Giorgio Ardisson

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Giorgio Ardisson (* 13. Dezember 1931 in Turin; † 11. Dezember 2014 in Cerveteri[1]) war ein italienischer Schauspieler, der meist unter dem anglisierten Vornamen „George“ auftrat.

Leben[Bearbeiten]

Ardisson, von athletischer Statur und blond, wurde meist mit Agentenfilmen in Verbindung gebracht und war für einige Zeit gar als „der italienische James Bond“ bekannt.

Tatsächlich begann seine schauspielerische Karriere bereits mit einem Debüt in Mauro Bologninis Arrangiatevi! (1959), um dann mit Co-Star-Rollen in Peplums und Abenteuerfilmen fortgesetzt zu werden, so u.a. in Die Rache der Wikinger und Vampire gegen Herakles (beide von Mario Bava inszeniert).

Seine Auftritte in Agentenfilme wurden geprägt durch die kurze Reihe von Agent 3S3-Filmen (dessen dritter Einsatz nur in der BRD so betitelt wurde) unter der Regie von Sergio Sollima, die die in den 1960er Jahren übliche Mischung aus Spannung, Gadgets und ein bisschen Erotik bereithielten.

Später spielte Ardisson auch in Italowestern und einigen Giallos. Gegen Mitte der 1970er Jahre wurde er dann immer mehr in Sex-Komödien, später auch in Horror- und Actionfilmen minderer Machart (und Budgetierung) eingesetzt, in denen er auch meist wie ein Fremdkörper wirkte. Auch war er an fast jedem Film des Regisseurs Sergio Pastore beteiligt, dessen Werke jedoch kaum Distribution erhielten und schwer aufzufinden sind. Ardisson war somit bis zu Beginn der 1990er Jahre zu sehen.[2]

Filme (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1959: Arrangiatevi!
  • 1961: König der Seeräuber (Morgan il pirata)
  • 1961: Der Letzte der Wikinger (L’ultimo dei Vichinghi)
  • 1961: Vampire gegen Herakles (Ercole al centro della terra)
  • 1961: Die Rache der Wikinger (Gli invasori)
  • 1962: Zorros Heimkehr und Rache (Zorro alla corte di Spagna)
  • 1962: Cleopatra, die nackte Königin (Una regina per Cesare)
  • 1963: Katarsis
  • 1964: Keinen Cent für Ringos Kopf (Massacro al Grande Canyon)
  • 1965: Agent 3S3 kennt kein Erbarmen (Agente 3S3: Passaporto per l’inferno)
  • 1966: Agent 3S3 pokert mit Moskau (Agente 3S3, massacro al sole)
  • 1966: Fünf vor 12 in Caracas
  • 1966: Agent Pik As – Zeitbombe Orient (Asso di picche operazione controspionaggio)
  • 1967: Agent 3S3 setzt alles auf eine Karte (Omicidio per appuntamento)
  • 1967: Du stirbst um sechs in Tetuan (La lunga sfida)
  • 1968: Django – den Colt an der Kehle (Chiedi perdono a Dio… non a me)
  • 1968: O tutto o niente
  • 1968: El Zorro (El Zorro)
  • 1970: Django sfida Sartana
  • 1970: L’oro dei bravados
  • 1970: Die Weibchen
  • 1971: L’uomo più velenoso del cobra
  • 1974: Ciak, si muore
  • 1975: Eine Jungfrau in Blue Jeans (Una vergine in famiglia)
  • 1978: Terror (Occhi dalle stelle)
  • 1980: Höllentrip ins Jenseits (Eroina)
  • 1980: Erotic Family
  • 1982: Amok – Aufruhr in Afrika (Amok)
  • 1987: La croce dalle sette pietre
  • 1987: Delitti
  • 1988: Die Miami Cops (La Vendetta)

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Matt Blake: Giorgio Ardisson. The Italian James Bond. London 2013, 222 S., ISBN 9780956997319.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. RIP Giorgio Ardisson
  2. Enrico Lancia, Artikel Giorgio Ardisson, in Dizionario del cinema italiano. Gli attori. A-L. Gremese 2003, S. 30