Ernst II. Leopold (Hessen-Rotenburg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ernst II. Leopold von Hessen-Rotenburg (* 15. Juni 1684 in Langenschwalbach; † 29. November 1749 in Rotenburg an der Fulda) war Landgraf von Hessen-Rotenburg. Er war der älteste Sohn des Wilhelm I. des Älteren von Hessen-Rheinfels-Rotenburg (1648–1725) und dessen Gemahlin Marie Anna, geb. Gräfin von Löwenstein-Wertheim-Rochefort (1652–1688).

Leben[Bearbeiten]

Ernst II. Leopold folgte 1725 seinem Vater als Regent der Rotenburger Hälfte der Rotenburger Quart. In der Wanfrieder Hälfte regierte zunächst sein Vetter Wilhelm von Hessen-Wanfried, nach dessen Tod ab 1731 dessen Stiefbruder Christian von Hessen-Wanfried. Während seiner Amtszeit ließ Ernst Leopold das Jagdschloss Blumenstein (Wildeck) errichten. 1739 genehmigte er eine jüdische Schule und einen Friedhof, die später die Grundlage einer hessenweit bekannten jüdischen Gemeinde in Rotenburg war. In seiner Amtszeit führte der Hof weniger Streit mit Hessen-Kassel und den Quartstädten, sondern straffte umsichtig die Quartverwaltung.

Familie[Bearbeiten]

Ernst Leopold war seit 1704 mit Eleonore Maria Anna von Löwenstein-Wertheim verheiratet. Sie hatten vier Söhne und sechs Töchter:

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Günter Kittelmann: Kleiner Führer durch die Rotenburger Quart 1627–1834 und das Fürstenhaus Hessen-Rotenburg. Geschichtsverein Altkreis Rotenburg, ISBN 3-00-010155-1.
  • Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde e.V. Kassel. ISSN 0176-3121.


Vorgänger Amt Nachfolger
Wilhelm I. „der Ältere“ Landgraf von Hessen-Rotenburg
1725–1749
Konstantin