François de Franquetot, duc de Coigny

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François de Franquetot, duc de Coigny (* 16. März 1670 Schloss Coigny in Coutances; † 18. Dezember 1759) war Marschall von Frankreich, Graf und seit 1747 Herzog von Coigny. Von 1704 bis 1734 war er Colonel général des dragons.

Coigny de Franquetot, Marschall von Frankreich

Leben[Bearbeiten]

Coigny de Franquetot entstammt einer Soldatenfamilie, sein Vater war General und sein Onkel Charles-Auguste de Goyon-Matignon (1647–1739) Marschall von Frankreich. So entschloss sich auch François de Franquetot für den Militärdienst. Er tritt mit 17 Jahren den Musketieren bei und macht rasch Karriere. 1690 wird er Hauptmann und in der Schlacht bei Fleurus verwundet. 1691 wurde er zum Mestre de camp befördert. Zu Beginn des Spanischen Erbfolgekrieges wurde er nach Flandern zu Louis-François de Boufflers versetzt und 1702 zum Colonel, 1703 zum Maréchal de camp und 1709 zum Lieutenant général befördert. Während der Schlacht bei Malplaquet kann er sich als Kommandeur des Regiments Piemont auszeichnen.

1719 war er im Krieg der Quadrupelallianz zur Unterstützung von Philipp V. in Spanien, wo er mit dem General James Fitzjames an der Belagerung von Hondarribia und San Sebastian teilnimmt.

Im Polnischen Erbfolgekrieg von 1733 bis 1738 kämpfte er mit François-Marie de Broglie gegen die Österreicher. In der Schlacht von San Pietro im Juni 1734 und der Schlacht bei Guastalla im September 1734 konnte er mit ihm die Österreicher in Italien schlagen. Er wurde am 14. Juni 1734 zum Marschall von Frankreich ernannt.

Im anschließenden Österreichischen Erbfolgekrieg von 1740 bis 1748 wurde er 1743 Nachfolger von de Broglie. Er schlug die Österreicher in der Schlacht bei Weißenburg am 5. Juli 1744 und konnte Freiburg besetzen. Die größte Stadt in Vorderösterreich fiel so in französische Hände. Im Winter 1744/45 konnte er so in Schwaben bleiben.

1747 wurde er zum Herzog von Coigny ernannt. Seine Ehefrau war die Henriette de Montbourcher. Im Jahr 1748 starb sein Sohn in einem Duell. Der General konzentrierte sich daraufhin auf die Verwaltung seines Besitzes. 1756 gab er diese zu Gunsten seines Enkel Henri de Franquetot, duc de Coigny auf. Coigny de Franquetot starb wenig später 1759.

Familie[Bearbeiten]

Coigny de Franquetots Eltern waren der General Robert Jean Antoine Franquetot, comte de Coigny († 1704) und Marie Françoise Goyon de Matignon (1648–1719).[1][2] Am 4. Dezember heiratete er Henriette de Montbourcher du Bordage (* 1671; 8. Oktober 1751). Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Marie Françoise Adélaïde (* 16. September 1700; † ?)
  • Jean-Antoine-François (* 29. September 1702; † März 1748 in einem Duell), Nachfolger und Vater von Henri de Franquetot, duc de Coigny X Corentine de Nevet en Bretagne
  • Charlotte (* 11. November 1703; † 1772) X Februar 1726 Jean-Baptiste Colbert de Croissy Sohn von Jean-Baptiste Colbert, marquis de Torcy (Haus Colbert)
  • Elisabeth-Marie (* 29. April 1705; † ?)

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Genealogie der Familie
  2. http://www.pastellists.com/Genealogies/Franquetot.pdf