Ferhat Abbas

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Ferhat Abbas

Ferhat Abbas (* 24. Oktober 1899 in Taher, Algerien; † 27. Dezember 1985 in Algier) war ein algerischer Freiheitskämpfer, Politiker und Präsident der algerischen Nationalversammlung.

Abbas wurde als Sohn eines lokalen Stammesnotablen (Qaid) in eine wohlhabende arabische Familie geboren. Abbas konnte sich als Besitzer eines Textiliengeschäfts in Sétif in der Stadt eine starke politisch Basis aufbauen. Abbas agitierte vor dem Zweiten Weltkrieg, unter anderem in Buchform für eine totale Assimilation der algerischen Bevölkerung in die französische Nation und die europäische Kultur.[1]

Abbas war ebenso ein führender Mann im Algerienkrieg und trat für die Unabhängigkeit Algeriens von Frankreich ein. Am 1. November 1954 begann er mit einer Gruppe von Nationalisten, die sich Nationale Befreiungsfront (Front de Libération Nationale) nannten, eine Guerilla-Revolution gegen Frankreich.

Ferhat Abbas floh 1956 nach Kairo und leitete von 1958 bis 1961 die algerische Exilregierung in Tunis. Am 18. November 1962 wurde in Evian ein Waffenstillstand mit Frankreich vereinbart, und Abbas wurde Präsident der algerischen Nationalversammlung und provisorisches Staatsoberhaupt. Nachdem er 1964 unter Hausarrest gestellt worden war, blieb er der Öffentlichkeit fern.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Martin Evans : Algeria - France's undeclared war, Oxford, 2012, S. 55f

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Ferhat Abbas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien