Fränkischer Tag

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Fränkischer Tag
Fränkischer Tag Logo.svg
Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Mediengruppe Oberfranken –
Zeitungsverlage GmbH & Co. KG
Erstausgabe 1946
Verkaufte Auflage
(IVW 1/2014, Mo–Sa[1])
68.302 Exemplare
Chefredakteur Frank Förtsch
Weblink www.infranken.de

Der Fränkische Tag (Abkürzung: FT) ist mit einer Auflage von etwa 70.000 Exemplaren eine der größten Tageszeitungen Oberfrankens und hat seinen Sitz in Bamberg.

Unternehmensdaten[Bearbeiten]

Der Fränkische Tag (Fränkischer Tag GmbH & Co. KG) hat 485 Mitarbeiter. Der Umsatz des Jahres 2004 betrug rund 50 Millionen Euro.

Im Landkreis und der Stadt Bamberg gibt es neben dem FT keine weitere Tageszeitung, beide sind damit sogenannte Einzeitungskreise.

Ressorts[Bearbeiten]

Wie andere Zeitungen besteht der Fränkische Tag aus unterschiedlichen Ressorts. Nachrichten aus Deutschland, Europa und der Welt werden durch die Nachrichtenagentur dpa und durch Korrespondenten im In- und Ausland geliefert. Der Fränkische Tag legt Wert auf seine eigene lokale Berichterstattung inklusive eines regionalen und überregionalen Sportteils sowie eines Feuilletons.

Geschichte[Bearbeiten]

Ausgabe von 1952

Der Fränkische Tag geht auf die fürstbischöfliche Hofdruckerei des Kronacher Druckers Georg Andreas Gertner zurück. Die erste Bamberger Zeitung kam 1754 heraus. Die Zeitung wurde mehrmals umbenannt. Napoleon ließ 1806 die anlässlich der Kriegserklärung an Preußen erlassene Proklamation drucken. 1808 wurde Georg Wilhelm Friedrich Hegels Hauptwerk Phänomenologie des Geistes gedruckt. Die Lokalzeitung Bamberger Tagblatt im Oktavformat entstand 1834.

Das Bamberger Tagblatt fusionierte 1933 mit dem Fränkischen Volk unter dem Titel Bayerische Ostmark. Nach dem Zweiten Weltkrieg erteilen die Alliierten 1945 erneut eine Zeitungslizenz. Die erste Ausgabe des Fränkischen Tages erschien 1946. Bei der Wahl des Namens bediente man sich – dem damaligen Chefredakteur Hans Brey zufolge – bewusst aufklärerischer Metaphorik: Solle die Zeitung doch dabei „mithelfen, Frankens Volk herauszuführen aus der dunklen Nacht nazistischer Irrlehren in den hellen Tag einer neuen Zeit“. (So Brey im ersten Leitartikel des Jahres 1946)

Im Jahr 1970 wurde das Bamberger Volksblatt übernommen. Die Umstellung von Bleisatz auf Lichtsatz erfolgte 1981. Die Zeitung beteiligte sich 1987 auch am Lokalsender Radio Antenne Franken, der später zu Radio Bamberg wurde. Von 1990 bis 1992 wird der Thüringer Tag herausgegeben, der den gleichen Mantel wie der FT hatte und Lokales für Süd- und Ostthüringen enthielt. Ein Engagement im Fernsehen entstand 1996 mit Oberfranken TV. Ein Jahr später wurde ein Online-Auftritt ins Leben gerufen.

Im Jahr 2003 wurde die Mehrheit an der Baumann GmbH & Co. KG übernommen. Seitdem gehören auch das Coburger Tageblatt und die Bayerische Rundschau zum Verlag. Zusammen erreichen die drei Zeitungstitel, deren überregionale Seiten in Bamberg produziert werden, eine tägliche Auflage von etwas mehr als 100.000 Exemplaren am Tag.[2]

Ein Relaunch des Fränkischen Tags und eine Umstrukturierung der Redaktionsorganisation nach dem Prinzip des Newsdesk erfolgte 2005. Im Jahr 2008 wurde die Zeitungsdruckerei als Pressedruck Oberfranken GmbH & Co. KG ausgegliedert. Seitdem werden neben den Tageszeitungen und Anzeigenblättern der F“-Verlagsgruppe auch Fremdaufträge gedruckt, z. B. Anzeigenblätter und das Heinrichsblatt, die Kirchenzeitung des Erzbistum Bambergs.

Ausgaben[Bearbeiten]

Bezeichnung der Lokalausgabe Verbreitungsgebiet Verkaufte Auflage
Fränkischer Tag (FT) Ausgabe A kreisfreie Stadt Bamberg und Landkreis Bamberg 37.420[3]
FT Ausgabe B Landkreis Forchheim, Forchheim 11.206[4]
FT Ausgabe C Landkreis Erlangen-Höchstadt, Erlangen, Herzogenaurach 4853[5]
FT Ausgabe D Landkreis Lichtenfels, Lichtenfels, Bad Staffelstein (Oberes Maintal) 3467[6]
FT Ausgabe E Landkreis Haßberge, Ebern, Zeil am Main 5493[7]
FT Ausgabe K Landkreis Kronach, Kronach 5863[8]
Gesamt 68.302

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Summe der Einzelausgaben.
  2. AufMacher – Die Mitarbeiterzeitung im Medienhaus Fränkischer Tag/Baumann; Ausgabe Oktober 2008 Seite 30
  3. laut IVW, erstes Quartal 2014, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  4. laut IVW, erstes Quartal 2014, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  5. laut IVW, erstes Quartal 2014, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  6. laut IVW, erstes Quartal 2014, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  7. laut IVW, erstes Quartal 2014, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  8. laut IVW, erstes Quartal 2014, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)

49.88361111111110.924166666667Koordinaten: 49° 53′ 1″ N, 10° 55′ 27″ O