Folk-Rock

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Roger McGuinn
Fairport Convention

Folk-Rock, auch Folk Rock oder Folkrock, ist eine Musikrichtung, die eine Synthese aus Folk und Rockmusik darstellt.

Elektrifizierte Folkmusik[Bearbeiten]

Der ursprüngliche Folk-Rock entstand in den 1960er Jahren in den Vereinigten Staaten und Kanada. Typisch waren dichte Gesangsharmonien sowie ein relativ effekt- und verzerrungsfreier Klang der elektrischen Instrumente, verkörpert etwa durch den Sound des Byrds-Gitarristen Roger McGuinn. Das Repertoire war teilweise an den eigentlichen Folk, deutlicher jedoch an Liedermacher aus dem Folk-Umfeld wie Bob Dylan angelehnt. Auch akustische Instrumente werden eingesetzt.

Anglo-keltischer Folk-Rock[Bearbeiten]

Diese Variante des Folk-Rock mündete im British Folk Rock (auch Electric Folk) der späten 1960er Jahre. Ausgehend vom nordamerikanischen Folk-Rock war es neben einigen anderen vor allem die stilprägende Band Fairport Convention, die bewusst Elemente des britischen Folk in ihre Musik aufnahm. Kurz darauf begann die ursprünglich eher traditionelle Folkgruppe Steeleye Span verstärkt Elemente der Rockmusik in ihre Stücke einzubauen und erzielte ähnliche Ergebnisse. Nachdem die Mischung aus irischem Folk und Rock durch die englischen Steeleye Span einen gewissen Ruhm erlangt hatte, besannen sich auch Bands aus Irland wie Horslips auf diese Art von Musik.

Erwähnenswert ist auch die Strömung des Celtic Rock, die stilistische Elemente der Folkmusik Irlands, Schottlands, Cornwalls und der Bretagne adaptierte. Prägend für diese Variante war neben der irischen Band Clannad der bretonische Harfenist und Sänger Alan Stivell, der über die Grenzen Frankreichs hinaus die Stilistik populär machte und oft als „Vater des Celtic Rock“ bezeichnet wird. Zumindest in der ersten Hälfte der 1970er Jahre stand der Celtic Rock seinen Wurzeln im Folk sehr nahe, die Stücke bezogen sich deutlich auf die traditionellen keltischen Fiddle- und Harfenmelodien und sogar Gesangsweisen, jedoch verzichteten sie nicht auf Gitarrenverstärker und Schlagzeug. Im Laufe der Jahre wandten sich viele Interpreten, darunter auch Clannad und Stivell, zunehmend esoterischen oder von New Age geprägten Inhalten zu, ohne jedoch ihre folkloristischen Wurzeln ganz hinter sich zu lassen. Diese Entwicklung hin zur Rockmusik inspirierte selbst wiederum einige neue Spielarten, darunter den englischen Folk-Rock.

Im weiteren Sinn umfasst der Begriff Folk-Rock auch weitere vergleichbare Musikrichtungen und Strömungen in der englischsprachigen Welt, ihren keltischen Randgebieten und bis zu einem gewissen Grad auch in anderen europäischen Gebieten. Ähnlich wie das Genre selbst sind seine Grenzen schwer zu definieren. Instrumentierung, Spiel- und Gesangsweise sowie die Auswahl des Materials des Folk-Rocks können wahlweise stärker dem Folk oder der Rockmusik nachempfunden sein. Obwohl als Ursprung des eigentlichen Folk-Rocks vor allem die Musik der weißen englischsprachigen Nordamerikaner angeführt wird, ist nicht eindeutig abgegrenzt, welche anderen Folk-Kulturen ebenfalls als Einfluss in Betracht kommen. Jedoch ist zu beachten, dass die Bezeichnung im Regelfall nicht auf Blues-basierte oder andere Musik afroamerikanischen Ursprungs angewandt wird, ebenso wenig wie auf frankokanadische Musik und insbesondere seit den 1980er Jahren auch nicht auf die Musik anderer außereuropäischer Bevölkerungsgruppen, die seitdem generell eher als Weltmusik eingestuft wird.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Craig Morrison: American Popular Music. Rock and Roll. Checkmark Books, New York 2006, S. 84f.
  • Paul Nelson: Folk Rock. In: Jim Miller (Hrsg.): The Rolling Stone Illustrated History of Rock & Roll. Rolling Stone Press/Random House, New York 1976, S. 216–221.