Friendica

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Friendica
Friendica Logo.png
Entwickler Friendica
Aktuelle Version 3.2
(14. Oktober 2013)
Betriebssystem GNU/Linux
Programmier­sprache PHP, MySQL, JavaScript
Kategorie Soziales Netzwerk
Deutschsprachig ja
friendica.com

Friendica (ehemals Friendika) ist eine freie Software für ein verteiltes soziales Netzwerk. Der Fokus liegt auf wirkungsvollen Datenschutzeinstellungen und leichter Installation auf eigenen Servern. Zudem lassen sich andere soziale Netzwerke und Blogs leicht integrieren. Im Januar 2014 hatte die öffentliche Benutzerliste von Friendica über 10.000 Einträge[1], es besteht jedoch keine Pflicht, das Benutzerprofil dort zu veröffentlichen.

Features[Bearbeiten]

Friendica ist nach eigenem Bekunden dezentralisiert, quelloffen, privat, modular und föderiert.[2]

Derzeit können Friendica-Anwender nicht nur die systemeigene verteilte Netzwerktechnik nutzen, sondern auch Kontakte aus Facebook, Twitter, Diaspora, StatusNet und anderen Diensten im 'Stream' einbinden. Wo immer möglich, ist die Kommunikation bidirektional. Zusätzlich lassen sich E-Mail-Kontakte integrieren. Konnektoren erlauben außerdem die Blogpflege von Friendica aus, z. B. für WordPress-Seiten.[2]

Registrierung mehrerer User auf dieselbe E-Mail-Adresse[Bearbeiten]

Für eine Website kann auf dieselbe E-Mail-Adresse normalerweise nur ein Benutzer registriert werden.

Bei Friendica jedoch können auf dieselbe E-Mail-Adresse mehrere Benutzer registriert werden. Ist außer der Adresse auch das Passwort gleich, so kann man durch den "Verwalten"-Link bequem zwischen denen hin und her schalten. Dieser Trick ermöglicht es einem Benutzer, innerhalb von Friendica mehrere Foren zu betreiben[3].

Entwicklung[Bearbeiten]

Hinter Friendica steht kein Unternehmen. Die Entwickler arbeiten freiwillig und das Projekt wird informell betrieben, wobei die Plattform selbst für die Kommunikation der Entwickler untereinander genutzt wird.[4]

Installation[Bearbeiten]

Das Ziel der Entwickler ist es, die Installation der Server-Software auch für technische Laien einfach zu machen. Sie argumentieren, dass Dezentralisierung auf kleinen Servern eine Schlüsselbedingung für die Freiheit der Anwender und für ihre datentechnische Selbstbestimmung darstellt. Friendica kann auf einem Server installiert werden. Die Schwierigkeitsstufe ähnelt dann einer Installation von WordPress. Zudem betreiben Freiwillige auch öffentliche Server, so dass Einsteiger die Installation eigener Software auch ganz vermeiden können.[5]

Rezeption[Bearbeiten]

Die deutsche Computerzeitschrift c't beschrieb Friendica im Februar 2012 als leicht zu installierendes System, das dem Alternativprojekt Diaspora in einigen Punkten voraus sei.[6]

Die T3N führte Friendica im März 2012 als einen Facebook-Rivalen auf.[7]

Friendica wird vom Projekt GNU Telephony (auch bekannt als GNU SIP Witch) eingesetzt und empfohlen.[8]

In der Infoshop News wurde Friendica als Alternative zu Google+ und Facebook für die Bewegung Occupy Nigeria beschrieben.[9]

Im Deutschlandradio Wissen wurde Friendica am 23. Januar 2012 in einer Sendung über dezentrale Netzwerke als Beispiel eines solchen Projekts genannt. Interviewpartner Torsten Grote von FSFE verlinkte anschließend auf die Aufnahme in seinem Blog.[10]

Im Blog Future Tense des Online-Magazins Slate wird Friendica in einem Beitrag[11] als sicherere Alternative zu Facebook genannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Friendica Global Directory
  2. a b http://friendica.com/features
  3. https://github.com/friendica/friendica/blob/master/doc/de/Forums.md
  4. http://friendica.com/node/17
  5. http://dir.friendica.com/siteinfo
  6. Jo Bager: Diaspora und andere Facebook-Alternativen - c't-Archiv, 5/2012, Seite 136. Heise Online, abgerufen am 21. Juli 2013 (Kostenpflichtiger Download des Zeitschriftenartikels).
  7. Facebook-Alternativen: Große und kleine Rivalen des sozialen Netzwerks. t3n Magazin, 28. März 2012, abgerufen am 29. März 2012.
  8. GNU Telephony. GNU Telephony, abgerufen am 29. März 2012.
  9. A Social Network Alternative for Occupy Nigeria. Infoshop News, 16. Januar 2012, abgerufen am 29. März 2012.
  10. Dradio Wissen: Dezentrale Soziale Netzwerke. blogs.fsfe.org, 23. Januar 2012, abgerufen am 30. März 2012.
  11. April Glaser and Libby Reinish: How to Block the NSA From Your Friends List. In: Slate.com. 17. Juni 2013, abgerufen am 21. Juli 2013.

Weblinks[Bearbeiten]