Franz Carl Adelbert Eberwein

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Franz Carl Adelbert Eberwein (* 10. November 1786 in Weimar; † 2. März 1868 in Weimar) war Musikdirektor und Dirigent an der großherzoglichen Oper in Weimar.

Franz Carl Adalbert Eberwein

Leben[Bearbeiten]

Franz Carl Adelbert Eberwein war Angehöriger einer Familiendynastie, die wichtige Beiträge zur Musikentwicklung im klassischen und nachklassischen Weimar leistete. Sein Vater Alexander Bartholomäus Eberwein war Hof- und Stadtmusikus in Weimar und zuständig für die Musik bei Hochzeiten, Begräbnissen und Jahrmärkten. Bei ihm ging sein Sohn in die Lehre und wurde mit 17 Jahren Flötist in der Hofkapelle. Goethe erkannte seine Begabung und ermöglichte ihm eine Weiterbildung bei Carl Friedrich Zelter in Berlin. Nach seiner Rückkehr stieg er 1826 bis zum Musikdirektor auf. Daneben war er Leiter der Kirchenmusik an der Stadtkirche und Musiklehrer am Gymnasium.

Zu seinem Förderer Goethe stand Eberwein in vertrautem Verhältnis. 25 Jahre lang leitete er die Hauskonzerte und Festmusiken im Goethehaus. Er vertonte viele Gedichte Goethes und schuf Bühnenmusiken zum Monodrama Proserpina und zum Faust. Diese wurde bis 1873 regelmäßig zu den Faust-Aufführungen gespielt. Besonderen Erfolg hatte seine Bühnenmusik zu Karl von Holteis Lenore. Außerdem komponierte er sieben Opern sowie Chöre und Kammermusik. In die Weimarer Freimaurerloge „Anna Amalia zu den drei Rosen“ wurde er im Jahre 1814 aufgenommen.

Eberweins Musik geriet bald in Vergessenheit. Sie kann nicht als klassisch im Sinne der großen Wiener Komponisten betrachtet werden, sondern ist eher dem vorklassischen Stil der Empfindsamkeit zuzurechnen.

Werke[Bearbeiten]

Das Libretto nach dem Werk Das Liebhaberkonzert schuf der Superintendent und Schriftsteller Christian Friedrich Gottfried Teuscher (1791–1865). Die Uraufführung war am 24. Februar 1815 in Weimar.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Oper in Deutschland zwischen 1770 und 1830., abgerufen am 30. Mai 2013