GtL-Verfahren

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GtL-Diesel
GTL process.GIF
Kurzbeschreibung Dieselkraftstoff
Herkunft

synthetisch

Eigenschaften
Aggregatzustand flüssig
Cetanzahl

75–80 CZ

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Das GtL-Verfahren (Gas-to-Liquids) ist ein Verfahren zur Herstellung Synthetischer Kraftstoffe für Dieselmotoren.

Verfahrensbeschreibung[Bearbeiten]

Beim GtL-Verfahren wird Erdgas durch Zufuhr von Sauerstoff und Wasserdampf zu Synthesegas und dieses in einer Fischer-Tropsch-Synthese zu Kohlenwasserstoffen umgewandelt. Der Hauptanteil des Produktgemisches aus der Fischer-Tropsch-Synthese besteht aus langkettigen wachsartigen Normalparaffinen, die erst durch Cracken und Isomerisierung in einem speziellen Hydrocracker (und anschließender Fraktionierung) in flüssige Kohlenwasserstoffe umgewandelt werden müssen. Hauptprodukt nach dem Crackprozess ist ein Kraftstoff für Dieselmotoren.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Die gewonnene farb- und geruchlose Flüssigkeit ist völlig schwefelfrei und enthält weder aromatische Verbindungen noch organischen Stickstoff. Außerdem weist dieses Produkt andere hervorragende Eigenschaften (niedrige Dichte, hohe Cetanzahl) aus.[1]

Die Abgaswerte beim Einsatz synthetischer Kraftstoffe sind besser als mit üblichen Dieselkraftstoffen. GtL-Kraftstoffe erfordern keine Anpassungen am Motor.[1][2]

Anwendung[Bearbeiten]

GtL-Treibstoff soll als Dieselkraftstoff-Ersatz oder -Beimischung dienen. Als Handelsname wurde der Begriff Synfuel geprägt.

Derzeit gibt es eine kleine GtL-Produktion (nach dem sogenannten SMDS-Verfahren, s.u.) von Shell in Malaysia, deren Ausstoß der Kraftstoffmarke V-Power Diesel beigemischt wird. Shell führte den V-Power-Diesel Ende Juni 2004 ein. Shell V-Power soll 5 % GtL-Anteil und zusätzliche Additive enthalten.

Weltmarktführer im Bereich der GtL-Technologie ist die südafrikanische Sasol Ltd., die GtL-Anlagen in Südafrika und zusammen mit Chevron in Katar unterhält.

Eine neue GtL-Technik kommt aus Russland: die sogenannte HTR (HochTemperaturReaktor) Technologie - diese arbeitet mit mindestens 40 % höherer Effizienz als Fischer-Tropsch-Synthese und wird von SYNFUEL Technology Ltd. seit 2007 vermarktet. Die weltweiten Patentrechte wurden gesichert. Derzeit befinden sich mehrere HTR-Anlagen in Planung bzw. in Bau.

Die chemischen und physikalischen Eigenschaften ähneln zum Teil denen des von Choren in Deutschland bis zu deren Insolvenz testweise produzierten BtL-Kraftstoffes SunDiesel.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b AutoBild, 21. Mai 2003: Neues Reinheitsgebot, aufgerufen 22. Mai 2013
  2. Volkswagen.de: Synfuel, aufgerufen 22. Mai 2013