Fritz Kredel

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Fritz Kredel (* 8. Februar 1900 in Michelstadt, Odenwald; † 12. Juni 1973 in New York) war ein deutscher Grafiker und Illustrator.

Er studierte an den Technischen Lehranstalten Offenbach (die heutige Hochschule für Gestaltung) bei Prof. Rudolf Koch Typografie und Grafik.

Sein Werk ist typisch für die traditionellen Tendenzen in der Offenbacher Schule zu dieser Zeit. Diese Linie behält er auch nach seiner Emigration 1936 in die USA bei. Obwohl in Deutschland erfolgreich (u. a. für die Reihe Insel-Bücherei), gelingt ihm erst in New York City der Durchbruch.

Biografie[Bearbeiten]

  • 1921 Arbeit in der "Werkstattgemeinschaft" von Rudolf Koch
  • 1924 Studienaufenthalt in Florenz bei Victor Hammer
  • 1936 Ende seiner Lehrtätigkeit an den techn. Lehranstalten in Offenbach, aufgrund seiner jüdischen Herkunft. Emigration nach New York
  • 1940–1942 Lehrtätigkeit an der Cooper Union Art School in New York City

Werke[Bearbeiten]

  • 1927: Offenbacher Haggadah zusammen mit Berthold Wolpe
  • 1923-1936 Holzschnitte für Rudolf Koch: Das Zeichenbuch. Welches alle Arten von Zeichen enthält, wie sie gebraucht worden sind in den frühesten Zeiten, bei den Völkern des Altertums, im frühen Christentum und im Mittelalter. Mit Hilfe von Freunden gesammelt, gezeichnet und erläutert. [Die Zeichen wurden von Fritz Kredel in Holz. geschnitten] 2. bedeutend erweiterte Auflage Offenbach am M.: Gerstung 1926; Leipzig: Insel-Verlag 1936 [Der Abschr. über die Runen wurde von Friedrich von der Leyen bearbeitet]; Nachdruck: Frankfurt/Main, Insel (Insel-Bücherei 1021/2), 1985; 2. Auflage dieser Ausgabe 1986 ISBN 3-458-19021-X
  • Wandteppiche mit Gebeten in Hebräisch und Deutsch, zusammen mit Berthold Wolpe
  • Der Struwwelpeter. Nach der Urfassung neu gezeichnet und in Holz geschnitten von Fritz Kredel

Ausstellung[Bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten]

  • Fritz Kredel: das buchkünstlerische Werk in Deutschland und Amerika / Ronald Salter. - Rudolstadt : Burgart-Presse, 2003. -214 S. ISBN 3-910206-45-X (Burgart-Presse Jens Henkel, Mörla 45 A, 07407 Rudolstadt)
  • Kredel Brown, Mathilde. «A Comprehensive List of Kredel’s Work», Mathilde Kredel Brown, Judith Kredel Brown (Ed.). Fritz Kredel 1900-1973. Published on the Occasion of Kredel’s Centennial. Ohne Ort, 2000

Sammlungen seines Werks[Bearbeiten]

  • Kredel-Sammlung im Odenwaldmuseum Michelstadt: Die Kredelbücherei entstand aus Schenkungen, testamentarischen Überlassungen, Ankäufen aus Privatbesitz und Antiquariaten. Die Sammlung von Büchern, die Fritz Kredel illustriert hat, wird weiter ergänzt und umfasst derzeit ca. 500 Exemplare, die im Odenwaldmuseum in einem besonderen "Kredel-Zimmer" ausgestellt sind
  • Dale Roylence, Princeton University, NJ
  • George Salter Archive, Smith College, Northampton, MA
  • Deutsches Exilarchiv in der Deutschen Bibliothek Frankfurt/Main
  • Sammlung Exil-Literatur 1933-45 in der Deutschen Bücherei Leipzig

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jüdisch-christliche Weggemeinschaft in: FAZ vom 24. August 2011, Seite 41