Duke of Windsor

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Der Herzog von Windsor, ehem. König Eduard VIII., bei einem Empfang 1970

Duke of Windsor ['dju:k ɘv 'winzɘ] war ein Adelstitel, der 1937 an Prinz Eduard, den ehemaligen König des Vereinigten Königreichs und Kaiser von Indien, nach dessen Abdankung verliehen wurde.

Eduard VIII. hatte im Vorjahr abgedankt (siehe Hauptartikel Abdankung Eduards VIII.), um die geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson zu heiraten. Er war seit seinem Thronverzicht allgemein als „Duke of Windsor“ bekannt, obwohl die entsprechenden Dokumente erst am 8. März 1937 durch König Georg VI. unterschrieben wurden. Durch Letters Patent vom 27. Mai wurden ihm außerdem Titel und Anrede einer „Königlichen Hoheit“ verliehen, nicht jedoch seiner Frau und seinen Nachkommen.

Als Eduard abdankte, gab es verschiedene Meinungen darüber, welchen Titel der ehemalige König nun tragen sollte. Als andere Möglichkeiten waren die Herzogtümer von Cambridge oder Connaught im Gespräch. Beides war aber unwahrscheinlich, da beide Namen zu dieser Zeit bereits mit Adelstiteln verbunden waren (Duke of Connaught war damals Prinz Arthur von Großbritannien und Irland, und Marquess of Cambridge war damals George Cambridge). Eine Theorie besagt, dass es die Idee des Premierministers Stanley Baldwin war, ihm den Titel „Duke of Windsor“ zu verleihen, eine andere, dass der neue König Georg VI. unmittelbar nach Ausfertigung der Abdankungserklärung die Idee eines Titels hatte, und vorschlug, „den Familiennamen“ zu verwenden (so erzählt in den Memoiren Eduards, „A King’s Story“).

Der Herzogstitel ist nach der Stadt Windsor benannt, in der das berühmte Windsor Castle steht, das seit mehr als tausend Jahren der Sitz englischer Monarchen war und dessen Namen mit Stabilität und Tradition verbunden war, und erlosch mit dem Tod des kinderlosen Herzogs im Jahr 1972.

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