Franz Hamburger (Mediziner)

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Franz Hamburger als Heidelberger Rhenane, 1893/94

Franz Hamburger (* 14. August 1874 in Pitten; † 29. August 1954 in Vöcklabruck) war ein österreichischer Mediziner und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten]

Hamburger besuchte das Gymnasium in Wiener Neustadt und studierte Medizin in Heidelberg, München und Graz. In Heidelberg wurde er 1892 Mitglied des Corps Rhenania. Er bestand 1898 das medizinische Staatsexamen. Nach der Promotion zum Dr. med. war er zeitweilig als Schiffsarzt tätig, danach als Assistenzarzt in Heidelberg, Wien und Graz. Seine Fachausbildung als Kinderarzt absolvierte er ab 1900 bei Theodor Escherich. 1906 habilitierte er sich mit einer Arbeit über arteigenes und artfremdes Eiweiß und wurde Privatdozent. Als österreichischer Stabsarzt nahm Hamburger 1914 bis 1917 in Serbien und Italien am Ersten Weltkrieg teil. 1916 wurde er ordentlicher Professor für Kinderheilkunde an der Universität Graz. Nach dem Tod von Clemens von Pirquet erhielt er 1930 einen Ruf an die Universität Wien, wo er zugleich Vorstand der Universitätskinderklinik war. 1944 wurde er emeritiert, übernahm aber noch die Leitung der Kinderabteilung im Krankenhaus in Vöcklabruck.

Werke[Bearbeiten]

  • Lehrbuch der Kinderheilkunde (1920)

Literatur[Bearbeiten]

  • Verzeichnis der am 1. November 1937 lebenden Heidelberger Rhenanen. o. O. [1937], S. 37f.
  • Karl Heinz Tragl: Chronik der Wiener Krankenanstalten. Wien, Köln, Weimar 2007, S. 371