Eolomea

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Eolomea
Originaltitel Eolomea
Produktionsland DDR
Originalsprache deutsch
Erscheinungsjahr 1972
Länge 82 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Herrmann Zschoche
Drehbuch Angel Wagenstein
Herrmann Zschoche
Willi Brückner
Produktion DEFA
Musik Günther Fischer
Kamera Günter Jaeuthe
Schnitt Helga Gentz
Besetzung

Eolomea ist ein Science-Fiction-Spielfilm der DEFA und wurde 1972 von Regisseur Herrmann Zschoche, basierend auf einem Drehbuch von Angel Wagenstein, verfilmt. Der Film wurde mit Unterstützung von Filmgesellschaften der Sowjetunion und Bulgariens hergestellt.

Handlung[Bearbeiten]

Acht Raumschiffe verschwinden in der Nähe der Raumstation „Margot“. Die Professorin Maria Scholl erteilt zusammen mit dem obersten Rat für alle weiteren Raumschiffe ein Startverbot. Dennoch gelingt es einem Raumschiff, die Erde zu verlassen, und zugleich bricht auch der Funkkontakt zur riesigen Raumstation „Margot“ ab. Auslöser all der merkwürdigen Ereignisse: Rätselhafte verschlüsselte Morsezeichen aus dem viele Lichtjahre entfernten Sternbild Cygnus erreichen die Erde. Ihre Entschlüsselung ergibt das Wort „Eolomea“. Es scheint sich dabei um einen Planeten zu handeln. Maria Scholl macht sich auf die riskante Reise zur Raumstation „Margot“, um das Geheimnis zu lüften. Dort trifft sie auf den unmotivierten Raumkapitän Daniel Lagny, in den sie sich bereits bei seinem letzten Erdurlaub verliebt hatte. Am Ende stellt sich heraus, dass eine insgeheim geplante Expedition sich gegen den Willen der Regierung mit gestohlenen Raumschiffen nach Eolomea aufmacht. Daniel Lagny, der eigentlich seinen Job an den Nagel hängen wollte, wird als Pilot benötigt und entscheidet sich tatsächlich für den langen Flug zur Eolomea.

Kritik[Bearbeiten]

Hinter der verworrenen SciFi-Handlung und teils billig-trashigen Kulissen verbirgt sich feine Ironie und angedeutete Systemkritik in diesem intelligent gemachten Gegenentwurf westlich steriler Hochglanzproduktionen, leider aber auch mit deutlichen Längen.

„Dominierten in ‚Der schweigende Stern’ und ‚Signale’ die Technik, das äußere Zukunftsbild, erschien der Mensch ungerechtfertigt klein und starr, mehr Typ denn Charakter, so dringt Wagenstein in die Psyche seiner Helden ein, erzählt er ihre bewegenden Geschichten und Geschicke‚ so von dem alten erfahrenen, gütigen Lotsen Kun, der pflichtbewußt im All seinen Dienst versieht, sich aber auf die Erde, zu seinem Sohn zurücksehnt, so von dem schöpferischen, vorwärtsdrängenden Professor Tal, der im zweifelhaften und kritikwürdigen Alleingang das Eolomea-Rätsel lösen will, so von dem leger-burschikosen Kosmonauten Daniel Lagny, der seinen Beruf über hat, doch ohne große Worte dabei ist, wenn neue Kosmonauten-Dimensionen zu erobern sind. Hier werden blutvolle Menschen in konfliktreichen Bewährungssituationen, fordernden Verhaltensweisen lebendig, quasi Zeitgenossen von morgen.“[1]

Filmwerbung vor der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz am Tag vor der Premiere des Films

Anmerkungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-Dieter Tok: Geheimnisvolle Signale aus dem All. In: Leipziger Volkszeitung, 29. September 1972