Graeme Koehne

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Graeme Koehne (* 3. August 1956 in Adelaide) ist ein australischer Komponist klassischer Musik und Kompositionslehrer an der Universität Adelaide in Australien. Er ist für seine Orchester- und Balletmusik bekannt, die charakterisiert von einem direkt kommunikativen Stil und Tonalität umarmend sind. Seine Orchestertrilogie Unchained Melody, Powerhouse and Elevator Musik haben Anspielung auf Musik von Hollywood- und Zeichentrickfilmen, populäre Lateinmusik und andere Tanzmusik. Auf seine Musik üben die "verleumdeten und missverstandenen" Werke von Les Baxter, Nelson Riddle, Henry Mancini und John Barry einen Einfluss aus.

Leben[Bearbeiten]

Geboren wurde Koehne in Adelaide, South Australia. Seine Bachelor- und Masterstudien beendete er an der Universität Adelaide. Er studierte zunächst bei Richard Meale, danach er an der Yale University bei Louis Andriessen und Jacob Druckman sowie privat bei Virgil Thomson, dessen Einfluss umgehend zu merken ist, indem der Stil seiner nächsten Werke radikalisch vereinfacht, direkt und antimodern ist.

1986 kam er zurück nach Australien und wurde zum Dozenten in Komposition an der Elder Conservatorium of Music eingestellt.

Er ist einer der angesehensten und erfolgreichsten australischen Komponisten. In seinem Werk vereinigt er die unterschiedlichsten Einflüsse. Neben der traditionellen klassischen Musik, die er aufgrund einer fundierten Ausbildung beherrscht, scheut er sich nicht, auch populäre Musik wie Filmmusik oder Jazz in seine Kompositionen einfließen zu lassen. Sein schwer einzuordnendes Werk wird meist als postmodern bezeichnet.

Werke[Bearbeiten]

  • The Selfish Giant (Ballett nach Oscar Wilde), 1982
  • Nearly Beloved, Ballett 1986
  • Gallery: Nocturnes, Ballett 1987
  • The Summer of Our Memories, Ballett 1988
  • Voyage Within, Ballett 1988
  • Unchained Melody, 1991
  • Love Burns, Oper 1992
  • Powerhouse, 1993
  • Elevator Music, 1997
  • Inflight Entertainment für Oboe und Orchester, 1999
  • High Art. Konzert für Trompete und Orchester, 2003