Felix Meyer (Maler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
«Unterer Grindelwaldgletscher» von Felix Meyer
Kloster Beerenberg bei Wülflingen

Felix Meyer (* 1. Februar 1653 in Wülflingen bei Winterthur; † 11. Juni 1713 im Schloss Wyden bei Ossingen) war ein Schweizer Maler. Er war einer der bedeutendsten Schweizer Landschaftsmaler seiner Zeit.

Leben[Bearbeiten]

Felix Meyer kam am 1. Februar 1653 in Wülflingen als zwölfter Sohn des Pfarrers Hans Heinrich und der Elsbeth Meyer (geb. Troll) zur Welt. 1675 heiratete er Sarah Bidermann.

Meyer bekam 1666/67 seinen ersten Malunterricht in Winterthur. Danach reiste er nach Nürnberg, wo er von 1668 bis 1673 beim Porträtisten Melchior Balthasar Krieger und dem Landschaftsmaler Johann Franz Ermels lernte. Er hatte dabei Bekanntschaften mit Willem van Bemmel, Johann Oswald Harms, Johann Heinrich Roos und Johann Melchior Roos. In Nürnberg wurden ihm Kenntnisse der holländischen Malerei vermittelt, die für seine spätere Malerei prägend wurden. Im Jahr 1673 reiste er nach Italien, musste die Reise aber in Mailand wegen Krankheit abbrechen. Von 1678 bis 1681 war er in Winterthur Lehrmeister von Jakob Sulzer. 1696 unternahm er eine weitere Reise nach Nürnberg, bei der er Georg Philipp Rugendas kennenlernte. Von 1699 bis 1703 lebte er in Bern, wie viele Winterthurer Maler nach ihm auch. Dort entstanden bei Studienreisen in die Berge viele seiner bekannten Landschaftsbilder der Schweizer Berge. 1707 konnte er, zusammen mit seinem Sohn Hans Heinrich, zwei Zimmer im Kloster St. Florian bei Linz ausmalen, sein wohl bedeutendster Auftrag.

Im Jahr 1788 war Meyer Rottenmeister in Winterthur. Politisch war er ab 1697 im Grossrat von Winterthur tätig. Seinen Lebensabend verbrachte er als Winterthurer Amtsmann auf dem Schloss Wyden bei Ossingen, wo er am 11. Juni 1713 verstarb. Sein Nachlass befindet sich heute in den Sondersammlungen der Winterthurer Bibliotheken. Seine Söhne blieben als Maler ohne Bedeutung.

Bedeutung[Bearbeiten]

Felix Meyer war einer der bedeutendsten Landschaftsmaler der Schweiz seiner Zeit. Er war vor allem in Zürich für die weitergehende Entwicklung dieses Gebiets massgebend. Er hatte dabei viele Aufträge im Ausland, von denen aber nur wenige bekannt sind. Zudem gilt er als wichtigster Vermittler niederländischer Italianisten in der Schweiz. Seine Gebirgslandschaften mit Gletschern gehören zu den ersten dieser Art in seiner Heimat.

Weblinks[Bearbeiten]