Franz Salvator von Österreich-Toskana
Erzherzog Franz Salvator von Österreich-Toskana (* 21. August 1866 in Altmünster; † 20. April 1939 in Wien) aus dem Hause Habsburg-Lothringen (Linie Habsburg-Lothringen-Toskana) war Erzherzog von Österreich und Offizier.
Inhaltsverzeichnis |
Leben [Bearbeiten]
Der Erzherzog wurde auf den vollen Namen Franz Salvator Maria Joseph Ferdinand Karl Leopold Anton von Padua Johann Baptist Januarius Aloys Gonzaga Rainer Benedikt Bernhard von Österreich-Toskana getauft. Franz Salvator war der Sohn von Erzherzog Karl Salvator aus dem toskanischen Zweig der Habsburger und seiner Ehefrau Maria Immaculata von Neapel-Sizilien.
Nach dem Studium an der Theresianischen Akademie wurde Franz Salvator 1881 Leutnant des Ulanen-Regiments Nr. 6, war 1895 bei den Kaiserjägern und wechselte danach zur Kavallerie. 1911 wurde er zum General der Kavallerie ernannt und war zuletzt Kommandant der Kavallerie-Division in Wien. Während des Ersten Weltkriegs diente Franz Salvator zwischen 1914 und 1918 als General-Inspektor der freiwilligen Sanitätspflege und war Protektor-Stellvertreter des Roten Kreuzes in Österreich und Ungarn.[1]
Familie [Bearbeiten]
Franz Salvator heiratete am 31. Juli 1890 in Ischl die jüngste Tochter des österreichischen Kaisers Franz Joseph I., die Erzherzogin Marie Valerie (1868–1924). Sie hatten zehn Kinder:
- Elisabeth (1892–1930)
- Franz Karl (1893–1918)
- Hubert Salvator (1894–1971)
- Hedwig (1896–1970)
- Theodor Salvator (1899–1978)
- Gertrud (1900–1962)
- Maria (1901–1936)
- Clemens Salvator (1904–1974)
- Mathilde (1906–1991)
- Agnes (1911–1911).[2]
Franz Karl (1893–1918), der älteste Sohn, starb unverheiratet und kinderlos. Clemens Salvator (1904–1974) erklärte nach dem Ersten Weltkrieg seinen Austritt aus dem Haus Habsburg-Lothringen, erhielt den Titel Prinz von Altenburg und begründete damit eine neue Familie, das Adelsgeschlecht Altenburg.
Die Ehe, die am Anfang harmonisch war, wurde mit der Zeit schlechter und Franz Salvator begann sich nach anderen Frauen umzusehen. Er hatte eine Affäre mit Prinzessin Stephanie zu Hohenlohe (1891–1972), auch bekannt als "Hitlers Spionin" und mit ihr einen unehelichen Sohn, Franz Josef zu Hohenlohe-Schillingsfürst (* 1914), den er zu Lebzeiten Valeries anerkannte.
Im Jahre 1934, 10 Jahre nach Marie Valeries Tod, heiratete Franz Salvator Melanie von Risenfels (1898–1984), Tochter des letzten Freiherrn von Risenfels.
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- Dr. h. c. der Universität Innsbruck
- Großkreuz des St.-Stephan-Ordens
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Literatur [Bearbeiten]
- Franz Salvator, Erzhg. von Österr.. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 1. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1957, S. 353.
Weblinks [Bearbeiten]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Franz Salvator von Österreich-Toskana |
| ALTERNATIVNAMEN | Franz Salvator Maria Joseph Ferdinand Karl Leopold Anton von Österreich-Toskana; Habsburg-Lothringen, Franz Salvator |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Erzherzog |
| GEBURTSDATUM | 21. August 1866 |
| GEBURTSORT | Altmünster |
| STERBEDATUM | 20. April 1939 |
| STERBEORT | Wien |
- Erzherzog
- Träger des k.u. Sankt Stephans-Ordens (Großkreuz)
- Träger des Schwarzen Adlerordens
- Knight Grand Cross des Royal Victorian Order
- Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies (Österreich) (19. Jahrhundert)
- Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies (Österreich) (20. Jahrhundert)
- Österreich-Toskana
- Österreicher
- Geboren 1866
- Gestorben 1939
- Mann