Grauzone (Band)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Grauzone
Gründung 1980
Auflösung 1982
Genre Neue Deutsche Welle
Gründungsmitglieder
Gesang, Gitarre, Synthesizer Martin Eicher
E-Bass GT (Christian Trüssel)
Schlagzeug Marco Repetto
Letzte Besetzung vor der Auflösung
Gesang, Gitarre, Synthesizer Martin Eicher
Gesang, Gitarre, Synthesizer Stephan Eicher
E-Bass Ingrid Berney
Ehemalige Mitglieder
Saxophon Claudine Chirac

Grauzone war eine Schweizer Musikgruppe der frühen 1980er Jahre. Sie gehörte zu den Wegbereitern der Neuen Deutschen Welle (NDW). Mit ihrem größten Hit Eisbär gelang der Gruppe der Einzug in die österreichischen und deutschen Charts.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Ende 1979 verließen Marco Repetto (Schlagzeug) und GT (Bass) die Punk-Band Glueams, um sich zusammen mit Martin Eicher (Gitarre, Gesang) musikalisch neu auszurichten. Martin/Tinu hatte Glueams bereits bei ihrer Single mental unterstützt. Anfang März 1980 gaben sie ihr erstes Konzert als Grauzone im Club Spex in Bern. Martins Bruder Stephan Eicher (Gitarre) und Claudine Chirac (Saxophon) ergänzten die Gruppe temporär bei Live-Auftritten und Plattenaufnahmen.

Bekannt wurde Grauzone durch die beiden Stücke Eisbär und Raum, welche sie für die 1980 erschienene LP „Swiss Wave - The Album“ aufnahmen. Eisbär traf das Lebensgefühl der damaligen Zeit und bekam Radio-Airplay in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Das Stück wurde als Single veröffentlicht und erreichte Platz 6 in den österreichischen und Platz 12 in den deutschen Charts.

Die Gruppe verweigerte sich jedoch den kommerziellen Anforderungen und konzentrierte sich auf Film- und Studioarbeiten. Im Winter 1981 kehrten sie in die Sunrise Studios zurück, wo die Songs Moskau, Tanz und Ich lieb sie aufgenommen wurden. Im Juli und August 1981 gingen Martin und Stephan Eicher mit Marco Repetto erneut ins Sunrise-Studio und nahmen ihre erstes und zugleich letztes Studio-Album auf. Im Februar 1982 stieß Ingrid Berney zu Grauzone, um Martin und Stephan Eicher live zu unterstützen. Nach einer letzten Studiosession, bei der Ich und Du aufgenommen wurde, trennten sich die Wege der Musiker. Nach nicht einmal zehn Konzerten, vier Singles und einem Album löste sich die Gruppe 1982 auf.

GT und Marco Repetto formierten sich neu mit dem früheren Glueams-Gitarristen Martin Pavlinec und dem Drummer Dominique Uldry, zuerst als „Missing Link“, dann unter dem Namen „Eigernordwand“. GT wechselte anschließend zu der dem Futurismus angelehnten Aktionsgruppe „Red Catholic Orthodox Jewish Chorus“, um den Performance Künstler Edy Marconi, in der zeitweise auch Marco Repetto spielte. Später nannte sich die Gruppe „I Suonatori“. Stephan Eicher startete eine erfolgreiche Solokarriere. 1988 veröffentlichte Martin Eicher die EP „Spellbound Lovers“, ein ausgefallenes, jedoch unbeachtetes Werk. Marco Repetto erarbeitete sich ab 1989 in der Techno- und Ambient-Szene als DJ, Musiker und Produzent (u.a. mittageisen v2) einen Namen.

[Bearbeiten] Diskografie

[Bearbeiten] Singles

  • 1981 - Eisbär/Ich lieb sie (D #12, A #6)
  • 1981 - Moskau/Ein Tanz mit dem Tod/Ich lieb sie
  • 1982 - Träume mit mir/Wütendes Glas
  • 1983 - Moskau/Film 2

[Bearbeiten] Maxi-Singles

  • 1981 - Eisbär/Ich lieb sie/Film 2
  • 1982 - Träume mit mir/Ich und du/Wütendes Glas
  • 1986 - Eisbär/Film 2/Ich lieb sie (MCD)

[Bearbeiten] Alben

  • 1981 - Grauzone (D #37)
  • 1998 - Sunrise Tapes

[Bearbeiten] Eisbär Coverversionen

Der erfolgreichste Song von Grauzone Eisbär wurde von diversen Bands gecovert. 1997 coverte ihn GrooveZone als Rave Version, 2003 interpretierte Knorkator feat. Holger Klein den Song neu. 2006 brachte die französische Band Nouvelle Vague auf ihrem Album Bande à part ihre Version des Songs heraus. Scholle (ohne Schwester C.) brachte eine Dance-Version auf dem Sampler NDD - Neuer Deutscher Dancefloor Stufe 3 unter. Oomph! hatten ihre Version auf der Limited Edition von Wahrheit oder Pflicht. Zudem gibt es eine House-Version von Polar Pop feat. Mc Grzimek aus dem Jahre 1990. Auch die Dresden Dolls haben diesen Song wiederholt live gecovert. Die österreichische NDH-Band Stahlhammer veröffentlichte eine Version des Songs auf dem Album "Eisenherz" (2006).

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen