dragonfly BSD
Datum Ereignis
16. Juni 2003 Fork von FreeBSD-STABLE 4.8
12. Juli 2004 Version 1.0
8. April 2005 Version 1.2
7. Januar 2006 Version 1.4
24. Juli 2006 Version 1.6
30. Januar 2007 Version 1.8
27. März 2007 Version 1.8.1
6. August 2007 Version 1.10.0
21. August 2007 Version 1.10.1
26. Februar 2008 Version 1.12.0
8. März 2008 Version 1.12.1
20. April 2008 Version 1.12.2
21. Juli 2008 Version 2.0
27. September 2008 Version 2.0.1
17. Februar 2009 Version 2.2
27. April 2009 Version 2.2.1
16. September 2009 Version 2.4
1. Oktober 2009 Version 2.4.1
6. April 2010 Version 2.6.1
22. April 2010 Version 2.6.2
7. Mai 2010 Version 2.6.3
30. Oktober 2010 Version 2.8.2
26. April 2011 Version 2.10.1
22. Februar 2012 Version 3.0
22. Februar 2012 Version 3.0.1
26. März 2012 Version 3.0.2
29. August 2012 Version 3.0.3
3. November 2012 Version 3.2.1
16. Dezember 2012 Version 3.2.2
29. April 2013 Version 3.4.1