Guillaume Briçonnet (Bischof)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Briçonnet

Guillaume Briçonnet (* 1470 in Paris; † 24. Januar 1534 in Aimans (heute: Esmans) bei Montereau-Fault-Yonne im damaligen Burgund) war ein reformatorisch gesinnter französischer Bischof.

Leben[Bearbeiten]

Guillaume Briçonnet war der Sohn des gleichnamigen Kardinals. Als Bischof von Meaux übernahm er ab 1518 Gedanken von Erasmus von Rotterdam und von Jacques Lefèvre d'Étaples. Unter dem Schutz der Margarete von Angoulême führte er in seiner Diözese kirchliche Reformen ein und berief Lefèvre 1521 zum Generalvikar. Dieser brachte nach Meaux eine Gruppe von Freunden und Schülern mit, unter denen sich auch Guillaume Farel befand. Nachdem Lefèvres Bibelübersetzung 1525 verurteilt und verbrannt worden war, bekam Briçonnet Angst und unterwarf sich der Kirche; der Zirkel um Lefèvre löste sich auf.

Literatur[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Jean IV. de Corguilleray Bischof von Lodève
1489–1516
Denis Briçonnet
Louis II. Pinelle Bischof von Meaux
1516–1534
Antoine Duprat