EnergieVerbund Arena

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
EnergieVerbund Arena
EnergieVerbund Arena.jpg
Frühere Namen

Freiberger Arena (2007−2010)

Daten
Ort Dresden, Deutschland
Koordinaten 51° 3′ 45″ N, 13° 43′ 20″ O51.062513.722222222222Koordinaten: 51° 3′ 45″ N, 13° 43′ 20″ O
Eigentümer Stadt Dresden
Baubeginn Mai 2005
Eröffnung 31. August 2007
Kosten 29,7 Millionen
Architekt Schmidt-Schicketanz, München
Kapazität 5.600–6.500 (Konzerte)
4.127 (Eishockey) (davon 3.099 Sitzplätze)
Verein(e)

Dresdner Eislöwen (seit 2007)
Cardinals Dresden (seit 2007)

Die EnergieVerbund Arena[1] (bis November 2010 Freiberger Arena, auch Eisarena Dresden) ist ein Eissport- und Ballspielzentrum Dresdens und Heimspielstätte der Zweitligamannschaft der Dresdner Eislöwen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ursprünglich 1969 erbaute Eissporthalle an der Pieschener Allee wurde während des Elbehochwassers 2002 stark geschädigt. Außerdem behinderte sie in der linkselbischen Dresdner Flutrinne des Ostrageheges den Abfluss der Wassermassen der Flutrinne. Die Stadt Dresden entschied sich aus diesen Gründen für einen Ersatzneubau außerhalb der Flutrinne unter Verwendung von Fluthilfegeldern. Durch weitere Sportfördermittel des Freistaates Sachsen sowie Eigenmittel der Landeshauptstadt Dresden konnten in der Zeit von Mai 2005 bis August 2007 neben dem Ersatz der eigentlichen Arena auch eine Trainingseishalle sowie eine 3000 Quadratmeter große Drei-Felder-Ballspielhalle gebaut werden.[2]

Die Baukosten betrugen etwa 29,7 Millionen Euro. Der ursprüngliche Entwurf des Münchner Architekturbüros Schmidt-Schicketanz und Partner sah nur Baukosten in Höhe von 23,7 Millionen Euro vor[3]. Aufgrund steigender Metallpreise sowie stark erhöhter Sicherheitsforderungen konnten die geplanten Kosten nicht eingehalten werden.[2][4] Die Namensrechte wurden zunächst für drei Jahre an das Brauereiunternehmen Freiberger Brauhaus vergeben und das Sportzentrum trug den Namen Freiberger Arena. Seit Dezember 2010 trägt die Halle den Namen EnergieVerbund Arena.

Im Februar 2012 kam es zu einer Havarie in der Eishalle. Durch Risse im Dachbelag drang über längere Zeit Wasser durch die Decke ein und beschädigte das Dämmmaterial und die gesamte Dachkonstruktion, zusätzlich gelangte das Wasser in den Innenraum und tropfte in die Eishalle. Sie war danach mehrere Wochen nur eingeschränkt nutzbar[5], da das Dach zuerst notdürftig repariert werden musste.[6] Als Ursache für die Havarie wurde mangelhafte Bauausführung festgestellt.[7] Da das Bauunternehmen, das das Dach errichtete, bereits früher Insolvenz angemeldet hatte, konnte keine Gewährleistung eingefordert werden und die Stadt Dresden musste für die Reparaturen aufkommen. Bis zum Oktober 2012 wurden die Arbeiten zur Reparatur des Daches abgeschlossen.[8]

Konzept[Bearbeiten]

Der Gebäudekomplex EnergieVerbund Arena besteht aus einer Eisarena, einer Trainingseishalle, einer Ballspielhalle sowie einer 333 m langen Eisschnelllaufbahn. In der Eisarena finden bei Eishockeyspielen oder anderen Eisveranstaltungen 4.127 Zuschauer (davon 2.799 Sitz- und 300 VIP-Plätze) auf zwei umlaufenden Rängen Platz. Zusammen mit einer notwendigen Fernsehübertragungsmöglichkeit und zwei Anzeigetafeln entspricht die Arena dem von der DEL geforderten 9000-Punkte-Plan, so dass die Dresdner Eislöwen in die oberste Deutsche Eishockeyliga aufsteigen könnten.

