Grüner Zipfelfalter

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Grüner Zipfelfalter
Grüner Zipfelfalter (Callophrys rubi)

Grüner Zipfelfalter (Callophrys rubi)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Bläulinge (Lycaenidae)
Unterfamilie: Lycaeninae
Gattung: Callophrys
Art: Grüner Zipfelfalter
Wissenschaftlicher Name
Callophrys rubi
(Linnaeus, 1758)

Der Grüne Zipfelfalter (Callophrys rubi), oder auch Brombeer-Zipfelfalter genannt, ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae). Seinen Namen hat er von der hellgrünen Unterseite der Flügel welche ihn im Blätterwerk sehr gut tarnen.

Merkmale[Bearbeiten]

Falter[Bearbeiten]

Die Flügelspannweite der Falter beträgt ca. 25 Millimeter. Oberseits sind die Flügel graubraun, auf der grasgrünen Flügelunterseite fällt eine weiße, unterbrochene Linie in der Postdiskalregion auf. Callophrys rubi kann auf Grund seiner markanten Flügelunterseite mit keiner anderen Art verwechselt werden. Auf den Vorderflügeln der Männchen befindet sich ein Duftschuppenfleck. Die Flügelränder sind leicht bogig gezahnt und haben weiße und braune Fransen. Als Unterscheidungsmerkmal dient die durchgezogene weiße Linie auf der Flügelunterseite.

Ansicht des Kopfes von vorne

Raupe[Bearbeiten]

Die Raupen hat einen grünen Körper und ist auf dem Rücken dunkler. An jeder Seite befindet sich ein gelber Streifen.

Ähnliche Arten[Bearbeiten]

Flugzeit[Bearbeiten]

Der Grüne Zipfelfalter ist univoltin, d. h. er bringt nur eine Generation hervor, die von März bis Juni/Juli fliegt.

Lebensraum[Bearbeiten]

Besiedelt werden trockene, warme Standorte wie Buschland, Heiden, Wiesen offenes Grasland sowie Waldränder. Die Art stellt keine besonderen Ansprüche an ihren Lebensraum.

Lebensweise[Bearbeiten]

Futterpflanzen sind unter anderem: Flügelginster (Chamaespartium sagittale), Färber-Ginster (Genista tinctoria), Heidelbeere (Vaccinium myrtillus), Rauschbeere (Vaccinium uliginosum), Sonnenröschen (Helianthemum) und Fingerkräuter (Potentilla). Die Raupe überwintert; am Flügelginster frisst sie vor allem die Blüten und jungen Hülsen. Die Männchen zeigen Territorialverhalten.

Verbreitung[Bearbeiten]

Der Grüne Zipfelfalter ist sehr weit verbreitet von Nordafrika über ganz Europa bis Sibirien. Nördlich kommt die Art sogar bis ins arktische Fennoskandinavien vor.

Status[Bearbeiten]

Er ist häufig anzutreffen, vielerorts aber schon seltener geworden.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lepiforum e. V., abgerufen am 10. Januar 2015

Literatur[Bearbeiten]

  •  Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7.
  •  Hans-Josef Weidemann: Tagfalter: beobachten, bestimmen. Naturbuch-Verlag, Augsburg 1995, ISBN 3-89440-115-X.
  •  Günter Ebert, Erwin Rennwald (Hrsg.): Tagfalter. 2. Spezieller Teil: Satyridae, Libytheidae, Lycaenidae, Hesperiidae. In: Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. 1. Auflage. Band 2, Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1991, ISBN 3-8001-3459-4.
  •  Günter Ebert (Hrsg.): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 10. Ergänzungsband. Mit Beitr. von Ulrich Bense. 1. Auflage. Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2005, ISBN 3-8001-4383-6., S. 312 f.
  • Manfred Koch: Wir bestimmen. Schmetterlinge. Band 1. Tagfalter Deutschlands. Neumann Verlag Radebeul 4. Auflage 1966
  • Elizabeth Balmer: Schmetterlinge: Erkennen und Bestimmen. Parragon Books, 2007, ISBN 9781407512037, S.70

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grüner Zipfelfalter – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien