Ghost Ship
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Ghost Ship |
| Originaltitel: | Ghost Ship |
| Produktionsland: | USA |
| Erscheinungsjahr: | 2002 |
| Länge: | 87 / 88 (ungeschnittene Fassung) Minuten |
| Originalsprache: | Englisch |
| Altersfreigabe: | FSK 18 |
| Stab | |
| Regie: | Steve Beck |
| Drehbuch: | Mark Hanlon |
| Produktion: | Joel Silver Robert Zemeckis Gilbert Adler Bruce Berman Steve Richards |
| Musik: | John Frizzell Micha Liberman Alec Wilder Gino Paoli |
| Kamera: | Gale Tattersall |
| Schnitt: | Roger Barton Rebecca Weigold |
| Besetzung | |
|
|
Ghost Ship, auch unter dem Verweistitel Ghost Ship – Das Geisterschiff bekannt, ist ein US-amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 2002.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Der Film beginnt gediegen mit ruhiger Musik und einem Schriftzug, der nicht vermuten lässt, dass es sich um einen Grusel- oder Horrorfilm handeln könnte. In der Eröffnungsszene sieht man eine große Schar Menschen der gehobenen Klasse in den 60er Jahren, die auf einem Luxus-Schiff, der Antonia Graza, stilvoll feiern und tanzen. Man sieht verschiedene Paare, die Sängerin mit Band und auch einige Offiziere. Sowohl im großen Saal als auch auf dem Vordeck erfreuen sich die Menschen an der Musik.
Ein Mädchen sitzt allein auf dem Vordeck und fühlt sich vernachlässigt. Alle Gäste sind in guter Stimmung. Es wird schließlich durch einen Offizier mit einem Buchstaben-Spiel aufgeheitert, indem er neben verschiedenen Zahlen den Satz 'I am so bored' (Ich bin so gelangweilt) darstellt, was das Mädchen zum Lächeln bringt. Als der Kapitän es entdeckt fordert er es zum Tanzen auf, wobei sie aufgrund des Größenunterschieds zu ihm aufschaut. In der nächsten Szene sieht man die Hand einer Person, die einen Hebel am Schiff umlegt. Daraufhin zieht eine Seilwinde ein dünnes Stahlseil auf. Die Musik wirkt nun geheimnisvoll bis bedrohlich. Das Bild wechselt in einen bläulichen Ton. Man sieht, dass das Stahlseil ein Quadrat um die Gäste bildet. Als es fast vollständig aufgewickelt ist, reißt es plötzlich von den Halterungen an der Reling ab und bahnt sich dadurch unaufhaltsam seinen Weg quer über Vordeck und durch den großen Saal, u. a. werden verschiedene Blumen abgeschnitten. Das Seil ist danach blutverschmiert. Alle Gäste erstarren und ihre Gesichter nehmen einen schmerzverzerrten Ausdruck an. Erst anschließend sieht man verschiedene Personen, die bluten und einen Schnitt durch Körper und Kleidung aufweisen. Es stellt sich heraus, dass alle Menschen in der Mitte des Körpers von diesem Seil durchtrennt wurden. Allmählich fallen die durchtrennten Körperteile auseinander. Zuletzt sieht man den Kapitän, der nicht wie alle anderen in der Körperhälfte, sondern im Kopf zerschnitten wurde, da er mit dem Mädchen in gebückter Haltung getanzt hat. Alle Personen, bis auf das kleine Mädchen, sind tot. Ihr Größe hat sie vor dem todbringenden Stahlseil gerettet. Sie schreit entsetzt auf. Anschließend wechselt die Szene in die Gegenwart.
Air-Force-Pilot Jack Ferriman sichtet bei einem Erkundungsflug vor der Küste Alaskas ein herrenlos herumtreibendes Schiff. Er bittet ein Bergungsteam um Captain Sean Murphy, sich mit ihm dort hin zu begeben. Obwohl die Gruppe gerade erst von einer sechsmonatigen Bergungstour zurück ist, willigen sie ein, in der Hoffnung, die Bergungsrechte für das Geisterschiff zu bekommen und reich zu werden.
Nach einiger Zeit auf See entdecken sie das Schiff. Es ist der seit dem 21. Mai 1962 vermisste italienische Luxusliner Antonia Graza, welcher damals unter mysteriösen Umständen spurlos verschwunden ist. Unter strömendem Regen machen die Entdecker ihre ersten Schritte auf dem wie aus dem Nichts erschienenen Schiff. Von diesem Zeitpunkt an scheint sie das Unglück zu verfolgen. Sie hören Stimmen und das Teammitglied Maureen sieht sogar den Geist des Mädchens aus der Eröffnungsszene. Als sie am nächsten Tag wieder das Schiff betreten, finden sie einen Laderaum voller Goldbarren, welche sie schließlich in ihr Rettungsboot tragen wollen. Der Mechaniker der Crew hielt sich währenddessen im Maschinenraum ihres Schiffes, der Arctic Warrior, auf. Der Zuschauer erkennt, wie eine Propangasflasche geöffnet wird und als der Steuermann Greer den Motor startet, explodiert die Warrior. Die restliche Crew ist damit auf dem Geisterschiff gefangen.
Das Team macht sich nun daran, ein Leck des Schiffes zu reparieren, um es vor dem Untergang-und sie damit vor dem Tod-zu retten. Die Crewmitlgieder entdecken auf ihren Streifzügen auch die Leichen einiger Männer, die noch nicht lange tot sein können, und finden eine Digitaluhr, die es 1962 noch nicht gegeben haben konnte. Maureen wird vom Geist Katie Hargroves, dem Mädchen, das zu Beginn des Films überlebt hat, darüber aufgeklärt, dass Jack Ferriman im Dienst des Teufels steht und nur noch wenige Seelen benötigt, bis wieder eine „Ladung“ vollständig ist. Sie führt sie dafür in die Vergangenheit und zeigt ihr, wie er selbst das todbringende Stahlseil gelöst hat, seine Helfer, die ruchlose Crew der Antonia, das Essen vergifteten, Menschen mit Rasiermessern töten oder hängten-wie die kleine Katie. Ihre Leiche findet Maureen später im Kleiderschrank ihres Zimmers. Im Swimmingpool richteten sie ein Blutbad an, bei dem sie die Gäste mit Gewehren töteten. Maureen fand anfangs die Einschusslöcher vor, aus denen in einer späteren Szene Blut heraustropft. Die Sängerin Francesca, mit Ferriman befreundet, wird schließlich mit einem Haken an einer Kette von ihm getötet und bekommt "das Mal", dass es ihm ermöglicht seine Opfer zu kontrollieren. Einzig Katie konnte er kein solches Mal anheften, da sie ohne Sünde war, als sie sterben musste. Die Crew wurde von Habgier zu den Schandtaten getrieben, da sie das von einem zweiten Luxusliner Loreley, der nur zwei Tage vor dem Verschwinden der Antonia Graza auf mysteriöse Weise unterging, gerettete Gold allein für sich haben wollten. Die Antonia kam damals zu Hilfe, konnte allerdings neben dem Gold nur einen einzigen Überlebenden aufnehmen. Der geistgewordene Kapitän klärt Sean Murphy später darüber auf, dass Ferriman jener Gerettete war. Diese Szene wird sich später noch einmal wiederholen. Nun beginnt Ferriman mit dem "ernten" der neu auf das Schiff gekommenen Seelen: Greer wird vom Geist der Sängerin Francesca verführt und stürzt in den Aufzugsschacht, Captain Sean Murphy sieht nach dem Gespräch mit dem Kapitän der Antonia überall sein durch die Bootsexplosion verstorbenes Besatzungsmitglied und versucht schließlich in einem erneuten Anfall noch Haluzinationen Maureen zu töten, woraufhin Ferriman ihn niederschlägt und in einen Bottich sperrt. Nachdem sie durch Katie die Wahrheit über das Geschehen vor 40 Jahren herausgefunden hatte, will sie Murphy retten, kommt allerdings zu spät. Aus seiner Hand fällt das Foto des Geretten, das Ferriman zeigt. Munder, der versucht die Schiffsmaschine zu reparieren, wird von den Zahnrädern getötet, die sich während seines Tauchganges in die überfluteten Räume in Gang setzten. Dodge wird schließlich von Ferriman selbst umgebracht, nachdem er versucht hatte ihn mit einer Flinte zu töten. Im Maschinenraum kommt es schließlich zum Kampf zwischen Maureen und Ferriman, bei dem sich herausstellt, dass Ferriman immer wieder Bergungsteams auf die Antonia führt, um das Schiff seetüchtig zu halten. Sobald alle Schäden beseitigt sind bringt er sie um und geht mit dem Geisterschiff erneut auf Beutefang. An der reparierten Stelle des Rumpfes hatte Maureen schon vor ihrem Auftauchen Sprengladungen angebracht, um das Schiff endgültig zu versenken. Sie kann sie schließlich, im Kampf mit Ferriman unterlegen, noch rechtzeitig auslösen und, vom Geist Katies geführt, das Schiff verlassen. Um sie herum steigen nun alle auf dem Schiff gefangenen Seelen auf und entfliehen ins Jenseits. Auch Katie kann nun, durch Maureen befreit, die sie an ihre Mutter erinnerte, in Frieden ruhen. Maureen selbst klammert sich an Katies Schrankkoffer und wird später von einem modernen Luxusliner gerettet. Sie ist also die einzige Überlebende des Untergang der "Antonia Graza", wie es damals Ferriman gewesen war. Beim Verlassen des Schiffes sieht sie dann - im Krankenwagen liegend - Ferriman zusammen mit ihrer toten Crew, die ersten „neuen“ Seelen Ferrimans, auf das Schiff steigen, um einen neuen „Auftrag“ zu beginnen. Sie tragen die Kisten mit dem verfluchten Gold an Bord und somit beginnt die Geschichte also von vorne.
[Bearbeiten] Kritik
Lexikon des Internationalen Films: Formal aufwändiger, aber holprig erzählter und haarsträubend umgesetzter Horrorfilm, der versucht, das angestaubte Flair von Gruselfilmen der 1950er-Jahre mit einem modisch gelackten Stil zu kombinieren.[1]
[Bearbeiten] Hintergrund
- Die Antonia Graza ist dem gesunkenen italienischen Luxusliner SS Andrea Doria sehr detailgenau nachempfunden. Das Interieur jedoch entstammt der Phantasie der Filmemacher.
- Um der Zensur zu entgehen, wurden die Personen in den ersten Szenen des Filmes nicht geköpft, sondern "durchtrennt".
- Beim Untergang der Graza kamen lediglich CGI-Effekte zum Einsatz. Für das Versenken eines großen Modells war das Budget zu gering.
- Bei Kosten von 35 Millionen US-Dollar spielte der Film 30 Millionen US-Dollar ein.
- Julianna Margulies und Ron Eldard (spielen Epps und Dodge) waren zu der Zeit ein Paar. Sie trennten sich aber 2003.
- Der Nachname Ferriman (engl. ferryman=Fährmann) ist vermutlich eine Anspielung auf Charon, einen Fährmann aus der griechischen Mythologie, der die Toten über den Fluss Acheron zu dem Totengott Hades brachte.
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Weblinks
- Ghost Ship in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- offizielle deutsche Ghost-Ship-Webseite
- offizielle englische Ghost-Ship-Webseite

