Gritzner

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Dieser Artikel befasst sich mit der Maschinenfabrik Gritzner. Für weitere Bedeutungen siehe Gritzner (Begriffsklärung).
Eine Gritzner von 1903 im Motorradmuseum Heiner Beckmann

Die Maschinenfabrik Gritzner war ein deutscher Produzent von Nähmaschinen, Fahrrädern und Motorrädern mit Sitz in Durlach.

Gegründet wurde sie 1872 von Max Carl Gritzner (1825–1892). Zunächst entwickelte sie sich zu einer der größten Nähmaschinenfabriken in Deutschland. 1886 wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen „Nähmaschinenfabrik, vorm. Gritzner & Co, A. G.“ umgewandelt. Ab 1887 wurden zusätzlich Fahrräder und ab 1903 Motorräder produziert. Auch Pumpen und Dampfmaschinen waren zeitweise im Produktionsprogramm. Die Firma Gritzner fusionierte 1931 mit der „Pfälzischen Nähmaschinen- und Fahrradfabrik vormals Gebrüder Kayser AG“ in Kaiserslautern zur „Gritzner-Kayser AG“. 1955 vernichtete ein Brand den größten Teil der Produktionsanlagen. 1957 wurde die wiederaufgebaute Fabrik von der G. M. Pfaff AG in Kaiserslautern übernommen. Die Gritzner-Kayser AG übernahm 1958 die Fertigungsanlagen der Motorradwerke Mars für die Modelle Monza und Milano, die in vielen Farben ausgeliefert wurden (häufig: blau-weiß und rot-weiß). Es gab sie als Kleinkrafträder (Monza Supersport, Monza Supersport-Deluxe, Milano sk, Monza sk) und als normale Mopeds. Es wurden Sachs- und ILO-Motoren verbaut. Das Moped Monza Supersport deluxe ist heute bei Sammlern sehr gesucht.

Gritzner-Fabrik in Durlach heute (Juli 2010)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gritzner Motorräder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]