Nutzung[Bearbeiten]

Eishockeyspiel Deutschland-Weißrussland am 21. April 2008

Das erste Spiel in der neuen Eishalle wurde am 15. August 2007 im Rahmen des Four-Points-Cups 2007 ausgetragen, bei dem die Eisbären Berlin gegen HC Energie Karlovy Vary ein 3:3-Unentschieden erreichten. Erster Torschütze in der Eisarena war Nationalstürmer Florian Busch mit dem 1:0 für die Eisbären. Die offizielle Eröffnung des Gesamtkomplexes fand vom 31. August bis zum 2. September 2007 statt.

Die Eisarena ist die Heimspielstätte der Dresdner Eislöwen, die in der Saison 2007/08 über 100.000 Besucher zu den 35 Heimspielen in die damalige Freiberger Arena lockten. In den Playoffs der gleichen Saison war die Eisarena mehrfach ausverkauft. [9] Bei Eishockeyspielen beträgt die offizielle Kapazität 4.127 Zuschauer, davon 1.028 auf Steh-, 2.799 auf Sitz- und 300 auf VIP-Plätze. Neben den Eislöwen sind fast 50 Vereine und Sportabteilungen aus dem Eis- und Ballsport mit ihrem Trainings- und Wettkampfbetrieb in der Arena beheimatet. Zu diesen Nutzern gehört der Bundesstützpunkt Shorttrack.

In der Eislaufsaison bietet die EnergieVerbund Arena täglich die Möglichkeit zum öffentlichen Eislaufen auf fast 5.000 m2 Eisfläche.[10] Darüber hinaus findet während der Eislaufsaison jeden Samstag eine Eisdisco statt.[11] Ein Tunnel verbindet die Trainingseishalle im Hauptgebäude mit der Eisschnelllaufbahn im Außenbereich, die ebenfalls für den Publikumslauf genutzt wird.[12]

Die 10 Kioske sowie das Restaurant mit Sportsbar in der EnergieVerbund Arena - „Auszeit“ werden durch das Cateringteam von HOGASPORT bewirtschaftet. Neben Sportübertragungen in der Sportsbar bietet das Restaurant Kegelbahn, Tischkicker und Vereinsräume mit gastronomischer Bewirtung. Darüber hinaus ist es einmal im Monat Veranstaltungsort des Dresdner Sportstammtisches.[13]

Technische Daten[Bearbeiten]

  • Größe Halle: 65 m × 93 m[12]
  • Größe Eisfläche: 30 m × 60 m[12]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

DEL All-Star Game 2008[Bearbeiten]

Am 2. Februar 2008 fand in der EnergieVerbund Arena erstmals ein DEL All-Star Game außerhalb eines DEL-Standortes statt. Dabei trat eine Nordamerika-Auswahl der DEL-Spieler gegen eine Europa-Auswahl aus den DEL-Spielern an. Das Spiel gewann die Nordamerika-Auswahl mit 16:14 gegen die Europa-Auswahl.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. dresden01.de, Freiberger Arena wird EnergieVerbund Arena
  2. a b Hallenmanagement Freiberger Arena Dresden, Eigenbetrieb Sportstätten und Bäderbetrieb der Landeshauptstadt Dresden
  3. Sächsische Zeitung Printausgabe 8. Juni 2007
  4. sz-online.de, Warum die Eishalle immer teurer wird
  5. Wasser dringt erneut in die EnergieVerbund Arena Dresden ein. In: Sächsische Zeitung, 17. Februar 2012
  6. Juliane Richter: Neuer Rückschlag an der Eishalle. In: Sächsische Zeitung, 22. Februar 2012
  7. Juliane Richter: Baupfusch schuld an Eishallen-Havarie. In: Sächsische Zeitung, 15. März 2012
  8. Christiane Raatz, Juliane Richter: Misere um die Eishalle geht weiter. In: Sächsische Zeitung, 9. Oktober 2012
  9. dresden-fernsehen.de, Dresdner Eislöwen machen Aufstieg perfekt
  10. dresden.de, Öffentliches Eislaufen
  11. eisdisco-dresden.de, Eisdisco mit dem Disco Twice DJ-Team
  12. a b c freiberger-arena.de, Zahlen und Daten
  13. Dresdner Sportstammtisch in der Freiberger Auszeit