Felsenhuhn

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Felsenhuhn
Stavenn Alectoris barbara.jpg

Felsenhuhn (Alectoris barbara)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Gattung: Steinhühner (Alectoris)
Art: Felsenhuhn
Wissenschaftlicher Name
Alectoris barbara
(Bonnaterre, 1792)
Alectoris barbara

Das Felsenhuhn (Alectoris barbara) ist eine Vogelart aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae), die zur Ordnung der Hühnervögel (Galliformes) gehört.

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Das Felsenhuhn ähnelt dem Alpensteinhuhn. Auffälligstes Unterscheidungsmerkmal sind der Kehlfleck und der Überaugenstreifen, der bei dieser Art hellblaugrau ist. Das Felsenhuhn hat außerdem ein kastanienbraunes Halsband, das weiß gefleckt ist. Hinter dem Auge verläuft ein langer, senkrechter und rosafarbener Streif.

Das Felsenhuhn ist ein Bodenbewohner, der nur sehr selten auffliegt. Es gilt als scheuer Einzelgänger.

Stimme[Bearbeiten]

Das Felsenhuhn fällt am ehesten durch seine Rufe auf, die unter günstigen Bedingungen kilometerweit zu hören sind. Es handelt sich um einen durchdringenden schrillen tschruih-Ruf, der in der Tonhöhe ansteigt. Vom Felsenhuhn ist außerdem ein hartes und raues kraik oder krelik zu hören. Das Felsenhuhn nimmt während des Rufens eine sehr hochgereckte Schauhaltung ein. Die Rufe erklingen in einem Abstand von fünf Sekunden. Gelegentlich rufen zwei benachbarte Felsenhühner im Wechsel.[1]

Verbreitungsgebiet und Lebensraum[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Felsenhuhns erstreckt sich vom nördlichen Randgebiet der Sahara bis ins nordwestliche Ägypten und nach Marokko. Es kommt auch auf Fuerteventura[2], Teneriffa, Lanzarote und Gomera vor, wo es vermutlich durch den Menschen eingeführt wurde. Auch die auf Sardinien vorkommende Population wurde möglicherweise eingeführt. Innerhalb dieses Verbreitungsgebietes werden vier Unterarten beschrieben [3]:

Die Art ist sehr anpassungsfähig. Neben Kulturland kommt es in Euphorbiensteppen, in Eukalyptuswäldern sowie im Gebirge bis zur Schneegrenze vor. Das Gelege besteht aus zehn bis 14 Eiern, die rotbraun gepunktet sind. Die Brutdauer beträgt 25 Tage. Die Jungvögel bleiben mit den Altvögeln bis zur nächsten Brutperiode zusammen.

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-Heiner Bergmann; Hans-Wolfgang Helb; Sabine Baumann; Die Stimmen der Vögel Europas – 474 Vogelporträt mit 914 Rufen und Gesängen auf 2.200 Sonogrammen. Aula-Verlag, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-89104-710-1, S. 81. Für die lautmalerische Umschreibung der Stimmen ist diese Quelle verwendet worden.
  2. P. Martín, A. Cardona: Avifauna Canaria II, Aves de las Zonas Bajas S. 55.
  3.  James F. Clements: The Clements Checklist of the Birds of the World. Cornell University Press, Ithaca 2007, ISBN 978-0-8014-4501-9.
  4. Anton Reichenow (1899), S. 189.
  5. Pierre Joseph Bonnaterre, S. 208, Tafel 94, Figur 2.
  6. Anton Reichenow (1895), S. 110.
  7. Anton Reichenow (1896), S. 76.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz-Sigurd Raethel; Wachteln, Rebhühner, Steinhühner, Frankoline und Verwandte, Verlagshaus Reutlingen, Reutlingen 1996, ISBN 3-88627-155-2
  •  Pierre Joseph Bonnaterre: Tableau encyclopédique et méthodique des trois règnes de la nature : dédié et présenté a M. Necker, ministre d'État, & directeur général des Finances (= Ornithologie). Panckoucke, Paris 1790-1791.
  •  Anton Reichenow: Bericht über die November-Sitzung 1894. In: Journal für Ornithologie (= 5. Bd. 43, Nr. 1). 1895, S. 108–111 (online, abgerufen am 29. Dezember 2014).
  •  Anton Reichenow: Über ein merkwürdiges Steinhuhn. In: Ornithologische Monatsberichte. Bd. 4, 1896, S. 76 (online, abgerufen am 29. Dezember 2014).
  •  Anton Reichenow: Jahresversammlung der Deutschen Ornithologischen Gesellschaft. In: Ornithologische Monatsberichte. Bd. 7, Nr. 12, 1899, S. 185–189 (online, abgerufen am 29. Dezember 2014).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Felsenhuhn (Alectoris barbara) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Alectoris barbara in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: BirdLife International, 2012. Abgerufen am 29. Januar 2014