Duopol

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Als Duopol oder Dyopol wird eine Marktform bezeichnet, bei der einer Vielzahl an Nachfragern nur zwei Anbieter gegenüberstehen. Das Duopol ist somit ein Spezialfall des Oligopols. Aufgrund seiner geringen Komplexität ist die Annahme eines Duopols häufig Gegenstand mikroökonomischer Theorien.

Duopol-Modelle[Bearbeiten]

Die beiden grundlegenden Modelle, die bei der Betrachtung von Oligopolen zum Einsatz kommen, sind:

Bezüglich der Wettbewerbsintensität kann im Duopol keine eindeutige Aussage über den vorherrschenden Grad kompetitiver Interaktion getroffen werden. Duopolmärkte können von starkem Wettbewerb bis hin zu existenzbedrohenden Preiskriegen gekennzeichnet sein (beispielsweise im Fall der Chiphersteller Intel und AMD im Markt für Mikroprozessoren).[1] Andererseits kann es durch Kollusion der Anbieter dazu kommen, dass wichtige Wettbewerbsmechanismen ausgehebelt werden.

Duopole in der Politik[Bearbeiten]

In der neuen politischen Ökonomie spielt das Duopol eine bedeutende Rolle, da die politische Landschaft vieler Länder durch ein Duopol gekennzeichnet ist. Typisches Beispiel hierfür sind die USA, wo es mit den Republikanern und den Demokraten lediglich zwei relevante politische Parteien gibt. Teilweise wird das spieltheoretische Konzept des Duopols auch auf die beiden deutschen Volksparteien SPD und CDU und ihr Verhalten angewandt.

Duopole in der Wirtschaft[Bearbeiten]

Echte Duopole sind in der Praxis selten zu finden. Beispiele sind:

Häufiger existieren – analog zu den Quasi-Monopolen – Märkte mit Quasi-Duopolen:

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Welt über den Preiskrieg von Intel und AMD
  2. autohaus.de: mobile.de bei Pkw-Angeboten vorne