Géza von Radványi

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Géza von Radványi (* 26. September 1907 in Kaschau als Géza Grosschmid; † 26. November 1986 in Budapest) war ein ungarischer Filmregisseur und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn des Advokaten und späteren Königlichen Vizenotars Géza Grosschmid und Bruder von Sándor Márai arbeitete zunächst als Journalist. Bereits 1928 war er beim Völkerbund in Genf akkreditiert. Anfang der 30er Jahre wurde er beim deutschen Film Regieassistent und Drehbuchautor. Er hielt sich meist in Berlin auf und kehrte 1939 nach Ungarn zurück. Hier konnte er erstmals selbst Regie führen, wobei seine Ehefrau Maria von Tasnady die Hauptrolle spielte.

1947 fand er Beachtung mit Irgendwo in Europa, einem von Béla Balázs angeregten einfühlsamen Spielfilm über die geistig entwurzelte Nachkriegsjugend Europas. Aufgrund dieses Filmes wurde Géza von Radványi in den folgenden Jahren oftmals die Regiearbeit für ambitionierte Projekte anvertraut, zunächst in Italien und Frankreich und ab 1954 in Deutschland, wo er nun auch lebte.

Hier schuf er 1958 das Remake Mädchen in Uniform und 1961 die zweiteilige Verfilmung des Romans Es muss nicht immer Kaviar sein. Auch die farbenprächtige Inszenierung des Romans Onkel Toms Hütte und von Der Kongreß amüsiert sich - ein Remake von Der Kongreß tanzt - wurde von ihm übernommen.

Géza von Radványi war von 1930 bis 1937 mit Eva Daghofer, der Tochter von Lil Dagover verheiratet. Danach heiratete er die ungarische Schauspielerin Maria von Tasnady, die in mehreren seiner Filme Hauptrollen erhielt.

Sein Grab befindet sich wie das seiner Ehefrau auf dem Friedhof in Planegg bei München.

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]