eprimo

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eprimo GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1. Juli 2005
Sitz Neu-Isenburg, Deutschland
Leitung Dietrich Gemmel (Vorsitzender der Geschäftsführung)
Mitarbeiter 108 (2012)[1]
Umsatz 613,2 Mio. € (Umsatzerlöse 2012)[2]
Gewinn -6,4 Mio. € (EBIT 2012)[3]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn
Website www.eprimo.de
Logo bis Herbst 2009
eprimo gehört zu 100 Prozent dem RWE Konzern

Die eprimo GmbH ist als Tochterunternehmen des RWE-Konzerns ein deutscher Strom- und Gasanbieter mit Sitz in Neu-Isenburg. Vorsitzender der Geschäftsführung des Unternehmens ist Dietrich Gemmel. eprimo bezeichnet sich selbst als „Energiediscounter“. Der Strom und das Erdgas von eprimo wird überwiegend über den RWE-Konzern beschafft.

Geschichte[Bearbeiten]

eprimo wurde am 1. Juli 2005 als eigene Vertriebsgesellschaft durch die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG) mit Sitz in Groß-Gerau gegründet, die 1999 mit einem deutschlandweiten Stromvertrieb begonnen hatte.[4] Die damalige Geschäftsführung übernahmen Bernd Gundel (heute RWE Energy) und Vlatko Knezevic (heute Stadtwerke Cottbus GmbH). Am 22. Dezember 2006 unterzeichneten die Stadtwerke Mainz AG und die RWE Energy AG - zu gleichen Teilen Anteilseigner der ÜWG - eine Vereinbarung über die vollständige Übernahme der Vertriebsgesellschaft eprimo GmbH durch RWE.[5] Am 1. Januar 2007 wurde eprimo eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Energiekonzerns RWE AG.[6] Im Geschäftsjahr 2006 hatte eprimo rund 140.000 Kunden und erwirtschaftete einen Umsatz von rund 100 Mio. Euro,[7] 2007 betrug der Umsatz bereits 124 Mio. Euro.[8] Seit Herbst 2007 bietet eprimo auch Gas an.[9] Ende 2008 belieferte eprimo in Deutschland etwa 450.000 Kunden mit Gas oder Strom.[10][11]

Im Oktober 2009 berichtet eprimo, die Marke von 600.000 Kunden überschritten zu haben[12]; im Frühjahr 2010 belieferte eprimo insgesamt rund 750.000 Kunden mit Gas oder Strom.

RWE benutzt eprimo zur Kundenneugewinnung und hat mit dem Stromdiscounter 2009 einen Großteil seiner 100.000 Neukunden hinzugewonnen.[13]

Organisation im RWE Konzern[Bearbeiten]

eprimo ist Teil des RWE-Konzerns und als Vertriebsgesellschaft der RWE Vertrieb AG angegliedert. Der vorsitzende Geschäftsführer Dietrich Gemmel ist ebenfalls Geschäftsführer der RWE Effizienz GmbH.[14] Weitere Geschäftsführer sind Jens Michael Peters und Martina Sanfleber. Peters ist auch Leiter des Privatkundengeschäfts der RWE Vertrieb AG.[15]

Produkte[Bearbeiten]

Tarife und Strommix[Bearbeiten]

Eprimo bietet die Tarife „eprimoStrom“ und „eprimoPrimaKlima“ an. Beim Gas gibt es einen einheitlichen Tarif („eprimoGas“) für alle üblichen privaten Verbrauchsmengen.

In verschiedenen Gemeinden im Kreis Groß-Gerau ist eprimo Grundversorger für Strom.[16]

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über die Zusammensetzung des Strommixes von eprimoStrom[17] im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt aller Stromanbieter:

2012 Durchschnitt aller Versorger eprimoStrom
Kohle 45,6 % 60,1 %
Erdgas + sonstige 13 % 1,9 %
Erneuerbare Energieträger nach EEG 20,8 % 24,0 %
sonstige Erneuerbare Energieträger 3,5 % 0,6 %
Kernenergie 17,1 % 13,4 %
Radioaktiver Abfall (mg/kWh) 0,0005 0,00047
CO2-Emissionen (g/kWh) 522 912

Ökostrom[Bearbeiten]

Der Ökostrom für den Tarif „eprimo PrimaKlima“ stammt aus Laufwasserkraftwerken in Österreich und ist mit dem Siegel des TÜV Süd ausgestattet. eprimo betont, dass die gekaufte Strommenge in das deutsche Stromnetz eingespeist wird (physikalische Lieferung). Demnach handelt es sich nicht um einen Zertifikathandel. eprimo PrimaKlima kostet immer 0,4 Ct/kWh mehr als der jeweilige eprimo-Normalstrom.

Die Stiftung Warentest beschreibt eprimo in Sachen Ökostrom als „schwach engagiert“. Zwar ist der Ökostrom zertifiziert (Tüv Süd CMS Standard 83), allerdings investiert eprimo im Gegensatz zu anderen Ökostromanbietern Gewinne nicht in neue Anlagen zur Erzeugung von erneuerbaren Energien. Auf der Webseite finden sich keine Hinweise zu bestehenden Anlagen zur Erzeugung des Ökostroms.[18] Der Bezug von Ökostrom ist allerdings erst dann von Nutzen für die Umwelt, wenn konventionelle Kraftwerke ersetzt werden.[19]

Eprimo ist eine Tochter der RWE AG, welche im April 2010 noch 60 Prozent ihres Stroms aus Stein- und Braunkohle erzeugte.[20] Dorthin fließen auch die Gewinne von eprimo.[21]

Vertriebswege[Bearbeiten]

eprimo vertreibt Strom und Gas nicht nur selbst, sondern arbeitet mit einer Vielzahl von Vertriebspartnern zusammen. Dazu gehören Call-Center, Mobilfunk-Shops, der Elektrohandel und Preisvergleichsportale im Internet. Auch der Lebensmitteldiscounter Lidl hatte bereits Ökostrom von eprimo im Angebot.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bundesanzeiger, [1], (Eprimo in Suchmaske eingeben)
  2. Bundesanzeiger, [2], (Eprimo in Suchmaske eingeben)
  3. Bundesanzeiger, [3], (Eprimo in Suchmaske eingeben)
  4. http://www.uewg.de/unternehmen/historie.html
  5. http://www.kommunalinformationen.de/02_09/newsletter_02_09_print.html
  6. http://www.stadtwerke-mainz.de/176.html?&no_cache=1&det_id=10664&backlink=72
  7. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/rwe-erhaelt-gruenes-licht-zur-emprio-uebernahme;1242804
  8. Umsatz 2007 im Elektronischen Bundesanzeiger
  9. Verivox: [4]
  10. http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~EF08A63A031C343859F7EC484FA52A172~ATpl~Ecommon~Scontent.html
  11. RWE-Billigtochter eprimo hat 450.000 Kunden
  12. http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1246895318505.shtml
  13. http://www.handelsblatt.com/newsticker/unternehmen/absatz-rwe-gewinnt-weiter-kunden;2498140
  14. RWE Effizienz GmbH, Geschäftsführung
  15. RWE Vertrieb AG, [5]
  16. Gebiet als Grundversorger
  17. eprimo, Strommix
  18. Stiftung Warentest zu eprimo
  19. ntv, Ökostrom-Tarife im Test: Zwei von Drei machen's richtig
  20. Öko-Stromtarife: Grün ist nur das Feigenblatt. Öko Test, April 2010.
  21. Umweltbundesamt, Marktanalyse Ökostrom, 2014, pdf-Datei