Elephant Island

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Dieser Artikel behandelt die subantarktische Elefanteninsel, weitere Inseln dieses Namens finden sich unter Elefanteninsel
Elephant Island
Satellitenbild von Elephant Island
Satellitenbild von Elephant Island
Gewässer Südlicher Ozean
Inselgruppe Südliche Shetlandinseln
Geographische Lage 61° 7′ S, 55° 11′ W-61.113333333333-55.185277777778973Koordinaten: 61° 7′ S, 55° 11′ W
Elephant Island (Südliche Shetlandinseln)
Elephant Island
Länge 47 km
Breite 27 km
Fläche 558 km²
Höchste Erhebung Mount Pendragon
973 m
Einwohner (unbewohnt)
Hauptort Point Wild
(historisch)
Karte von Elephant Island
Karte von Elephant Island
Mapa bases antarticas brasil.png

Elephant Island (englisch für „Elefanteninsel“) ist eine felsige, unbewohnte Insel nordöstlich der Antarktischen Halbinsel am östlichen Rand der Südlichen Shetlandinseln im Südlichen Ozean; 1300 Kilometer südwestlich von Südgeorgien.

Entdeckung[Bearbeiten]

Die Insel erhielt ihren Namen aufgrund ihres Reichtums an See-Elefanten, als sie 1821 vom britischen Robbenjäger George Powell (1794–1823)[1] entdeckt und für die britische Krone in Besitz genommen wurde.

Geografie[Bearbeiten]

Die Insel ist etwa 47 km lang, 27 km breit und weist eine Fläche von 558 km² auf. Sie erreicht im Mount Pendragon eine Höhe von bis zu 973 Meter über dem Meer.[2] Bekannte Punkte sind die Nordost- und die Südspitze der Insel, genannt Cape Valentine und Cape Lookout, sowie Cape Wild, eine markante Formation an der Nordküste. Der Insel im Süden vorgelagert ist das kleine Rowett Island. Elephant Island besitzt aufgrund des widrigen Klimas kaum Flora oder Fauna, nur einige Eselspinguinkolonien und Robben leben hier. Zu bestimmten Zeiten kommen jedoch etwa 12.000 Zügelpinguin-Paare zum Brüten am Cape Lookout auf die Insel.[3]

Tourismus[Bearbeiten]

Mangels sicherer Schiffslandeplätze und wegen ihres widrigen Klimas ist die Insel zu keiner Zeit von Menschen bewohnt gewesen, obwohl sie als ein sehr guter Standort zur Versorgung der Antarktischen Forschungsstationen rund um das Weddellmeer und von Walfangstationen hätte dienen können. Heute wird sie gelegentlich von Touristenschiffen besucht, wobei eine Landung in Schlauchbooten wegen der widrigen Windverhältnisse nur äußerst selten gelingt. Ein Veranstalter von Abenteuerreisen in diese Region berichtete, dass von 50 Versuchen lediglich zwei Anlandungen geglückt seien.[4]

Shackleton[Bearbeiten]

Berühmt wurde die Insel, als sie der Mannschaft Ernest Shackletons von April bis August 1916 als Zuflucht diente, nachdem ihr Schiff HMS Endurance von Packeis eingeschlossen und zerstört worden war. Der größte Teil der Gruppe verblieb auf der Insel, während Shackleton mit fünf Gefährten in dem von der „Endurance“ geborgenen Rettungsboot „James Caird“ nach Südgeorgien aufbrach. Nachdem Shackleton Südgeorgien erreicht hatte, wurden die auf der Insel Verbliebenen am 30. August 1916 von dem chilenischen Dampfschiff Yelcho gerettet. Am Point Wild wurde dem Kapitän der Yelcho eine Büste als Denkmal errichtet. Die Inschrift lautet:

Hier rettete am 30. August 1916 das chilenische Marineschiff „Yelcho“, kommandiert von Luis Pardo Villalon, die 22 Männer der Shackleton-Expedition, die die Zerstörung der Endurance überlebt hatten und viereinhalb Monate auf dieser Insel lebten.

Der Vordersteven der Yelcho ist heute noch als Denkmal in Puerto Williams auf der chilenischen Insel Navarino zu sehen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elephant Island – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. John Stewart: Antarctica – An Encyclopedia. Bd. 2, McFarland & Co., Jefferson und London 2011, ISBN 978-0-7864-3590-6, S. 1244
  2. Mount Pendragon, auf Peakbagger.com (englisch)
  3. BirdLife International (2013) Important Bird Areas factsheet: Cape Lookout, Elephant Island, abgerufen am 5. Februar 2013
  4. Der Traum ist die Hölle in FAZ vom 14. November 2013, Seite 7