Gabriel de Castilla

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Gabriel de Castilla (* 1577 in Palencia, Spanien; † 1620 in Lima, Peru) war ein spanischer Seefahrer.

Potentielle Entdeckungen[Bearbeiten]

Südpolarmeer[Bearbeiten]

1603 wurde Castilla von Valparaíso aus mit drei Schiffen südwärts geschickt, um feindliche Einfälle holländischer Freibeuter in den südlichen Meeresgebieten Chiles einzudämmen. Dabei geriet Castilla in südliche Gewässer (64°S) jenseits der Drakestraße. Nach Castilla drang erst wieder James Cook 1773 mit 71° in noch südlichere Regionen vor. Castilla wäre somit der erste Seefahrer, der das Südpolarmeer erreichte.

Südliche Shetlandinseln[Bearbeiten]

Im Zuge dieser Expedition soll er auch Land ausgemacht haben, Castilla gilt somit auch als einer der potentiellen Entdecker der Südlichen Shetlandinseln und könnte somit der erste Europäer sein, der eine Landmasse, die zum antarktischen Kontinent gehört, entdeckt hat. Denselben Archipel könnte Dirk Gerritz bereits 1599 ausgemacht haben, doch auch seine Entdeckung wird angezweifelt.

Antarktisstation[Bearbeiten]

Nach ihm benannt ist auch die spanische Forschungsstation "Gabriel de Castilla" auf der Deception Island. Die Station wird nur im Sommer betrieben und wurde 1989–90 eröffnet.

Bibliografie[Bearbeiten]