Francesco Robba

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Francesco Robba (* 1. Mai 1698 in Venedig; † 24. Januar 1757 in Zagreb) war ein italienischer Bildhauer des Barock.

Leben[Bearbeiten]

Francesco Robba erhielt seine Ausbildung in der Werkstatt des venezianischen Bildhauers Pietro Baratta 1711 bis 1716. Im Jahre 1720 zog er nach Ljubljana, um mit dem slowenischen Meister Luka Mislej zu arbeiten und heiratete dessen Tochter Theresa im Jahr 1722.

In dieser frühen Zeit zeigten seine erste Marmorstatuen und Reliefs noch den Einfluss von Pietro Baratta. Als Mislej im Jahre 1727 starb, übernahm Robba seine Werkstatt und seinen Kundenstamm. Bald erwarb sich Robba einen eigenen Ruf und erhielt prestigeträchtige Aufträge von kirchlichen, adeligen und bürgerlichen Förderern. Bereits im Jahr 1729 wurde seine Arbeit in einem Brief an den Fürsten Imre Esterházy de Galántha, Erzbischof von Esztergom durch den Rektor des Jesuitenkollegs in Zagreb, Francesco Saverio Barci, gelobt.

Ab 1727 zeugen seine Werke von einer wachsenden Selbstbewusstheit. Seine technische Virtuosität zeigt sich im emotionalen Ausdruck und den raffinierten Formen seiner Skulpturen.

Der Brunnen der drei Flüsse der Krain, Ljubljana

Er wurde von Ljubljana als Ehrenbürger anerkannt. Im Jahre 1743 wurde er in den externen Rat der Stadt gewählt. Im Jahre 1745 wurde er zum „Staats-Ingenieur“ der Krain ernannt. Während dieser ganzen Zeit verlor er nicht den Kontakt mit Venedig, da er seine Heimatstadt mehrfach besuchte. Dies ermöglichte ihm mit der barocken Bildhauerszene in Mittelitalien und Rom in Kontakt zu bleiben.

Im Jahre 1755 verließ er Ljubljana nach Zagreb in Kroatien, wo er am 24. Januar 1757 starb.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Das bekannteste Werk von Francesco Robba ist der „Brunnen der drei Flüsse der Krain“ von 1751. Diese Flüsse sind Ljubljanica, Save und Krka. Er wurde von Berninis Brunnen der vier Flüsse auf der Piazza Navona in Rom inspiriert.

Andere Arbeiten waren der Narziss-Brunnen in Ljubljana, Altar und Statuen (1736) in der Jakobs-Kirche in Ljubljana, ein Altar in der Kathedrale des Heiligen Nikolaus (Ljubljana), einen Altar in der Franziskanerkirche Mariä Verkündigung (Ljubljana), eine Statue des Hl. Johannes Nepomuk in Klagenfurt und ein Altar in der Pfarrkirche in Vransko.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]